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Matsu guckt: TV-Serien

20 Mrz

serien

Heute mal ein etwas anderes Thema, welches nichts mit Japan und Co zu tun hat, aber mir trotzdem wichtig ist. Und zwar TV-Serien – mit richtigen (westlichen, Tokusatsu hatten wir ja schon) Schauspielern! Schockierend für einen 2D-Freak wie mich, ich weiß….aber mittlerweile gibt es doch die eine oder andere Serie, die ich wirklich gerne mag. Insgesamt wird zwar aus mir kein Serien- und Filmmensch mehr, aber die wenigen, handverlesenen Shows, die ich so verfolge liegen mir dafür umso mehr am Herzen. :3

Game of Thrones

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Beliebte und gehypte Dinge treffen meinen Geschmack ja oft so gar nicht, deswegen hat es mich zugegebenermaßen ziemlich verwundert wie sehr mich Game of Thrones in seinen Bann gezogen hat. Mittlerweile bevorzuge ich zwar eindeutig die Bücher und bin auch nicht ganz so glücklich mit Staffel 6 und 7 (die 7 habe ich immer noch nicht komplett gesehen, weil ich weiß was in der letzten Folge passiert….wääääääh!), aber gerade die ersten paar Staffeln fand ich richtig gut und alleine schon weil ich durch die Serie eben auf die Bücher gekommen bin, bin ich dankbar. Was mir besonders an der Serie gefällt ist die Tatsache, dass es kein einfaches Gut-Böse-Denken gibt. Selbst die fiesesten Fieslinge haben irgendwo noch ihre nachvollziehbare Motivation, auch wenn man ihre Methoden vielleicht nicht unbedingt gutheißen möchte. Genauso schwierig ist es aber, unter den Charakteren einen wirklich “guten” zu finden. Zum Beispiel Daenerys: ist es nicht gut, dass sie Sklaven befreit hat? Aber tun sich dadurch nicht wieder neue Probleme auf und gibt es nicht weitere Opfer, die sie einfach hinnimmt, weil sie meint das Richtige zu tun? Und genau das macht für mich die Faszination der Serie aus, weswegen ich sie insgesamt immer noch gerne mag. Gut, die eine oder andere Rape- und Gewaltszene sowie komische Änderungen gegenüber den Büchern hätte nicht sein müssen… Übrigens, die Liste meiner Lieblingscharaktere hat sich im Laufe der Serie gewandelt…gehörten anfangs auch Daenerys und Arya zu meinen Favoriten, konnte ich mit diesen beiden später nicht mehr viel anfangen. Ich weiß nicht mal so recht warum, wenn ich ehrlich bin. Auch das Schicksal der gesamten Stark-Familie hat mich erstaunlicherweise eher am Rande berührt…gut, Neds Tod war damals schon hart :( Aber im Laufe der Staffeln haben sich stattdessen Cersei und Jaime Lannister, Petyr Baelish, Jorah Mormont und Bronn als meine Favoriten herauskristallisiert. Wer S7 gesehen hat, dürfte jetzt auch wissen welcher Spoiler mich bisher vom Beenden der Staffel abhält. Und was mit den anderen Chars passiert ist, besonders einem…ich denke lieber nicht drüber nach und warte mal auf einen emotional stabilen Moment, in dem ich es verkrafte die Folgen zu gucken ;)

The Tudors

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Jetzt ist es schon wieder 3 Jahre her, dass ich wegen den Büchern von C.J. Sansom in meiner großen Tudor-Fanphase war und auf der verzweifelten Suche nach mehr Material über die TV-Serie gestolpert bin. Auch da hat es nicht lange gedauert und die Serie hat mich voll in ihren Bann gezogen. Gut, an die ersten beiden Staffeln kam der Rest der Serie für mich dann nicht mehr ran, aber dafür waren diese beiden Staffeln umso toller. Und vielleicht kann sich noch jemand an mein damaliges Gefangirle hier und besonders auf Instagram erinnern, weil ich in The Tudors das erste mal Hans Matheson gesehen habe, der später zu meinem Lieblingsschauspieler wurde (wann gibt’s mal wieder ne Serie oder Film mit ihm? Ich brauche neues Fangirl-Material ;_; Oder ich rewatche gleich mal die Tudors, hehe). Ach, was habe ich da gefangirlt über einen 3D-Menschen….sowas habe ich sonst nur bei meinem Lieblings-Skispringer erlebt. Schöne Zeiten waren das….aber huch, ich schweife ab. Es mag sein, dass The Tudors nicht immer ganz historisch akkurat ist – das fängt schon bei Henrys Aussehen an, der war in seinen späteren Jahren dann alles andere als gutaussehend – aber die Änderungen sind meiner Meinung nach durchaus sinnvoll für den Storyverlauf. Und sozusagen als “Einstiegsdroge” taugt die Serie auch allemal, denn wen nach dem Anschauen die Tudor-Periode interessiert, der wird sich ohnehin über die reale Geschichte informieren. Oder auch nicht. Vielleicht bin nur ich so ein Geschichts-Geek 8D

The Borgias

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Nach den Tudors kamen dann gleich die Borgias, und obwohl ich mit diesem Thema vorher keine Berührungspunkte hatte konnte mich auch hier die Serie dafür begeistern und interessieren. Vorher waren mir die Borgias auch nur in Zusammenhang mit den üblichen Klischees von Sittenverfall, Lucrezia Borgia als Femme Fatale etc., ein Begriff. Nun weiß ich zwar nicht, inwiefern hier die Serie historisch akkurat ist, aber das eine oder andere habe ich doch gelernt und ich sollte mal all die Borgia-Romane lesen, die ich nach dem Beenden der Serie gekauft habe, ups…. Jedenfalls ist die Serie durch das ganze Intrigenspiel der Familie Borgia verdammt unterhaltsam, und besonders das Familienoberhaupt Rodrigo Borgia bzw. Papst Alexander VI. fand ich echt toll :D Natürlich kann man sich wie bei den Tudors über die historischen Ungenauigkeiten aufregen sowie den doch immer recht hohen Erotik-Anteil in solchen Serien. Aber naja, schließlich sollen die Serien ein Massenpublikum ansprechen und nicht nur Geschichts-Geeks, von daher kann ich es nachvollziehen. Und trotz allem ist es immer noch bessere Unterhaltung als die meisten Shows die heute so im TV laufen, wenn man mich fragt. ^^

Ripper Street

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Hm, so recht weiß ich gar nicht wie ich auf die Serie gekommen bin. Vielleicht zum Teil wegen der Jack-the-Ripper-Thematik oder dem Schauplatz London….oder weil einer der Hauptchars genau wie Bronn aus GoT von Jerome Flynn gespielt wird? Aber trotz der manchmal doch ziemlich blutigen oder anderweitig grausamen Themen mag ich die Serie irgendwie wirklich gerne (und immerhin war das damals in Whitechapel auch einfach keine besonders schöne und friedliche Zeit). Ich frage mich bei jeder weiteren Staffel “will ich die Serie eigentlich noch weitergucken” und dann bin ich wieder total gefesselt. Aber zugegeben, bei manchen Szenen muss ich dann doch mal weggucken…auch wenn ich mittlerweile nicht mehr so extrem sensibel bin was blutige Szenen angeht. ^^ Leider ist mittlerweile 2016 schon die letzte Staffel gelaufen, aber da ich mal wieder überall hinterher hänge, bin ich erst bei Staffel 4 und habe noch ein paar Folgen vor mir. Langsam sollte ich doch mal zur DVD/Bluray greifen, statt ewig auf eine deutsche FreeTV-Ausstrahlung zu warten. Irgendwann hätte ich die Serie eh gerne im Schrank.

Sherlock

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Dass ich ein großer Sherlock Holmes-Fan bin, dürfte ja nichts Neues sein. Trotzdem war ich bei der modernen BBC-Serienversion des Meisterdetektivs lange skeptisch – so richtig konnte ich mir nicht vorstellen, dass Holmes außerhalb seiner Zeit wirklich funktionieren würde. Aber als ich gerade mal wieder eine meiner Realserien-Phasen hatte habe ich dann kurzerhand mal reingeschaut und war schon nach kurzer Zeit begeistert. Toll finde ich als alte Fujoshi die diversen Anspielungen auf eine vermeintliche Beziehung zwischen Sherlock und John (wie etwas Mrs. Hudson fragt ob die beiden wirklich zwei getrennte Schlafzimmer brauchen – herrlich! :D Aber Mrs. Hudson ist eh genial), und als Holmes-Fangirl gefallen mir besonders die Anspielungen auf die originalen Holmes-Fälle von Arthur Conan Doyle, die gekonnt in die moderne Zeit geholt wurden. Da geht es dann zum Beispiel nicht um sechs Napoleon-Büsten, sondern um sechs Margaret Thatcher-Büsten…oder (Spoiler S4) statt eine tödliche Tropenkrankheit vorzutäuschen um einen Verbrecher zu überführen wie in der Originalgeschichte “The Adventure of the Dying Detective” bringt sich Sherlock durch Drogenkonsum hier in wirkliche Gefahr…das Prinzip bleibt aber erkennbar das Gleiche. Oder toll ist auch, wie die immer wieder aufkommenden Vermutungen über einen dritten Holmes-Bruder namens Sherrinford in die Serie eingebaut wurden. Irgendwie gibt es eigentlich keine Folge der Serie, die ich so gar nicht mag (gut…sind ja nur 12 Folgen plus ein Special und evtl. die Pilotepisode), auch wenn ich bei der vierten Staffel zugegeben erst skeptisch war. Die habe ich erst kürzlich gesehen und war mir erst nicht so ganz sicher, ob mir der erstmal deutlich düstere Ton gefallen würde. Aber natürlich wurde ich doch nicht enttäuscht und letzlich waren die drei neuen Folgen wieder ein Erlebnis. Nun stellt sich ja leider für uns Fans die Frage: geht es mit der Serie überhaupt noch weiter? Material wäre natürlich noch da, aber den Schluss von S4 hat man mMn schon bewusst so angelegt, dass es sich nach einem Ende anfühlt. Toll wäre es natürlich ohne Frage, wenn es irgendwann weiterginge…aber wenn nicht, dann bleibt mir halt der x-te Rewatch der vorhandenen Folgen :D

Magnum P.I.

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Hmmm, wie bin ich eigentlich auf die Serie gekommen? Ich glaube als mal ein paar Folgen im TV liefen und ich irgendwie spontan dran hängengeblieben bin. Wobei ich immer mal bei der einen oder anderen 80er-Serie lande, aber die wenigsten bringen mich dann dazu wirklich alle Folgen sehen zu wollen. Bei Magnum war das aber schon der Fall und vor mittlerweile auch schon wieder 4 Jahren (mann, wie die Zeit vergeht, kann das wirklich sein???) habe ich die Serie mächtig gefangirlt. Manchmal denke ich schon, dass ich mindestens ein Jahrzehnt zu spät geboren bin, haha. Jedenfalls fand ich die Serie echt super, das fängt schon bei den Charakteren und der Balance zwischen spannenden Actionszenen und lustigeren Abschnitten an (die ewigen Streitereien zwischen Magnum und Higgins – hach <3 :D). Naja, und dass ich auch irgendwie auf Tom Selleck stehe hat auch geholfen 8D Jedenfalls habe ich die meisten Folgen wirklich genossen, und auch das immer wiederkehrende Thema des Vietnamkrieges ist durch die Serie mehr in meinen Interessenfokus gerückt. Darüber weiß ich noch erstaunlich wenig…und wenn ich Fangirling mit Wissenserweiterung verbinden kann ist das immer gut :)

Ein Käfig voller Helden/Hogan’s Heroes

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Meine neueste Serienentdeckung…und paradoxerweise auch die älteste Serie auf der Liste, immerhin stammt sie ja schon aus den 60ern/70ern. Aber ich mag ältere Sachen eh oft lieber, immerhin gucke auch gerne alte deutsche Filme oder die Olsenbande-Filme etc. Wie auch immer – auch bei ‘Ein Käfig voller Helden’ bin ich zufällig im TV hängengeblieben und habe mich irgendwie gleich in die Serie verliebt. Ich weiß noch, wie ich mich amüsiert habe als ich das erste Mal Oberst Klinks sächsischen Dialekt gehört habe 8D Überhaupt ist die deutsche Synchro eine der großen Stärken der Serie. Ich bin ja normalerweise kein Freund von freien Übersetzungen, aber hier passt es einfach so verdammt gut und trägt viel zum Reiz der Serie bei. Wenn Klink und Hogan etwa über die Wirtschafterin Kalinke diskutieren statt über irgendwelche Nazi-Themen zu reden oder statt einer Ölraffinerie oder Rüstungsfabrik plötzlich eine Fabrik für nachgemachte Coca Cola oder Fertigbratkartoffeln gesprengt werden soll, dann wird alles einfach noch witziger. Ganz zu schweigen von den Dialekten der Deutschen, einfach herrlich :D Allerdings bringt mich die Serie schon irgendwie in ein Dilemma, denn es fühlt sich so falsch an die deutschen Charaktere zu mögen, immerhin geht es ja hier um den zweiten Weltkrieg und damit um Nazis…aber ich mag Klink und Schultz einfach verdammt gerne. Besonders Klink ist mittlerweile schon einer meiner Lieblings-Seriencharaktere überhaupt, nicht nur wegen der Synchro, aber die trägt viel dazu bei :D Was aber nicht heißen soll, dass ich Hogans Truppe weniger mag…hier finde ich insbesondere die Auftritte des stotternden Engländers Newkirk als alte Dame immer herrlich :D Oder die diversen Telefongespräche mit Nazi-Generälen und Offiziellen, bei denen nie jemand merkt wer da wirklich am Telefon war. Was zu der Serie noch interessant zu wissen ist: ausgerechnet einige der deutschen Hauptcharaktere werden von jüdischen Schauspielern gespielt. Und das ist auch ein Grund, weswegen ich die Serie eher als Anti-Kriegs-Serie denn als Kriegsverherrlichung bzw. -verharmlosung sehe. Wie auch immer, mir macht die Serie eine Menge Spaß – und das hätte ich angesichts der Kriegsthematik vorher so nicht erwartet.

Die Nanny

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Hach ja, die Nanny gehört bei mir schon fast zu einer Art Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen. Damals habe ich immer mal die eine oder andere Folge im TV gesehen und habe mich schon damals köstlich amüsiert. Jahre später (genauer gesagt letztes Jahr) habe ich dann endlich mal einen kompletten Watch der Serie angepackt und was soll ich sagen, es hat noch genauso viel Spaß gemacht wie damals. Beim kompletten Anschauen der Serie ist mir auch aufgefallen, dass die Serie eigentlich über die gesamten Episoden eine recht gleichbleibende Qualität hat, was gerade bei Comedy-Serien nicht unbedingt immer der Fall ist. Am tollsten fand ich an der Serie schon früher – und das hat sich auch heute nicht geändert – die Frotzeleien zwischen Niles und C.C., die waren einfach immer zu herrlich. Niles hat ja generell immer tolle Sprüche drauf, aber in Verbindung mit C.C. war es einfach immer perfekt. Und wenn ich ehrlich bin hat mich die Beziehung dieser beiden immer mehr interessiert als die von Maxwell und Fran. Ach, und heutzutage wieder besonders bemerkenswert ist natürlich die Folge mit dem Donald Trump-Cameo – wäre er doch nur dabei geblieben, als Cameo irgendwo aufzutreten statt später Präsidenten-Darsteller zu werden ;)

So, das sind eigentlich schon fast alle Serien, die ich so gesehen habe oder die ich zumindest richtig begeisternd fand/finde. Was Fantasy oder Historisches angeht habe ich in den letzten Jahren noch Da Vinci’s Demons gesehen – was auch ziemlich gut war, aber mir besonders in der dritten Staffel etwas zu wirr wurde…allerdings hatte ich gleich einen Crush auf Lorenzo Medici entwickelt, hihi – sowie Die Musketiere…da müsste ich mir mal die DVDs von S2 holen, mit einer Free TV-Ausstrahlung scheint es ja nichts mehr zu werden…. Im Sitcom-Bereich sagen mir die meisten Serien eher weniger zu, wobei ich King of Queens noch ziemlich lustig fand, vor allem die ersten 2 Staffeln. Aber keine Ahnung, die heutigen Serien in dem Genre sprechen mich einfach weniger an…da würde ich ggf. eher einen Nanny-Rewatch starten.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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3 Comments

Geschrieben von Matsu in Sonstiges, Random Blah

 

Tags: Die Borgias, Die Nanny, Die Tudors, Ein Käfig voller Helden, Game of Thrones, Hogan's Heroes, Magnum, Magnum P.I., Ripper Street, Sherlock, TV-Serien, TV-Shows, The Borgias, The Nanny, The Tudors

  1. Waffel

    21. März 2018 at 08:53

    Wenn du Ein Käfig voller Helden magst, kann ich dir noch M.A.S.H empfehlen. Ist der Vietnam Krieg, nicht ganz so lustig sondern eher ein wenig ernster aber dennoch eine wunderbare Serie :)

     
    • Matsu

      21. März 2018 at 13:47

      Danke für den Tipp, da schaue ich dann mal rein wenn ich mit den Helden durch bin :D

       
  2. Happy Happo

    15. Juni 2018 at 10:34

    @Waffel: Nicht der Vietnam-, sondern der Koreakrieg. Auch wenn sie es im Kinofilm, auf dem die folgende Serie dann basierte, so haben aussehen lassen.

    P. S.: R. I. P. David Ogden Stiers (Charles Winchester) :’-(

     
 

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