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MonatsausLESE: Dezember 2019

03 Jan

Sehr viel gelesen habe ich im Dezember mal wieder nicht, dafür war aber immerhin das Meiste schön weihnachtlich und hat für die richtige Dezember-Stimmung gesorgt.

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 6
Seiten-Gesamtzahl: 1365

***

Murder at the Old Vicarage (Jill McGown) 229 Seiten
(Fast) jedes Jahr gibt es diesen einen Weihnachtskrimi, der mich total enttäuscht und den ich letztlich nicht hätte lesen brauchen. In 2019 ist es dieses Exemplar hier. Es fängt schon da an, dass mit der ganzen Aufmachung, dem Cover und dem Text hinten auf dem Buch der Eindruck eines klassischen Krimis aus dem “goldenen Zeitalter” in den 20ern und 30ern a la Agatha Christie erweckt wird. Man merkt dann aber schnell, dass das Buch in Wirklichkeit in den 80ern spielt, wo es auch erschienen ist. Dann kommt dazu, dass die Handlung zwar an Weihnachten spielt, man davon aber genau nichts merkt. Und eingeschneit ist auch keiner, es wird höchstens mal betont wie schlecht man auf den rutschigen Straßen fahren kann…. Und wenn dann auch noch unsympathische Charaktere (sowohl die Ermittler als auch die Verdächtigen) und ein nicht besonders fesselnder Kriminalfall sowie selbst für meinen Geschmack zu viele unnötige Dialoge dazukommen ist die Enttäuschung komplett. Keine Ahnung warum ich das Buch eigentlich bis zum Ende gelesen habe, wahrscheinlich weil ich irgendwann einfach zu weit fortgeschritten war und ich nicht wollte, dass meine bisherige Mühe umsonst war, lol.

A New York Christmas (Anne Perry) 154 Seiten
Hatte ich schon im letzten Jahr angefangen, dann aber nicht mehr beendet, weil mich der Anfang der Geschichte nicht so sehr gepackt hat. Aber das vorweihnachtliche New York zu Beginn des 20.Jahrhunderts war dann doch einen Besuch wert. Leider war aber der eigentliche Kriminalfall recht unspektakulär und mal ehrlich, es war eigentlich sofort klar wer nun der Täter ist. Es hat mich schier zum Verzweifeln gebracht, dass keiner der Charaktere das zu erkennen schien…

A Christmas Secret (Anne Perry) 154 Seiten
Nachdem der andere Perry-Weihnachtskrimi eher so Durchschnitt war, hat mir dieser hier richtig gut gefallen! Ein eingeschneites, idyllisches Dörfchen ist einfach das perfekte Weihnachtssetting <3 Obwohl, so idyllisch ging es unter der Oberfläche im Dorf wohl doch nicht zu, denn die Frau des Vertretungspfarrers findet nach ein paar Tagen den eigentlichen Pfarrer – der eigentlich nur ein paar Tagen im Urlaub sein sollte – tot im Kohlenkeller und bei ihren anschließenden Nachforschungen kommt heraus, dass manche der Dorfbewohner durchaus ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit besitzen. Die Lösung kam dann für mich auch relativ überraschend, mit diesem Täter hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Und das Ende fängt auch den Geist der Weihnacht so richtig schön ein. Hach. (Ja, ich bin halt einfach empfänglich für weihnachtlichen Kitsch, auch wenn ich so gar nicht religiös bin lol)

Der Weihnachtswolf (Helga Glaesener) 120 Seiten
Eine teils traurige und nachdenkliche, irgendwie aber auch hoffnungs- und stimmungsvolle kleine Geschichte, die sich leicht weglesen ließ und mit der Schilderung von verschneiten Wäldern und heulenden Wölfen auch schöne Winterstimmung aufkommen lässt. Und wie auf dem Cover angegeben eignet sich die Geschichte wirklich für Kinder und Erwachsene. Wäre also auch bestimmt schön zum gemütlichen Vorlesen im Familienkreis geeignet. ^^

Weihnachtsgeschichten (Selma Lagerlöf) 159 Seiten
Ich bin zwar kein wirklicher Schweden-Fan und halte es ja eher in Sachen Winter mit verschneiten englischen Herrenhäusern, aber alleine der Gedanke an dick eingeschneite skandinavische Wälder und Holzhäuschen mit Kerzenschein in den Fenstern sorgt direkt für ein wohlig-weihnachtliches Gefühl. Und dafür habe ich diese Geschichten gelesen und wurde nicht enttäuscht. Gefallen haben mir eigentlich alle Geschichten, aber ich glaube “Die Legende von der Christrose” und “Der Weihnachtsmorgen” fand ich besonders schön.

Der Mann in der eisernen Maske (Alexandre Dumas) 549 Seiten
Ein Musketiere-Buch, welches ohne die Musketiere besser dran war, so würde ich diesen Roman mal zusammenfassen. xD Denn den ersten Teil des Buches, in dem es nur um Liebeswirren und Intrigen am französischen Hof ging, fand ich lustigerweise besser als den späteren Verlauf der Story. Natürlich habe ich erst die Duelle der Musketiere vermisst, aber irgendwie war dann auch der Rest ziemlich spannend zu lesen. Nur habe ich mich gewundert wann denn nun der Mann in der eisernen Maske vorkommen würde (und ehrlich gesagt verstehe ich den Titel bis jetzt nicht so ganz, bei Ludwigs Zwilling war nicht einmal die Rede davon, dass er eine Maske trägt???), aber als er dann kam war ich prompt nicht mehr so recht begeistert vom Buch. Und dann noch das deprimierende Ende :( Nee, Band 1 von den Musketieren hat mir da besser gefallen. Keine Ahnung, ob ich jetzt die anderen Bände noch ausprobiere.

***

Passend zu meiner generellen England-Begeisterung am Ende des Jahres habe ich auch gleich mal zu drei entsprechenden Sachbüchern gegriffen. “Elizabeth II. – Das Leben der Queen” lag jetzt schon eine ganze Weile angelesen herum und wie so oft habe ich mich hinterher gefragt warum…denn es ließ sich sehr flüssig lesen und ich habe viel Interessantes erfahren – nicht nur über die Queen selbst, sondern generell auch über die englische Krone sowie das Verhältnis der Royals zur britischen Presse und Politik. Die “Gebrauchsanweisung für England” hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Immer sind die Bände der Gebrauchsanweisung-Reihe ja kein Hit – da hängt viel vom Autor ab, da immer einiges an persönlichen Meinungen der Autoren vorkommt und es mir einfach keinen Spaß macht ein Buch von einen unsympatischen Erzähler zu lesen. Das Problem hatte ich hier aber nicht und die Mischung der angeschnittenen Themen fand ich auch gelungen. Nicht nur die typischen Reiseführer-Themen, sondern auch noch eine Menge Infos über Land und Leute. Und auch noch irgendwie zum Thema passend ist “Sherlock Holmes in 60 Minuten”. Es gibt zwar mittlerweile nicht mehr allzu viel, was mir über die Entstehungsgeschichte von Sherlock Holmes neu ist, allerdings fand ich hier sehr interessant, dass diverse Pastiches mit den Holmes-Nebenfiguren in der Hauptrolle (Irene Adler, Lestrade, etc.) erwähnt wurden. Weil mir nämlich langsam aber sicher doch die Pastiches mit Sherlock höchstpersönlich ausgehen, bin ich schonmal vorbeugend auf der Suche nach mehr Stoff aus dem Holmes-Universum. Und so langsam muss ich mich auch mal durch all die alten Verfilmungen und Serienadaptionen wühlen, darauf hat mir das Büchlein wieder richtig Lust gemacht!

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

Tags: A Christmas Secret, A New York Christmas, Der Mann in der eisernen Maske, Der Weihnachtswolf, Elizabeth II. - Das Leben der Queen, Gebrauchsanweisung für England, Murder at the Old Vicarage, Sherlock Holmes in 60 Minuten, Weihnachtsgeschichten

 

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