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Achievements – oder: Leistungsdruck beim Hobby?

29 Aug

So viel Spaß uns unsere Hobbys auch machen (oder zumindest sollte es ja so sein) – manchmal hat man keine rechte Motivation z.B. eine bestimmte Aufgabe in einem Videogame anzugehen. Da kommen die Achievements ins Spiel.

(Kleine Anmerkung: Als Xbox 360-Gamerin rede ich von Achievements, aber man kann das natürlich genauso gut auf die PS3-Trophäen beziehen ;))

Mal ehrlich: Manche Dinge würde man in einem Videogame wohl nie machen, wenn es keine Belohnung dafür gäbe. Sei es das Erledigen von einer bestimmten Gegneranzahl, das Sammeln von Gegenständen (die natürlich quer über die gesamte Weltkarte verstreut sind) oder das Erfüllen von nervigen Quests. Ich persönlich bin eher der Typ, der die Story durchspielt und meistens nur das Nötigste macht, um den Abspann des Spieles zu sehen. Selbst bei den Pokemon-Games, einer Reihe die ich sehr mag und der ich seit über 10 Jahren treu bin, mache ich meistens nicht viel mehr als ein halbwegs gutes Spielverlaufsteam zu basteln und damit alle Arenaleiter sowie die Top 4 zu schlagen. (Die schwarze Edition war da eine löbliche Ausnahme, denn da habe ich den Pokedex komplettiert – allerdings auch mit nicht ganz unlauteren Motiven, sondern ein bisschen auch zum Angeben xD). Aber die Games auf den modernen Konsolen wie der X360 haben da einen Vorteil: die Achievements!

Grundsätzlich stehe ich den Achievements positiv gegenüber. Manchmal sind diese Punkte einfach eine wirklich gute Motivationshilfe. Eternal Sonata etwa fand ich einfach nur wunderschön und eigentlich hätte ich es auch gerne nochmal durchgespielt. Allerdings, wie ich halt so bin, konnte ich mich nicht dazu aufraffen – es gibt ja noch so viele andere Games und und und. Weil es aber im 2.Durchlauf Achievements gibt die man vorher nicht bekommen konnte habe ich dann nochmal angefangen. Fertig bin ich mit dem zweiten Durchlauf aus Zeitgründen zwar noch nicht, aber das wird noch ;) Oder Samurai Warriors 2: Ich habe dort immer nur mit meinen Lieblingskämpfern gespielt, aber dank der Achievements die es nur gab, wenn man die Storyline von jedem Chara durchzockt habe ich auch einige der anderen Charas erst richtig mögen gelernt. Das hätte ich sonst wohl nie erfahren ;) Bei Ninety-Nine Nights (erster und zweiter Teil) war es ähnlich: ich mochte das Spiel zwar sehr, aber bei einer der späteren Missionen hätte ich das Handtuch geworfen, glaube ich. ^^

Natürlich hat das ganze auch seine Schattenseiten: manche Leute tun fast alles um ihren Gamerscore zu erhöhen. Vor einigen Jahren gab es es etwa mal ein Spiel zur Trickserie „Avatar – The Last Airbender“, mit dem man in praktisch 5 Spielminuten die vollen tausend Punkte abräumen konnte. Ich muss zugeben, dass das Spiel auch in meinem Xbox-Profil auftaucht – ich hatte auch mal so eine Phase in der ich Punkte sammeln wollte. Aber natürlich bleibt da der Spielspaß auf der Strecke – denn über hart verdiente Punkte freut man sich viel mehr als über die vom Avatar-Spiel. Als ich etwa Ninety Nine Nights komplett hatte habe ich mich richtig über meinen Triumph gefreut :) Letztlich muss das aber jeder selber wissen, mir ist mittlerweile der Spielspaß wichtiger als eine astronomische Punktzahl vorzeigen zu können. Ich war halt auch mal jung und dumm. xD Auch sollte man bei der Punktejagd im Hinterkopf behalten: Gaming ist ein Hobby, keine lebenswichtige Pflicht. Also sollte es in erster Linie Spaß bringen und nicht in Leistungsdruck und Frust ausarten.

Worauf ich noch hinaus wollte: Vor einiger Zeit bin ich über MALgraph gestolpert, einer Seite die das MyAnimeList-Profil auswertet und bei der man für bestimmte Erfolge ein Achievement-Symbol im Profil bekommt. Dort gibt es etwa die Kategorien Mecha, Magical Girl und Slice of Life. Tja, wie immer konnte Matsu nicht widerstehen und hat es sich in den Kopf gesetzt für ihr Lieblingsgerne SoL das „100 gesehene Serien“-Achieve zu bekommen. Wobei das mMn unter positive Motivation fällt – denn konnte ich mich endlich aufraffen Minami-ke, Toradora und viele andere gute Serien zu komplettieren. Außerdem bin ich so auf Perlen wie Kino no Tabi gekommen, die sonst wohl noch ewig ihr Dasein auf der Plan to Watch-Liste gefristet hätten. Natürlich sollte man es auch hier nicht übertreiben, das Mecha-Genre mag ich z.B. nicht so sehr und werde da auch kein höheres Achievement anstreben. Eigentlich sind diese Erfolge total nutzlos und dienen nur dazu das eigene Ego zu pushen – aber was soll’s. Ich habe Spaß daran sie zu ergattern ;)

Abschließend meine Frage an euch: Wie seht ihr das? Findet ihr Belohnungen für bestimmte Achievements gut als Motivationshilfe? Oder nervt euch das eher bzw. ist es euch egal?

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Tags: Anime, Hobby, Manga, Random Blah

  1. vigi140

    29. August 2012 at 18:26

    „(Kleine Anmerkung: Als Xbox 360-Gamerin rede ich von Achievements, aber man kann das natürlich genauso gut auf die PS3-Trophäen beziehen ;))“

    Gut zu wissen, ich zocke ja nur PS3 und kann nix mit einer 360 anfangen. Jedem das seine halt :D
    Ich bin, wenn ich ein Spiel durchspiele, auch eher der Typ, der das Spiel möglichst schnell zu Ende bringen will. Ich glaub es gab nur zwei Ausnahmen, GTA San Andreas und die Pokemon Spiele, wo auch ich den Pokedex voll haben wollte.
    Sonst sind Trophen natürlich ein ansporn, auch weniger interssante Sachen zu erledigen, um halt die Trophäe davon im Profil stehen zu haben. Auch wenn mir die Trophäen recht egal sind.
    Es kommt wohl und das ist auch gut so, auf das Spiel an. Wenn es langweilig ist stell ich es halt lieber ins Regal statt dann Lustlus irgendwelchen Quests nach zu jagen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
    Meine Freunde brauchen keine 10000 Trophäen um meine Freunde zu sein :P

     
  2. alex_roston

    31. August 2012 at 20:52

    Mir persönlich sind Achievments (AM) auch nicht wichtig. Manchmal finde ich es sogar richtig dämlich, wenn man einfach für eine erfolgreich bestandene Mission, die man ohnehin machen musste, um weiterzukommen, ein AM bekommt.
    Andererseits ist es auch irgendwie eine Genugtuung, wenn man etwas hinbekommt, was nicht jeder schafft, und man durch das AM belohnt wird^^.

    Allerdings habe ich Spiele, wie Zelda OoT z.B. auch mehrere Male gezockt, ohne dass ich AM brauchte, die mich dazu anspornen. Ich denke die AM sind dann eher eine Möglichkeit, die man sich ausgedacht hat, um auch langweilige Spiele interessanter zu machen. Ein gutes Spiel braucht sowas aber IMO nicht.

    Anderes Beispiel ist wie bei Vigi, San Andreas. Gott, hab ich Stunden an dem Game verbracht. Mein persönliches AM war dann, dass ich mit den Kumpels über die krassen Aktionen, die man im Spiel erlebt hat, reden konnte. Durch die AMs oder Trophäen bei der PS3 sieht man dann immer gleich, wer was erreicht hat, und dadurch wird dieses über ein Spiel quatschen viel unpersönlicher und seltener.

     
  3. Senjou

    1. September 2012 at 22:14

    Also manchmal können Achievments schon interessant sein, da man so manche Abschnitte oder das komplette Spiel auch mal auf eine andere Art und Weise angeht. Wirklich nötig sind sie jetzt nicht, aber manchmal machts einfach Spaß, sich durch besondere Aufgaben sowas zu verdienen.

     
  4. onetrueflower

    4. September 2012 at 19:39

    Dann oute ich mich mal, als einzige Achievement Hure hier, oder? XD
    Ich fands schon immer spaßig und hauptsächlich wichtig für mein Ego alle möglichen Dinge in einem Spiel zu erledigen und zu besiegen. Weshalb es durchaus schon mal ein paar Jahre (!) dauern kann, bis ich so ein Spiel beende (obwohl da auch noch andere Faktoren mein Vorranschreiten drastisch hemmen).
    Lustigerweise bin ich den modernen Achievements und Trophies gegenüber größtenteils immun. Ich will zwar auch meine Gold-Pokale und whatnot haben, aber ich bin auch schon zufrieden wenn ich die Spiele beende.

    Bei Oldschool Spielen ist das dann eher ein krankhaft obsessiver Zwang alles zu ergattern…. Angefangen mit allen Ultimativen Final Fantasy Waffen und besiegten geheimen Boss Gegnern (die idR tougher als Endbosse sind, Level 100/MAX ist ja sowieso ein Muss also kein Problem >:3″), über freigeprügelte neue Beat’em’Up Charaktere und Kostüme bis hin zu optionalen Leveln in Terranigma und Mario Cart. Uswusf.

    Darum machen mich Spiele mit offenem, selbstbestimmten Storyverlauf auch total nervös weil ich unter panischen Vorstellungen leide, etwas falsch zu machen oder zu verpassen. XD“

    Dafür spiele ich kaum ein Game doppelt, weil ich eh schon bis zu hundert Stunden an einem sitze und das dann nicht alle paar Jahre nochmal brauche. Falls es mal zu nem zweiten Lauf kommen sollte, kann ich dann aber prima auf Achievements verzichten, außer wichtige oder hilfreiche (wie zB Yuffie und va Vincent in Final Fantasy VII freizuschalten, oder mir die besten Waffen in Shadow Hearts sichern um den Endboss besser besiegen zu können <3)

    Ein Ansporn das Spiel zu spielen ist das für mich allerdings nicht, denn für mich gehört es ja seit ich zocke dazu und es ist völlig normal alles aus einem Spiel rauszuholen was es hergibt. Nur für's Ego, denn die alten Konsolen hatten ja noch kein schickes Online System sich alles anzeigen zu lassen.

    Kann sein dass ich ein wenig vom Thema abgewichen bin, entschuldigung. Nyoron~ <:3""

     
  5. Bakayaro

    10. September 2012 at 17:29

    Anfangs war es schon immer schön für jede Kleinigkeit belohnt zu werden. Man hat immer die blödesten Sachen angestellt um mal eben 5 GS oder so zu bekommen. Aber so ab den ersten 5.000 wurde der Spaß am Achievement jagen immer geringer. Ab 10.000 war es wirklich immer uninteressanter und mittlerweile ist es immer ein netter Nebeneffekt wenn unten was aufploppt. Irgendwie freut man sich schon über soetwas, ist aber für mich kein Grund mehr 500 versteckte Gegenstände zu suchen die nur für diesen Erfolg da sind. Wenn mir ein Erfolg den „extra kick“ gibt oder einfach Spaß macht dann mach ich ihn auch. Aber mich dazu zwingen mach ich schon lang nicht mehr.

     
  6. TheRealWinston

    1. Juli 2013 at 14:26

    Mir sind Achievements egal, und nerven mich auch nicht, wobei ich sagen muss ich kein leidenschaftlicher Achievement sammler bin, nur sollten Achievements schon eine gewisse kreativität versprühen und nicht immer beende Story auf Normal/Schwer/etc. lauten, eher sollten sie in die Richtung gehen wie „seh dir den Himmel an“ oder „dreh dich im Kreis“, von daher sind meine zwei lieblings Achievements „Liebe kann tödlich sein“ (Metal Gear Solid2 HD-Col, Rose muss Raiden von irgendeinem Dach werfen, ist im Theater-Modus möglich) und „Wie die Lemminge“ (Xenoblade Chronicles, Springe von einer Klippe ins Nichts, und ja die Wii hat kein Achievementsystem, nur kann man bei Xenoblade intern Achievements oder Erungenschaften freispielen)

     
 

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