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Sayonara 2019 – Ein Jahresrückblick

26 Dez

Nein, wir befinden uns wirklich nicht mehr in den 80ern…denn mit diesem Jahr ist sogar das Jahrzehnt der 2010er schon wieder vorbei. Da fühlt man sich direkt alt, denn nach den 90ern, den 2000ern und eben den 2010ern wird das dann schon das vierte Jahrzehnt, welches ich miterlebe. Äh, ja, aber das gehört nicht hierher, denn es soll ja um das Jahr 2019 gehen. Wie immer gab es einiges an Anime, Games und Co., über das es sich zu berichten lohnt. Und deswegen geht es ohne viele große Worte nun gleich zur Sache!

Allgemein

Hm, naja, ich kann eigentlich immer gar nicht viel Allgemeines sagen. Mein Privatleben halte ich hier eh weitestgehend raus, über das Wetter habe ich mich im Sommer schon ausreichend aufgeregt und mit Politik nerve ich an anderer Stelle vermutlich schon genug. Deswegen könnte ich die Kategorie auch eigentlich weglassen, haha.

Anime

Angefangen hat das Anime-Jahr gleich solide: neben der zweiten Staffel von B-Project (die mir viel besser als die erste gefallen hat!) konnten mit ein paar Abstrichen auch Meiji Tokyo Renka und Grimms Notes unterhalten. Und dann waren da ja noch zwei meiner Jahresfavoriten! Mich persönlich hat die zweite Staffel von Kemono Friends fast so sehr begeistert wie die erste. Auch wenn die noch einen Tick mehr Charme hatte, so haben doch auch die neuen Abenteuer von Serval und Co. eine Menge Spaß gemacht. Mein Highlight im Winter war aber noch eine andere Serie: Kouya no Kotobuki Hikoutai. Jaaa, rein von den Fakten her ist die Serie vielleicht gar nicht mal soooo toll, die CGI-Chars hätten nicht sein müssen und die Story war etwas wirr. Aber, um mich zu überzeugen haben die Flugzeuge und die extrem cool inszenierten Luftkämpfe gereicht. So gut!

Wie schon im letzten Jahr war die Spring Season dagegen ergiebiger. Und es gab mit Strike Witches: 501 Butai Hasshin Shimasu!, Kenja no Mago und Isekai Quartet auch gleich wieder drei richtige Hits für mich. Doch auch andere Serien wie King of Prism, Mayonaka no Occult Komuin, Namu Amida Butsu! Rendai Utena und Senryuu Shoujo wussten zu unterhalten. Leider gab es mit Bakumatsu 2 und Gunjou no Magmell auch zwei Enttäuschungen. Gerade letzteres hatte eigentlich erst so einen guten Eindruck gemacht und war dann doch so schlecht.

Die Summer Season war meine magerste Season des Jahres. Mit Fairy Tail Final Season endete gerade da eine länger laufende Serie, ansonsten wäre es noch schlimmer gewesen. Mo Dao Zu Shi 2 war da noch ein weiterer Höhepunkt, neben dem unterhaltsamen Toaru Kagaku no Accelerator. Leider ein Flop war Katsute Kami Datta Kemono-tachi e, auch hier war der gute erste Eindruck irreführend….

Nach einer so schwachen Season konnte es eigentlich nur besser werden – und das wurde es zum Glück auch wirklich! Ich muss zwar zum Zeitpunkt des Schreibens noch einige Serien beenden, aber für ein Urteil dürfte es schon reichen. Zum Beispiel von Ensemble Stars! liegen noch einige Folgen vor mir, allerdings hat mir die Serie vom Start weg gut gefallen, weil ich nun endlich die mir bisher nur von Artworks bekannten Charaktere endlich mal richtig kennenlernen durfte. Da freue ich mich schon drauf, endlich die restlichen Episoden anzugehen. Richtiggehend positiv überrascht haben mich Chuubyou Gekihatsu Boy und Africa no Salaryman. Beide Serien landeten eigentlich nur als Testkandidaten auf meiner Liste, konnten mich aber durchweg zum Lachen bringen (und Africa hatte als großes Plus noch einige meiner Lieblingsseiyuus dabei!). Solide Unterhaltung gab es auch mit den Fortsetzungen von Granblue Fantasy, Fairy Gone, Psycho-Pass und Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These (wobei ich bei ersterem schon irgendwie den alten Artstyle vermisst habe), und mit den neuen Serien Stand My Heroes, Tokunana, Rifle Is Beautiful und Kandagawa Jet Girls (endlich mal wieder ein schön idiotischer Ecchi hehe). Ein bisschen seltsam war der Auftakt zur Anime-Adaption der Novel Watashi, Nouryoku wa Heikinchi de tte Itta yo ne!, weil der komplette erste Arc flachfiel und es auch sonst einige Änderungen gab. Spaß hat mir die Serie aber trotzdem noch gemacht. Zu guter Letzt gibt es noch zwei Kandidaten, die zwar in dieser Season begonnen haben, aber aus verschiedenen Gründen verspätet enden. Zum einen ist da Babylon, eine Serie, in die ich nur zufällig reingeschaut habe und die mich nach den ersten Folgen sehr gefesselt hat. Im Verlauf der Folgen war ich dann aber nicht mehr so recht überzeugt, mal sehen wie sich das noch entwickeln wird. Spannung bekommt man aber auf jeden Fall einige geboten. Und zu guter Letzt darf natürlich Azur Lane nicht unerwähnt bleiben. Ein Anime zu meinem liebsten Mobage, was kann da schiefgehen? Trotzdem macht es mir der Anime schwer, zu einer Bewertung zu kommen. Inhaltlich kann ich nicht meckern, man bekommt als Fan des Games jede Menge Fanservice in Form der diversen Charaktere geboten. Leider ist die Animationsqualität teilweise eher unschön, um es mal freundlich auszudrücken. Trotzdem habe ich an der Serie so viel Freude, dass ich sie unter meine Jahresfavoriten einordnen muss. Und hoffentlich wird die Qualität für die BD-Version noch etwas aufgehübscht, so dass sich dann auch prompt ein Rewatch im neuen Jahr anbietet.

Müsste ich jetzt einen einzigen Favoriten nennen hätte ich Probleme, aber ich würde mal sagen sehr weit oben sind Kouya no Kotobuki Hikoutai, Kemono Friends 2 und Azur Lane. Vielleicht sind das objektiv gesehen nun wirklich nicht die besten Serien des Jahres, aber auf jeden Fall diejenigen, mit denen ich aus irgendeinem Grund am meisten Spaß hatte!

Manga

Viel war nicht los, obwohl ich doch natürlich wieder einige Bände gelesen habe. Erwähnenswert ist vielleicht, dass ich den kompletten Banana Fish-Manga gelesen habe (all the feels), sowie endlich mit One Piece angefangen habe, nachdem ich im April 200 Folgen des Animes aufgeholt hatte. Und das war es eigentlich schon wieder, für genauere Details verweise ich auf meine Tales of the Week-Posts. xD

Videogames/Mobage

Diesmal konnte ich mich im Vergleich zum Vorjahr sogar etwas steigern und ich habe am Ende 17 Spiele beendet. Und das, obwohl ich doch zwischenzeitlich einige Phasen ohne große Gaming-Motivation dazwischenhatte – aber die Sommermonate sowie der Oktober haben das wieder rausgerissen. Bemerkenswert ist diesmal vor allem die Tatsache, dass sich meine beendeten Spiele auf ganze 4 Konsolen/Handhelds verteilen. Denn neben den alten Bekannten PS Vita und PS4 kamen bei mir eine PS3 und die Switch dazu. Letztere habe ich zwar etwas widerwillig angeschafft, weil ich die neue Pokemon-Generation zocken wollte…aber wenn man das Teil nun schon einmal im Hause hat, kann man auch das Beste draus machen und deswegen habe ich gleich fleißig davon Gebrauch gemacht.

Auch wieder erfreulich ist die Tatsache, dass mir eigentlich alle der beendeten Spiele relativ gut gefallen haben. Allerdings habe ich mich auch von meinem Platin-Perfektionismus verabschiedet. Denn hätte ich Seven Deadly Sins und Pirate Warriors 2 bis zur Platin spielen “müssen” wäre ich verdammt frustriert gewesen und mein Fazit wäre klar negativer ausgefallen. Deswegen: es wird gezockt solange es Spaß macht! Wenn die Platin Spaß macht, gut – wenn nicht, auch gut. Und naja, es sind ja trotzdem noch genug Trophies dabei rausgekommen, wie man oben sieht. Es war also durchaus ein generell gutes Spielejahr, aber wenn ich Favoriten benennen müsste, dann wären es wohl Fate/Extella Link, die Phoenix Wright Trilogy und ja, auch Pokemon Schwert&Schild. Trotz der ganzen Kontroversen um die Games hatte ich wieder viel Spaß damit und letztlich ist das für mich das einzig entscheidende Kriterium.

Was die Mobages angeht stand das Jahr ganz klar im Zeichen von Azur Lane. Eigentlich spiele ich zurzeit ausschließlich dieses Game, während ich bei anderen Spielen nur die täglichen Missionen mache und/oder die Login-Boni einsammle. Aber Azur Lane kann mich immer noch fesseln und ich wüsste manchmal gerne, wie viele Stunden ich schon in das Game investiert habe. Obwohl…die Zahl würde mir wahrscheinlich Angst machen. xD Es gibt aber immer noch genug für mich zu tun, so muss ich z.B. endlich eine Flotte für die späteren Storymissionen trainieren und überhaupt will ich noch einige Schiffe austesten.

Bücher

Seit meinem Höhepunkt mit 177 Büchern im Jahr 2015 (da frage ich mich aber auch bis heute wie das möglich war…) nimmt die Zahl der gelesenen Bücher sukzessive in jedem Jahr ab. Diesmal bewegen wir uns nur im Bereich von ca. 60 Stück zum Zeitpunkt des Schreibens um den Nikolaustag herum. Wenn ich so an frühere Jahre denke fühlt sich das natürlich arg wenig an. Allerdings bin ich trotz allem immer noch in meinem selbst festgelegten Rahmen. Denn: vor Jahren habe ich gehört, dass nur eine sehr kleine Minderheit der Deutschen mehr als 20 Bücher im Jahr liest. Und damals habe ich mir vorgenommen, zumindest diese Zahl immer zu übertreffen. Und das ist – selbst wenn man Sachbücher, Mangas/LNs und was ich sonst noch so lese außer Acht lässt – nun echt kein Problem. So gesehen war ich dann doch wieder gut dabei. Auch das Ziel, jeden Monat mindestens ein englisches Buch zu lesen wurde erfüllt – nur der Abbau der Altlasten hätte besser laufen können. Zwar ist die Zahl der Bücher, die ich 2015 oder früher angeschafft habe gesunken, aber das lag in den meisten Fällen eher daran, dass ich die Bücher irgendwann entnervt aussortiert habe um mal ein kleines Erfolgserlebnis beim Abbau zu haben. ^^”

Wenn ich mir die gelesenen Bücher des Jahres mal genauer anschaue fällt auf, dass viele chinesische Klassiker und auch eine ganze Menge zum Thema Japan dabei war. Gerade die Literatur aus China konnte mich fast durchgehend begeistern und viel Freude hatte ich zum Beispiel an den fünfbändigen Geister- und Liebesgeschichten von Pu Songling. Auch besonders gelungen fand ich die Geschichtensammlung “Die schöne Konkubine” von Feng Menglong. Diese und weitere Sammlungen haben mir in diesem Jahr auch sehr gut über Leseflauten hinweg geholfen! Was Japan angeht, habe ich in diesem Jahr die Sano Ichiro-Reihe beendet und war mit den letzten Bänden nicht mehr so recht zufrieden. Dabei waren die früheren Bände eigentlich echt gut – doch da ich auch hier nach kritischer Überlegung keinen Re-Read machen wollte hat die Reihe dann auch ihren Platz in meinem Regal verloren. Die guten Erinnerungen behalte ich mir aber und das Ende der Reihe vergesse ich gekonnt ;)

Neben der asiatischen Kategorie habe ich mich dann noch quer durch die Genres gelesen, aber größere Phasen zu einem Thema waren ansonsten eher nicht dabei. In Sachen Fantasy hat mir etwa die Lytar-Trilogie von Richard Schwartz sehr gefallen, und bei den historischen Romanen hat das Jahr mit der Catherine de Medici-Trilogie gleich gut begonnen (wobei das eigentlich auch fast die einzigen historischen Romane waren, die ich dieses Jahr gelesen habe….ups). Auch gute Unterhaltung waren einige Bände von Karl Mays Waldröschen-Reihe sowie diverse weihnachtliche Krimis gegen Ende des Jahres. Oh, und den einen oder anderen “normalen” Krimi habe ich über das Jahr verteilt natürlich auch gelesen.

Bei der Suche nach meinen absoluten Lieblingen des Jahres hat mir Goodreads geholfen – dort habe ich nämlich ganze vier Bücher mit 5 Sternen bewertet. Und ich denke, es kommt schon hin, wenn ich diese vier als meine Jahresfavoriten bezeichne:

Sherlock Holmes und der verschwundene Rubin (Adrian Conan Doyle)
Die schöne Konkubine (Feng Menglong)
Verlobung zu dritt (Georgette Heyer)
Alice in Brexitland (Leavis Carroll/Lucien Young)

Jep, das sind meine Favoriten :D Auch eine schön bunt gemischte Liste, so mag ich das! Und nächstes Jahr? Das soll hoffentlich wieder mehr im Zeichen der Altlasten stehen. Wenn möglich will ich von denen noch einiges weglesen, und gegebenenfalls wird kritisch aussortiert.

TV-Serien/Filme

Dieses Jahr stand was die westlichen Serien angeht im Zeichen der Rewatches. Ich arbeite mich gelegentlich wenn ich Lust habe zum zweiten Mal durch alle Folgen von Ein Käfig voller Helden, und auch eine richtige Sherlock-Hypephase hatte ich mal wieder. Eigentlich wollte ich die letzten beiden Staffeln von Game of Thrones auch noch abschließen, aber bisher konnte ich mich einfach noch nicht aufraffen. Insgesamt war ich da allerdings nicht sehr produktiv. Meine Lieblingsserie des Jahres hörte dann sozusagen auf den Namen “Brexit”, denn mit den englischen Parlamentsdebatten zu dem Thema habe ich definitiv wesentlich mehr Zeit verbracht als mit jeder Serie, hehe.

Immerhin, dafür kamen die japanischen Serien wieder mehr in den Vordergrund! Begonnen hat das Jahr da gleich mit meinem persönlichen Highlight: den drei Staffeln von Yuusha Yoshihiko. Ich bin eigentlich ohne Erwartungen an die Serie rangegangen, weil ich auch gar nicht so recht wusste, was mich erwarten würde. Aber es war einfach nur herrlich. xD Übrigens wird die Serie ja oft mit Monty Python’s The Holy Grail verglichen…jetzt wo ich Yoshihiko schon zum zweiten Mal gucke denke ich, ich muss auch dort mal reinschauen, ich mag britischen Humor ja eh. ^^ Jedenfalls fing das Jahr so ja gleich echt gut an, und es ging auch positiv weiter. Erstmal habe ich Kamen Rider Ex-Aid eine zweite Chance gegeben, nachdem beim ersten Versuch der Funke nicht so recht überspringen wollte. Und wow, bin ich froh, dass ich das getan habe! Letztlich kam Ex-Aid in Sachen Unterhaltungswert an meine Lieblingsstaffel Fourze ran und ich will die Serie auf jeden Fall mal rewatchen! Alleine schon wegen Kuroto, der sich im Laufe der Serie definitiv zu meinem Lieblingschar entwickelt hat. xD Gleich im Anschluss kam dann Kamen Rider Build dran, wo ich insbesondere Gentoku super fand…zum Teil auch wegen einer gewissen Entwicklung später in der Serie 8D Mein dritter KR-Versuch war dann leider weniger erfolgreich: Kiva habe ich nach der Hälfte der Serie gedroppt, weil mich leider einfach nichts daran so recht fesseln konnte. Schade!

Ansonsten habe ich noch diverse Specials, z.B. zu Kyuranger und Kyouryuuger, geschaut. Und einige Crossover-Filme und Specials von Kamen Rider und Sentai. Leider habe ich in der zweiten Jahreshälfte auch hier etwas die Motivation verloren, aber immerhin ein paar Serien angetestet habe ich noch. Die werden dann halt im kommenden Jahr beendet!

***

Und das war es auch schon wieder für das Jahr 2019. Für mich persönlich war die vergangene Dekade so sehr von Anime und Manga geprägt wie keine davor – und ich denke mal auch die 2020er Jahre werden ähnlich aussehen! Mal sehen was uns im Jahr 2020 so an neuen Animes, Games und Co. erwarten wird und was ich im nächsten Jahr an dieser Stelle lobend erwähnen werde. Erstmal bleibt mir nur zu sagen: bye-bye und sayonara 2019 und einen guten Rutsch an alle Leser ins neue Jahr 2020!

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Tags: 2019, Jahresrückblick

 

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