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Sayonara 2020 – Ein Jahresrückblick

02 Jan

Menschen, Tiere, Sensationen! …erwarten euch hier mal wieder nicht. Stattdessen stellt sich die Frage: neues Jahrzehnt, neues Glück? Es ist schon wieder soweit und ich schaue auf das vergangene Jahr zurück. Wird auch Zeit, mittlerweile wurde ja schon das neue Jahr eingeläutet ;)

Allgemein

Viel muss man über 2020 ja eigentlich nicht sagen, es wurde an anderer Stelle schon genug darüber geredet und wer nicht gerade hinter dem Mond lebt dürfte mitbekommen haben, dass dieses Jahr wirklich komplett anders war. Dabei fing es eigentlich noch normal an und keine konnte ahnen, was uns erwarten würde. Wobei die ersten paar Monate des Jahres auch nicht ohne waren, man denke etwa an den Brexit oder die verheerenden Feuer in Australien. Aber dann kam mit Corona das prägende Thema des Jahres. Da ich persönlich ohnehin die Königin der Stubenhocker bin und das Haus nur verlasse wenn ich unbedingt muss hat sich für mich nicht mal so viel verändert. Aber alleine schon dadurch, dass ich die Nachrichten immer genau verfolge ging es auch an mir nicht spurlos vorüber. Und dass ich ohnehin nicht die beste Gesundheit habe gibt mir auch Grund zur Sorge. Es war also in dieser Hinsicht kein leichtes Jahr und dass uns im November mit dem Ausgang der US-Wahl doch noch ein Grund zur Freude bevorstehen würde – damit hätte ich noch kurz zuvor absolut nicht gerechnet.

Für mich persönlich war trotzdem ein seltsames Jahr, ich hatte lange Phasen der absoluten Unlust für alles…andererseits habe ich aber auch so viele gute Serien entdeckt und viel Freude damit gehabt. Außerdem habe ich das Fanfiction-Schreiben neu für mich entdeckt, aktuell läuft es da gerade wie geschmiert und ich veröffentliche eine Story nach der anderen. Das hätte ich viel eher machen sollen…manchmal ist es wirklich nett, wenn man positive Kommentare zu etwas bekommt, was man selbst geschaffen hat <3 Ansonsten bin ich ja eine kreative Niete, aber wenn ich irgendetwas halbwegs kann, dann ist es das Schreiben. Auch wenn man es angesichts dieses eher uninspirierten Blogs nicht denken mag, haha. Aber gerade das Schreiben hat mir wirklich sehr geholfen, im Dezember hatte ich geradezu die reinste Lebenskrise und zeitweise hatte ich nur an meinen The Thick of It-FFs noch Freude…

Anime

In Sachen Anime war 2020 nicht sehr erfolgreich. Denn eines ist auf jeden Fall den diversen Corona-bedingten Verschiebungen von Episoden zum Opfer gefallen: nämlich meine Disziplin in Sachen “Beenden von Serien”. Eigentlich schon seit der Spring-Season schleppe ich ewig massenweise Serienreste mit mir herum und aktuell staut es sich gerade wieder wahnsinnig an. Da wird wohl auch kein Rückblick auf die Fall-Season drin sein, weil ich dazu erstmal noch 3435435 Folgen gucken müsste. Worauf ich aktuell so gar keine Lust habe…orz. Selbst ältere Serien reizen mich aktuell überhaupt nicht, obwohl ich davon dieses Jahr immerhin doch auch einige Folgen geguckt habe, wie zum Beispiel die komplette Serie von Urusei Yatsura und alle bisher gesubbten Folgen von Dr.Slump & Arale-chan. Aber selbst das war gegen Jahresende total weg….

Dabei fing es gar nicht so übel an. In der Winter-Season war ja auch noch alles relativ normal – mit Serien wie Uchi Tama oder number24 hatte ich viel Spaß, genauso mit den Sequels zu Haikyuu und Isekai Quartet. Und außerdem gab es mit Kyokou Suiri, Dorohedoro und Somali to Mori no Kamisama gleich drei Kandidaten, die ich auch als Mangas gerne lesen würde. Was ich wahrscheinlich auch noch tun werde, aber auch bei den Mangas hatte ich dieses Jahr nicht so wirklich große Motivation.

Aber dann fing das große Elend an. In der Spring-Season habe ich EINE Serie beendet. EINE!!! Ich glaube, das habe ich noch nie erlebt, seit ich die Season-Animes aktiv verfolge. Die fragliche Serie war übrigens das immerhin sehr gute Kakushigoto, aber selbst dazu habe ich ewig gebraucht. Den Rest habe ich gnadenlos gedroppt. Gut, eigentlich hätte ich auch noch Hamefura und Shin Sakura Taisen schauen wollen, allerdings will ich bei ersterem eher die Novel und den Manga lesen und bei letzterem muss ich noch das Spiel zocken. Ach ja, das Highlight dieser Season wäre aber Gal to Kyouryuu gewesen, die Kombination aus Live Action und verschiedenen Animationsarten ist einfach genial! Leider lag die Serie dann ewig auf Eis und erst im November ging es endlich, endlich weiter.

Der Sommer sah auch nicht besser aus. Da habe ich lediglich Uzaki-chan wa Asobitai beendet, und ich weiß bis jetzt nicht so recht ob ich die Serie mochte. Irgendwie schon, aber Uzaki kann schon arg nerven. Und es stößt mir auch sauer auf, dass die Serie introvertierte Einzelgänger wie den Mainchar immer als irgendwie falsch dargestellt hat. Ach ja, Umayon habe ich auch noch beendet, aber das waren ja nur Kurzfolgen. An Re:Zero S2 sitze ich noch, weil ich da eigentlich erstmal die Novel aufholen möchte, was auch nur noch ein paar Jahre dauern kann. Hach ja…

Die Fall-Season war für meine Begriffe dann beinahe wieder zu gut. So um die 15 Serien haben mich spontan interessiert und die meisten davon will ich eigentlich auch weiter verfolgen. Nur wann? Aber da ich ohnehin schon alle Hoffnung auf ein pünktliches Season-Ende meinerseits aufgegeben habe will ich mich mal nicht stressen. Möglicherweise wird dann doch noch einiges gedroppt, aber insgesamt scheint die Season wirklich gut zu sein.

Meine Jahresfavoriten….hmmm, das stellt mich vor eine Herausforderung. Gal to Kyouryuu fand ich wie gesagt richtig gut, ansonsten will ich noch Dorohedoro und Somali to Mori no Kamisama erwähnen. Vielleicht würde sich aus der Fall-Season noch ein Favorit finden, allerdings sticht da für mich seltsamerweise keine Serie so richtig heraus, auch wenn viele davon sicher sehenswert sind. Naja. Animetechnisch darf es nächstes Jahr wieder etwas besser aussehen, allerdings ist es irgendwie auch ganz nett sich mal nicht damit zu stressen, dass ich noch massenweise Folgen am Ende einer Season beenden muss. Ich denke mal, meine Anime-Posts dürfte ohnehin keiner vermissen – oder?

Manga

Hätte ich eigentlich weglassen können, keine Ahnung was ich dazu sagen soll. xD

Games

Oh je, kommen wir zum größten Flop des Jahres – und das ist meine Durchspielbilanz. Eigentlich fing ja alles ganz gut an: schon nach wenigen Tagen im neuen Jahr hatte ich einige Stunden in Air Conflicts auf der Switch gesteckt und obwohl ich grottenschlecht in dem Spiel bin konnte ich immerhin mein Lieblingsflugzeug freischalten, yeah! Kurz darauf habe ich mich dann ebenfalls viele Stunden vor der PS4 geparkt und mit Sword & Fairy 6 und Azur Lane Crosswaves direkt zwei Spiele mit einer Platin-Trophy abgeschlossen. Tja, und dann kam Animal Crossing New Horizons…dafür ging aber auch meine Motivation für sämtliche anderen Spiele. Immerhin: One Piece Pirate Warriors 4 konnte ich irgendwann noch einschieben, aber bis auf die Story und ein paar weitere Level habe ich da auch nicht allzu viel geschafft. Auf eine kurze Session auf meiner ACNH-Insel hatte ich aber immer Lust, für mehr aber auch nicht. Selbst Genshin Impact konnte mich im Herbst nur kurz vor die Konsole locken, obwohl mir das Spiel eigentlich ziemlich gut gefällt. Die eine oder andere Stunde habe ich noch damit verbracht unterschiedliche Games anzuspielen oder z.B. in Pokemon Shield den Pokedex zu vervollständigen. Ach ja, auch die Pokemon-Addons habe ich etwas gespielt, aber auch nicht so wirklich viel. War schon alles etwas seltsam. Gerade im zweiten Halbjahr hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr auf Games.

Nicht mal die Mobages konnten mich in diesem Jahr durchgehend so fesseln wie sonst. Und das, obwohl ich mit Tales of Crestoria ein neues Spiel für mich entdeckt habe. Dort farme ich aber auch meistens nur die aktuellen Events, levele meine Charaktere auf und spiele ab und zu mal die Story ein Stück weiter um Steine fürs Gacha zu bekommen. Azur Lane beschäftigt mich zwar auch noch, aber auch da habe ich aktuell einen Hänger, weil ich einfach die Level 13-3 und 13-4 nicht schaffe. Ein bisschen kann ich die Ausrüstung meiner Flotten noch verbessern, aber viel geht da nicht mehr. Und immer nur aufleveln und grinden, dazu habe selbst ich nicht dauerhaft Lust.

Man soll ja immer auf das Positive schauen und in diesem Sinne halte ich einfach mal fest: alle Games, die ich in diesem Jahr (durch)gezockt habe, haben mir echt gut gefallen. Yay! Dass es nur so wenige waren…diesen Fakt lassen wir einfach mal gekonnt unter den Tisch fallen!

Bücher

Dieses Jahr habe ich mehr gelesen als im letzten Jahr, allerdings habe ich trotzdem nicht wirklich das Gefühl viele Bücher beendet zu haben? Größtenteils waren es massenweise Sherlock Holmes-Pastiches sowie hier und da etwas von den Altlasten, was mein Lesejahr geprägt hat. Gerade die Unmengen an Abenteuern, die ich mit Holmes und Watson erlebt haben machen bestimmt mindestens die Hälfte der Bücher aus. Anders als im letzten Jahr spielte die chinesische und japanische Literatur dagegen kaum eine Rolle.

Schauen wir mal auf meine Jahresfavoriten! Diesmal habe ich ganz schön viele Bücher mit 5 Goodreads-Sternen bedacht, und selbst einige der 4-Stern-Kandidaten sind noch erwähnenswert. Ganz weit vorne ist definitiv die Lucifer Box-Trilogie von Mark Gatiss. Ja, die Bücher habe ich mir in meiner Fangirlphase im Frühjahr genau deswegen geholt, aber sie waren auch einfach echt super! Gleich zu Jahresbeginn hatte ich mit ‘Auf geht’s, Jeeves!’ von P.G. Wodehouse und ‘Die französischen Wertpapiere‘ von Francis London ebenfalls gleich zwei mal 5 Sterne mit dabei. Gerade von Wodehouse will ich definitiv noch mehr lesen und zum Jahresende hat mich eine Sammlung seiner Kurzgeschichten auch prompt wieder etwas aus meinem gigantischen Lesetief gezogen. Leider habe ich dieses Buch aber nicht mehr in 2020 beendet, deswegen zählt es hier nicht ;) Ebenfalls in der ersten Hälfte des Jahres habe ich ‘Mord auf der Leviathan‘ von Boris Akunin gelesen, was mich richtig positiv überrascht hat! Denn den vorigen Band aus der Reihe fand ich solide, aber nicht begeisternd. Danach kam dann ‘Northanger Abbey‘ von Jane Austen – mein erstes Buch von ihr und gleich ein richtiger Hit! Ich fand die beiden Hauptcharaktere und natürlich auch alles drumherum richtig sympathisch und hoffentlich gefallen mir ihre weiteren Bücher auch. ‘Persuasion’ hat mir ja leider überhaupt nicht zugesagt.

Im Herbst habe ich dann die Science-Fiction-Romane von Ivan Ertlov entdeckt. ‘Mutation‘ war gleich ein richtig toller Reihenauftakt und hat mir Lust auf mehr gemacht! Den finalen Höhepunkt des Jahres stellte dann ‘The Thick of It: The Missing DoSAC Files‘, sozusagen ein Buch als Addon zur TV-Serie, dar. Für Fans der Serie ist das Buch ein Muss :D Wie gesagt gibt es aber auch noch einige erwähnenswerte Bücher aus der 4-Sterne-Kategorie. Zum Beispiel die Sherlock Holmes-Pastiches von June Thomson und Frank Thomas, oder die finalen Bände von Yasmine Galenorns Otherworld-Reihe. Auch ‘Thor‘ und ‘Irondead‘ von Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz’ Doors-Trilogie sowie ‘Nosferas‘ von Ulrike Schweikert haben mich gut unterhalten. Mit ‘Mycrofts Auftrag‘ von Beate Baum war auch ein modernes Pastiche im Stile von BBC-Sherlock mit dabei, die ‘Doctor Who: Time Lord Fairy Tales‘ haben mich und den Doctor in verschieden Märchenwelten entführt und das dünne Büchlein ‘Zum Zeitvertreib: Vom Lesen und Malen‘ von Winston Churchill hat mich fast dazu gebracht mit dem Malen anfangen zu wollen! Und nicht nur die Serien-, sondern auch die Buchkategorie kommt nicht ganz ohne Chris Addison aus, seine ‘Cautionary Tales for Grown-Ups‘ in Gedichtform fand ich auch sehr unterhaltsam. (Gibt es eigentlich irgendetwas, was er nicht kann? <3)

Also war’s eigentlich doch kein so übles Jahr, was die Bücher angeht. Leider fiel es mir im Dezember angesichts meiner generellen Krise im Dezember schwer, das so zu sehen. Sehr stressig, wenn einen selbst Dinge, die man eigentlich liebt irgendwie runterziehen :/

TV-Serien

Wenn die Anime- und Games-Kategorien so zu wünschen übrig ließen muss ich meine Zeit ja mit anderen Dingen verbracht haben, nicht? Und das waren in diesem Jahr definitiv die TV-Serien. So viel wie in diesem Jahr habe ich noch nie geguckt! Nicht mal 2015 war so ergiebig, und damals habe ich mir auch eine Menge neuer Serien reingezogen. Aber es ist halt einfach so, dass ich oft von einer Serie auf die nächste komme. Ganz einfach, weil ich z.B. nachschaue wo die Darsteller meiner Lieblingscharaktere noch so dabei waren oder wenn ich irgendwo über eine Empfehlung einer ähnlichen Serie stolpere. All das ist mir in diesem Jahr wirklich häufig passiert und so habe ich nicht nur viele Serien angesehen, sondern auch meine zukünftige Watchlist ist noch seeeehr lang. Was mir auch sehr recht ist, denn TV-Serien gehen aktuell eigentlich immer, während alles andere jetzt am Jahresende einfach nicht so recht mein Interesse wecken kann.

Naja, wie auch immer: über meine Serienfavoriten habe ich ja erst kürzlich einen gesonderten Post veröffentlicht. Geprägt war mein Serienjahr zu Beginn von einem weiteren Sherlock-Rewatch, welcher mich dann auf weitere Serien von und mit Mark Gatiss gebracht hat. In erster Linie war das The League of Gentlemen, und von dieser Serie war es dann nur noch ein kleiner Schritt zu Inside No.9, einem weiteren meiner Jahresfavoriten. Danach ging es direkt weiter mit Doctor Who und Torchwood, bis dann am Jahresende mit The Thick of It meine Lieblingsserie des Jahres kam und ich dadurch mit Lab Rats und Trying Again auf zwei weitere meiner neuen Favoriten gestoßen bin. Für Näheres zu den Serien verweise ich auf meinen bereits erwähnten Post!

Natürlich waren das aber nicht alle Serien, die ich so gesehen habe. Ein paar sind definitiv noch erwähnenswert: Hannibal zum Beispiel, was mich zwar nicht so begeistert hat wie viele andere, aber doch eine solide Serie war. Ansonsten waren es noch obskurere Sitcoms, die sich auf meiner Watchliste wiederfanden – wie etwa Clone aus dem Jahr 2008, was ich eigentlich nur wegen Mark Gatiss angefangen habe und dann aber überraschend gut fand! Oder Catterick, wo es mir eigentlich vor allem auch um das kurze Cameo von Mark ging, aber dann war die Serie mit ihrem extrem skurrilen Humor auch ansonsten echt unterhaltsam. Am Ende des Jahres bin ich dann noch auf Yonderland und Horrible Histories gestoßen, beide Serien sind von den gleichen Machern und beide haben mir auch super gefallen! Bei HH habe ich zwar bisher nur die ersten zwei Staffeln gesehen, aber die Serie unterhält mich immer wieder sehr gut und war genau die Ablenkung, die ich in meiner lustlosen Phase zum Jahresende brauchte.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Tags: 2020, Jahresrückblick

 

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