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MonatsausLESE: Juli 2020

03 Aug

Über den Juli kann ich lesetechnisch eigentlich wirklich nicht meckern, denn ich habe zum einen jede Menge gute Holmes-Pastiches gelesen – und zum anderen konnte ich immerhin ein paar ältere Bände von meinem Altlasten-Stapel befreien. Und das mal nicht durch Aussortieren, sondern wirklich durch Lesen! Das ist ja mal etwas ganz Neues. Und so langsam glaube ich doch, dass ich es noch schaffen könnte in diesem Jahr die restlichen in den Jahren 2015 und 2016 angeschafften Bücher wegzulesen.

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 14 (davon 2 in einem Doppelband)
Seiten-Gesamtzahl: 3568

***

Sherlock Holmes und das Geheimnis des Royal Pavilion (Val Andrews) 127 Seiten
Sherlock Holmes und die verschwundene Prinzessin (Val Andrews) 128 Seiten
Sherlock Holmes und die Kronjuwelen (Val Andrews) 106 Seiten
Sherlock Holmes and the Egyptian Hall Adventure (Val Andrews) 112 Seiten
Mit Val Andrews habe ich wieder einen Autor gefunden, der Pastiches nach meinem Geschmack geschrieben hat. Und glücklicherweise gibt es auch einige davon, da habe ich also noch ein paar vor mir! (Weil ich aber keine Ebooks mag, muss ich erst auf die Jagd nach günstigen Angeboten für die Buchausgaben gehen…dürfte in manchen Fällen schwierig werden. ^^) Mir gefällt besonders, dass in den Geschichten auch der Humor nicht zu kurz kommt…manchmal muss sich zu diesem Zweck zwar der arme Watson etwas dumm anstellen, aber das ist okay. :)

Zu Gast bei Sherlock Holmes (Kurt Nikolaus) 117 Seiten
Lustig fand ich in diesem Buch vor allem den ersten Teil: das Skript für ein Hörspiel, in dem Holmes and Watson für einen Fall eine Weinprobe absolvieren und nach einer Weile ziemlich betrunken sind. Das hat mich an eine gewisse Sherlock-Folge erinnert :D Allerdings waren auch die noch enthaltene Kurzgeschichte und ein kurzes Theaterstück ziemlich unterhaltsam.

Das Three Pence Problem (Gunter Arentzen) 211 Seiten
Das Buch war auch mal wieder einer meiner Zufallskäufe – aber einer, der sich gelohnt hat. Mir haben die enthaltenen Kurzgeschichten allesamt gut gefallen und deswegen werde ich mir bei Gelegenheit weitere Bände der Reihe holen. Scheinbar gäbe es einige der Geschichten auch als Hörspiele, aber ich bevorzuge die Buchvariante. ^^

Die neuen Abenteuer des Sherlock Holmes (diverse Autoren) 283 Seiten
Hm, diese Geschichten-Sammlung war ganz nett, einige Stories fand ich allerdings zu modern (naja, was heißt modern, wenn das Buch gut 30 Jahre alt ist) oder seltsam. Vor allem “Das Haus, das Jakob gebaut” war für meinen Geschmack definitiv zu abstrakt. Und manche Geschichten waren von der Atmosphäre her zu düster für Holmes-Stories. Naja, aber für die besseren Geschichten hat sich das Lesen gelohnt.

The Further Adventures of Sherlock Holmes (diverse Autoren) 272 Seiten
Eine nette Sammlung älterer Pastiches, die sich sehr am Stil der Originale anlehnen. Wie immer sind manche Geschichten besser als andere, insgesamt fand ich die Zusammenstellung aber gelungen. Vor allem die letzte Geschichte “The Adventure of Hillerman Hall” ist schon alleine für die Überraschung am Ende für Krimifans das Lesen wert.

The Final Adventures of Sherlock Holmes (Arthur Conan Doyle) 208 Seiten
Das Buch enthält kurze Geschichten, Artikel und Stücke, die in irgendeiner Form zum Holmes-Kanon gehören oder jedenfalls damit in Zusammenhang stehen. Als Fan (und Perfektionist lol) will und muss man die natürlich gelesen haben. Es wundert mich doch etwas, dass gerade in Komplettausgaben der Inhalt dieses Zusatzbandes fehlt. Und wer weiß, ob es überhaupt jemals eine deutsche Version davon gab, wenn schon die englische so unbekannt ist….

Blind Date mit einem Vampir/Kein Vampir für eine Nacht (Katie MacAlister) 475/379 Seiten
Als ich mit dem Buch angefangen hatte war ich erstmal schwer verwirrt, weil “Kein Vampir für eine Nacht” laut der Bandangaben im deutschen Buch Band 3 sein soll. Natürlich ist es aber in Wirklichkeit Band 2…wäre ja auch Unsinn Band 1 und 3 in einen Doppelband zu packen…. Wie auch immer, Band 1 hat mir richtig gut gefallen. Klar sind die Bücher eigentlich total seichte Unterhaltungsliteratur, aber es macht ab und zu Spaß auch mal sowas zu lesen. Glücklicherweise konnte ich auch feststellen, dass mir Katie MacAlisters Humor auch nach mehrjähriger Lesepause immer noch liegt. Und so fand ich auch die Charaktere und ihre Abenteuer sehr lustig statt nervig – wie die meisten Rezensenten meinen. Band 2 war dann etwas schwächer, wahrscheinlich vor allem weil mich Christians anfängliches Machogehabe und das dauernde Herumgenörgle an den Klamotten der Heroine Allegra schwer auf die Nerven gingen. Im Laufe des Buches besserte sich das jedoch und es wurde noch richtig spannend. Und die von Allegra beschworenen Geister waren einfach nur herrlich witzig :D

Küsst du noch oder beißt du schon? (Katie MacAlister) 398 Seiten
Band 3 der Reihe war dagegen eine ziemliche Enttäuschung. Erstmal findet die weibliche Hauptperson Nell es nicht so toll, vom vermeintlich furchtbar bösen Vampir Adrian entführt zu werden. Innerhalb von gefühlt zwei Seiten ändert sich ihre Meinung dann aber total und sie liebt Adrian plötzlich unsterblich (ja, sie ist seine Gefährtin, aber das war trotzdem etwas…naja) und nimmt für ihn einige Scherereien in Kauf. Der mittlere Teil der Buches war dann wirklich verdammt langweilig und ich gebe zu, dass ich teilweise Seiten nur überflogen oder ausgelassen habe. Gegen Ende, als dann mal die Wahrheit über den großen bösen Adrian herauskam wurde es dann immerhin noch etwas spannend, allerdings war das Ende dann wieder dermaßen lahm…. Insgesamt hat mir dieser Band also wirklich nicht besonders gefallen und die beiden Hauptfiguren sind auch bisher das schwächste Pärchen aus der Reihe. Nervig war z.B. auch dieses ewige Verwenden von Kosenamen. Wie soll man denn einen Vampir ernstnehmen, der seine Gefährtin laufend Hasi nennt??? (Wobei an Hasi natürlich die Übersetzung schuld war, allerdings hätte ein englisches Kosewort die ganze Sache jetzt auch nicht viel besser gemacht….)

The Vesuvius Club Graphic Edition (Mark Gatiss/Ian Bass) 112 Seiten
Nachdem mich die Buchtrilogie letzten Monat so begeistert hat, habe ich mir auch gleich die Graphic Novel geordert und gelesen. Naja, ich bin abseits von Mangas halt kein großer Comicfan und mich haben auch die Storykürzungen etwas gestört. So gut wie die Buchvorlage fand ich die GN also nicht und wenn man das Buch nicht kennt wird es auch ein bisschen schwer sein, der Handlung zu folgen. Aber als Fan kann man die GN schon lesen und für die Sammlung musste sie eh her, das war ja nun gar keine Frage ;)

Doctor Who Time Lord Fairy Tales (Justin Richards) 640 Seiten
Wenn man schon Doctor Who guckt, will man doch natürlich auch Doctor Who lesen. Also, ich jedenfalls. Und weil es schier endlos viele Bücher zur Serie zu geben scheint, habe ich einfach für den Anfang mal zu dieser kleinen Box mit 16 Minibüchern gegriffen. In den Time Lord Fairy Tales werden teilweise bekannte Märchen ans DW-Universum angepasst, manche Geschichten sind aber auch ganz neu erfunden (oder ich habe die Anspielung nicht verstanden). In jedem Fall hat es eine Menge Spaß gemacht, die kleinen Büchlein zu lesen – auch wenn man sie natürlich in wenigen Minuten durch hat und ich für die ganze Box auch nicht wirklich viel Lesezeit gebraucht habe. Für den Fan lohnen sich die Geschichten aber trotzdem – besonders gut fand ich persönlich “Little Rose Riding Hood”, “Cinderella and the Magic Box”, “The Scruffy Piper” und vor allem “The Garden of Statues”. Letzteres würde ich sogar gerne als richtige Serienepisode bzw. -special sehen!

***

Über Sachbücher schreibe ich ja eher selten…was nicht heißt, dass ich keine lese, oft picke ich mir aber nur interessante Kapitel raus und lese den Rest des Buches dann mal irgendwann, wenn mich das Thema besonders interessiert. Ähm, ja, jedenfalls habe ich aber “Tokyo – eine Biografie” wirklich von hinten bis vorne durchgelesen. Die Idee des Buches ist interessant, hier wird die Geschichte der Stadt anhand von diversen Persönlichkeiten, die dort lebten und arbeiteten, erzählt. Allerdings führt das oft dazu, dass vom eigentlichen Thema Tokyo sehr weit abgeschweift wird, und das ist mal mehr, mal weniger interessant. Die eigentlich auf Tokyo bezogenen Informationen waren mir aber größtenteils schon bekannt, also hätte ich das Buch nicht unbedingt lesen müssen.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

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