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MonatsausLESE: Februar 2020

02 Mrz

Der Februar ist etwas schwächer ausgefallen als der Januar, aber trotzdem konnte ich wieder ein paar Bücher abbauen. Darunter war eine beendete Reihe, eine große Enttäuschung und, wie in der letzten Zeit geradezu obligatiorisch, ein paar Sherlock Holmes-Pastiches. ^^

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 9
Seiten-Gesamtzahl: 2121

***

Das Waldröschen 6-10: Die Abenteuer des schwarzen Gerard/Kaiser Max von Mexiko/Erkämpftes Glück 1-3 (Karl May) 287/240/270/256/238 Seiten
Hmm, naja. Jetzt wo ich mit der Reihe durch bin, bin ich eigentlich froh dass es vorbei ist. Zwar waren die meisten der einzelnen Bände durchaus spannend oder hatten zumindest ihre spannenden Momente. Insgesamt war die Reihe aber doch zu lang geraten und gerade den Handlungsstrang gegen Ende, als Kurt Helmers praktisch im Alleingang versucht das Leben von Kaiser Max zu retten fand ich nicht wirklich gelungen. Wohl auch, weil er irgendwie vom Ton her so gar nicht zum Rest der Geschichte passte und eher dafür sorgte, dass einem beide beteiligte Seiten eher unsympathisch wurden (besonders Juarez, der ja eigentlich der “Gute” sein sollte). Dafür wurde dann das eigentliche Ende der Geschichte etwas kurz abgehandelt und all die Handlungsstränge und Charaktere sind am Ende nur noch mal kurz erwähnt worden, was ich etwas mager fand. Naja, kann auch sein, dass diese Tatsache der Entstehung der Waldröschen-Reihe als Heftromanreihe geschuldet ist, wo die richtige Auflösung aller Handlungsstränge teilweise erst nachträglich eingearbeitet wurde, weil es vorher einiges an Brüchen und Widersprüchen in der Handlung gegeben haben soll (bei einem Werk dieser Länge aber auch irgendwie kein Wunder) – soweit habe ich das zumindest gelesen. Naja, ich denke, wenn ich mal wieder Lust auf Karl May habe greife ich mal zu einem Re-Read der Western- und Orient-Reihen bzw. zu der einen fünfbändigen Reihe, die ich noch auf Lager habe. Die restlichen unbekannteren Werke werde ich mir jedenfalls nicht so bald holen, jetzt brauche ich erstmal eine Abenteuerpause. ^^

Wicked Intentions (Elizabeth Hoyt) 388 Seiten
Ich lese ja ungefähr alle hundert Jahre mal einen Liebesroman, und bisher hatte ich zumindest dann mit meiner Auswahl immer recht viel Glück. Dieses Buch hätte ich allerdings wirklich nicht lesen müssen, nur war ich irgendwann zu weit fortgeschritten um es noch abzubrechen…. Und ich habe mich nicht mal unbedingt an all den Dingen gestört, die den Plot so unglaubwürdig machen (Warum sucht der Protagonist den Mörder einer Frau, für die er nichts gefühlt hat? Warum wählt er als Helferin auf dieser Mission irgendeine wildfremde Frau aus? Warum passen die beiden auf magische Weise gerade perfekt zusammen, was ihre sexuellen Vorlieben angeht? Und das sind nur drei große Rätsel, bei weitem nicht alle), denn irgendwie sind Liebesromane für mich immer ein Stück weit auch Märchenbücher. Wenn aber die meisten Charaktere unsympathisch bis nervig sind und dann auch noch nicht nachvollziehbar handelt kommt einfach keine Leselust auf. Eigentlich hat mich nur die Sache mit dem Phantom interessiert und warum der Protagonist Lord Caire zu glauben schien, dass sein Freund St. John hinter dessen Maske steckt. Überhaupt war St. John noch der beste Char aus dem Buch, aber wegen einem Nebenchar lese ich die Reihe nun auch nicht weiter….

Das indische Kleinod (Frank Thomas) 126 Seiten
Mal wieder ein Kurzgeschichtenband…wie nostalgisch, mein erstes Buch von diesem Pastiche-Autor war auch einer. ^^ Eigentlich haben mir alle Geschichten gefallen, wenn auch keine besonders herausragt. Ist aber auch nicht schlimm, gut genug waren sie jedenfalls noch!

Der Enkel des Schatzkanzlers (Frank Thomas) 144 Seiten
Ein Fall, der mit einem Diebstahl im Pariser Louvre beginnt – den Holmes natürlich schnell aufklären kann – und später mit einer sehr mysteriösen Kindesentführung seine Fortsetzung findet. Aber können diese beiden Taten wirklich zusammenhängen? Wenn es einer rausfinden kann, dann natürlich unser Meisterdetektiv. Mir haben die Ermittlungen an diversen Schauplätzen und mit den mir mittlerweile gut bekannten Pastiche-exklusiven Charakteren wieder sehr gut gefallen und die Lösung kam dann auch etwas überraschend. Auch wenn ich die Grundzüge schon geahnt hatte.

Der Maskenmörder (Frank Thomas) 172 Seiten
Der deutsche Titel passt hier irgendwie nicht so ganz, denn ein Maskenmörder steht eigentlich nicht im Mittelpunkt. Der Originaltitel nimmt Bezug auf “Maskenmorde”, was immerhin eher passt. Es hätte sich aber bestimmt noch ein besserer Titel finden lassen ;D Wie immer hatte ich viel Spaß mit der Geschichte, besonders die Verfolgung des Gangsters per Kutsche und die Auflösung des Falles auf einem Fest der feinen Londoner Gesellschaft fand ich sehr gelungen. Leider habe ich mit diesem Band nun alle Holmes-Pastiches von Frank Thomas gelesen und muss mir nun neuen Stoff suchen… Allerdings stehen die Bücher alle auf meiner Liste geplanter Re-Reads. Und dazu wird es sicher in gar nicht allzu ferner Zukunft kommen, weil ich bei Leseflauten immer gerne zu Sherlock Holmes greife, ob nun im Original oder Pastiche :3

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

Tags: Das Waldröschen, Das indische Kleinod, Der Enkel des Schatzkanzlers, Der Maskenmörder, Die Abenteuer des schwarzen Gerard, Erkämpftes Glück, Kaiser Max von Mexiko, Wicked Intentions

 

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