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MonatsausLESE: April 2019

01 Mai

Naja, wieder kein außergewöhnlicher Monat, aber es war ganz okay? Wie schon im März habe ich die meisten der Bücher erst im letzten Drittel des Monats gelesen…da sieht man ja was ich schaffen würde wenn ich den ganzen Monat so lesen würde, haha. Aber ich mache mich mal nicht verrückt, auch wenn ich doch auch mal wieder an die Altlasten denken müsste…. ^^”

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 5
Seiten-Gesamtzahl: 1510

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Die Leiche im Strom: Die seltsamen Kriminalfälle des Meisters Bao 238 Seiten
Meister Baos Geschichten haben mir nicht ganz so gut gefallen wie die anderen chinesischen Klassiker in der letzten Zeit, waren aber trotzdem unterhaltsam. In Sachen chinesische Richter kommt aber einfach nichts und niemand an Richter Di ran – den ich mal re-readen sollte :D

Umgang mit Chrysanthemen (Pu Sung-ling) 619 Seiten
Da ist das hier schon eher Klassisches nach meinem Geschmack! Umso besser, dass ich mir inzwischen alle Bände dieser schwer zu bekommenden 5-bändigen Edition sichern konnte. Band 1 war jedenfalls schon sehr vielversprechend. Ich mag die vielen verschiedenen Geschichten einfach immer wieder wahnsinnig gerne. Besonders interessant finde ich zum Beispiel, wie die chinesische Totenwelt dargestellt wird. Die unterscheidet sich nämlich gar nicht groß von der Welt der Lebenden, es gibt etwa auch eine Justiz und einen Verwaltungsapparat mit Beamten – da fühlt man sich als Anime-Fan direkt etwas an Hoozuki no Reitetsu erinnert ;) Und auch die Grenzen verschwimmen da schnell, da kommt schonmal ein Sohn nach seinem Tod sozusagen auf Heimaturlaub zurück, um noch der alten Mutter zu helfen. Oder es kommt zu einer Begegnung mit übernatürlichen Wesen, allen voran die Fuchsgeister, die sich in Menschen verwandeln können und in dieser Sammlung meistens als Helfer der Menschen auftreten. Band 2 liegt jedenfalls schon auf meinem Nachttisch und wird auch bald angelesen!

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß (Hiromi Kawakami) 187 Seiten
Das Buch habe ich eigentlich nur zufällig aus der Mängelexemplar-Kiste mitgenommen. Und das war gut, denn ich fand die Geschichte wirklich schön. Ich kann den Kommentaren auf dem Backcover nur zustimmen, die das Buch als besonders schöne Liebesgeschichte bezeichnen. Vielleicht liegt das auch daran, dass es sich nicht um eine klassische Liebesgeschichte mit Romantik und Schwärmerei handelt. Im Gegenteil, das Verhältnis der beiden Protagonisten Tsukiko und ihrem alten Sensei aus Schulzeiten scheint gar nicht so eng zu sein, ist aber im Laufe der Zeit immer mehr von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Und man merkt, wie sich beide langsam ihrem Partner öffnen. Das Ende hat mich dann doch ziemlich kalt erwischt. Eigentlich hätte man ahnen können was passiert, gerade angesichts des Altersunterschiedes der beiden. Trotzdem war ich gar nicht mal so traurig, weil vorher alles irgendwie so…erfüllend war? Schwer zu erklären. Aber es fällt mir ja immer schwer zu erklären was mir genau an japanischen Romanen imemr wieder so gut gefällt. Irgendwie ist es beinahe ein spezieller Zauber.

The Ronin’s Mistress (Laura Joh Rowland) 324 Seiten
Um mich mal selber zu meinem Leseverhalten bei dieser Reihe aus einem Beitrag von August 2016 zu zitieren: “Hoffen wir mal, dass das nicht wieder 3 Jahre dauern wird…ja, so lange lagen die in diesem Monat gelesenen Bände bei mir herum” – und ich kann stolz verkünden: nein, es sind nicht wieder 3 Jahre geworden, es sind nur 2 Jahre und 8 Monate! ;D Na, aber mal Spaß beiseite, keine Ahnung warum das nun wieder so lange gedauert hat. Ich weiß doch, dass sich die Bücher immer sehr flüssig weglesen lassen und das ist jetzt bei den englischsprachigen Bänden auch nicht anders. Noch dazu geht es in diesem Band um die berühmten 47 Ronin und ihre Rache an dem Mann, der für den Tod ihres Herrn verantwortlich war. Hier erlebt man die Geschichte natürlich aus einem anderen Blickwinkel und manches dichtet die Autorin natürlich dazu – es muss ja schließlich ein ganzes Buch daraus entstehen. Das Ergebnis hat mir gut gefallen, allerdings kam mir das Buch irgendwie sehr kurz vor. So viel ist doch eigentlich gar nicht passiert und dann kam schon der große Höhepunkt am Ende des Buches. Und mit dem auch noch eine wirklich tragische Szene, die sicher noch interessante Auswirkungen auf die weiteren Bände haben wird. Also, ich mag die Reihe immer noch gerne, auch wenn mir in jedem Band wieder dieselben nervigen Punkte auffallen. Reiko verhält sich z.B. manchmal einfach nur unlogisch, Hirata und seine magieartigen Superkräfte passen irgendwie nicht so recht in die Geschichte und das ewige “wenn Sano den Fall nicht aufklärt passiert etwas FURCHTBARES!!” hört wohl auch nie auf, lol. Aber ich kann drüber hinwegsehen und immerhin hat die Reihe ja auch einen meiner Lieblings-Buchantagonisten zu bieten. Das ist ja auch ein Argument! (also, für mich jedenfalls :D)

Sherlock Holmes und der verschwundene Rubin (Adrian Conan Doyle) 142 Seiten
Der zweite Band mit Holmes-Stories vom Sohn des Originalautors Arthur Conan Doyle. Im Gegensatz zum ersten Band sind die Fälle dieses Mal nicht an nebenbei erwähnte Begebenheiten aus den “echten” Holmes-Geschichten angelehnt (oder mir ist es bloß nicht aufgefallen?). Aber das hat mich nicht mal gestört, denn ich fand die Geschichten trotzdem super! Eigentlich sogar besser als die aus dem ersten Band. Das einzige, was mich etwas stört ist die Tatsache, dass sich Holmes und Watson in der Übersetzung duzen. Für mich muss es zwischen den beiden einfach beim “Sie” bleiben, aber das ist nur eine persönliche Vorliebe von mir. Ich bin jedenfalls echt froh, das alte Büchlein günstig bekommen zu haben.

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Ein besonders großer Freund von Japan-Berichten von Deutschen bin ich ja eigentlich nicht. Meistens ist das Ganze entweder in einem arroganten/abwertenden Tonfall gehalten (“in Deutschland ist alles viel besser!!!!!111”) oder Japan ist das gelobte Land, wo alles perfekt ist. Cool Japan Uncool war dagegen angenehm zu lesen, weil zwar die guten und weniger guten Punkte erwähnt wurden ohne aber eine direkte Wertung daraus zu machen. Bekannt waren mir die meisten Fakten zwar schon, aber für Japan-Anfänger und als Unterhaltung kann man das Buch durchaus lesen.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

Tags: Cool Japan Uncool, Der Himmel ist blau die Erde ist weiß, Die Leiche im Strom, Sherlock Holmes und der verschwundene Rubin, The Ronin's Mistress, Umgang mit Chrysanthemen

 

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