RSS
 

MonatsausLESE: Mai 2019

04 Jun

Ein recht japan-lastiger Monat. Aber immerhin schaffe ich es mittlerweile mal wieder ein paar ältere Bücher wegzulesen. Der Stapel auf meinem Nachttisch schrumpft zumindest merklich :D Kann aber alles noch besser werden, hoffentlich bleibe ich dran!

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 7
Seiten-Gesamtzahl:

***

The Incense Game (Laura Joh Rowland) 290 Seiten
Gut gefallen hat mir, wie in diesem Band das große Erdbeben im Jahr 1703 eingebaut wurde. Außerdem konnte man noch etwas über Kodo, die sogenannten Duftspiele im alten Japan lernen. Scheinbar handelte es sich dabei um Zeremonien, die einer Teezeremonie ähnelten – bei denen es aber um duftendes Räucherwerk ging. Davon wusste ich persönlich noch nicht viel, also war das schonmal interessant. Auch der Fall an sich war relativ spannend, mit der Enthüllung gegen Ende des Buches hätte ich jetzt nicht unbedingt gerechnet und so war das insgesamt wieder ein guter Band der Reihe.

The Shogun’s Daughter (Laura Joh Rowland) 326 Seiten
Wenn dann der nächste Band nur dieses Niveau mal gehalten hätte. Auch hier ist der Fall an sich und die Hintergrundschichte um den falschen Tokugawa-Erben Yoshisato zwar durchaus spannend, aber das Drumherum…. Sano verliert auf einmal seine Loyalität zum Shogun, weil der ihn unfair behandelt. Ja, äh, das hatten wir zwar in jedem vorigen Band der Reihe auch, aber da wurde Sanos Geduld nie so sehr strapaziert obwohl eigentlich immer seine Familie in tödlicher Gefahr war? Gut, irgendwann reißt jedem der Geduldsfaden, aber dass Sano gleich mal eine 180 Grad-Wende in Sachen Ehre gemacht hat…naja. Außerdem ist mir in diesem Band mal wieder aufgefallen, dass ich die Interaktionen von Sanos Familie untereinander einfach nicht mag bzw. nicht sehr gelungen finde. Da lieben sich z.B. Sano und Reiko über alles, aber dann gibt es doch gleich wieder große Verstimmungen wenn einer der beiden etwas sagt was der andere nicht versteht etc. Ich sehe da irgendwie keine so wirklich tiefe Liebe zwischen den beiden, und das kann man nicht nur mit Unterschieden in der japanischen Kultur erklären. Und diese unsägliche Geschichte um Hirata, die magischen Martial Arts-Kämpfer und den Geist eines Generals aus der Schlacht von Sekigahara wird auch immer blöder und verfolgt uns jetzt noch bis in den letzten Band. Meh. Immer noch gut ist die Reihe aber, wenn es an politische Intrigen und die Aufklärung der Kriminalfälle geht. Und darum sollte es schließlich in erster Linie gehen. Aber wahrscheinlich wäre es doch besser gewesen wenn die Autorin die Reihe früher zu einem Abschluss gebracht hätte.

Blütenmond 352 Seiten
Mittlerweile kenne ich ja doch einiges aus der älteren japanischen Literatur, aber in diesem Buch waren erstaunlicherweise doch einige Autoren und Werke vertreten, die ich noch gar nicht kannte! Da freut man sich als Leser doch besonders, zumal auch die Qualität der Auswahl stimmte. Schön fand ich auch, dass einige Haikus sowie Theaterstücke mit dabei waren.

Zeit der Zikaden 255 Seiten
Hm, die Sammlung mit Geschichten aus der Gegenwart hat mich dagegen weniger überzeugt. Dabei hat es eigentlich gut angefangen: “Tod eines Angestellten” von Takashi Atoda hat mich gleich richtig überrascht. Und das, obwohl die Geschichte keine 3 Seiten lang ist! Und “Ein Elefant verschwindet” von Haruki Murakami hat mir auch noch gefallen. Wenn man die Story als Maßstab für Murakamis Romane nehmen darf dürften die ja dann auch etwas für mich sein. Ansonsten fand ich die Geschichten vom Ton her oft zu deprimierend oder schlicht langweilig. Sorry.

Japan-Reportagen (Rene Wagner) 168 Seiten
Ein bisschen haben mich die Japan-Reportagen an Kurzberichte von Korrespondenten im TV erinnert. Davon habe ich nämlich früher in diesem Jahr einige gesehen und durch die Kürze der Berichte entsteht ein ähnlicher Eindruck. Das vorliegende Buch hat mir aber nicht hundertprozentig gefallen, weil ich dem Berichterstatter manchmal nicht so recht zustimmen konnte, wenn er seine persönliche Meinung einfließen ließ. Ist ja aber auch mal ganz interessant – wenn auch vieles natürlich mittlerweile längst anders sein dürfte, immerhin ist das Buch schon etwas älter.

Zwei Leben im Traum (Pu Sung-ling) 576 Seiten
Wieder ein sehr guter Band, wenn ich auch wahrscheinlich keine Kurzgeschichten mehr vor dem Einschlafen lesen sollte. Dann merke ich mir den Inhalt immer so schlecht xD Dass es mir wirklich gut gefallen hat weiß ich aber noch, haha. Mal sehen, ob ich mir Band 3-5 jetzt etwas aufspare oder gleich weiterlese.

Das Waldröschen 5: Ein Gardeleutnant (Karl May) 291 Seiten
Jetzt hat es doch ein bisschen länger gedauert, bis ich den nächsten Band der Reihe gelesen habe. Wahrscheinlich liegt dass daran, dass seit dem letzten Band ein Zeitsprung von 16 Jahren dazwischenkam und die Handlung erstmal an einer ganz anderen Stelle weiterging: nämlich mit den ersten Erfahrungen des mittlerweile erwachsenen Kurt Helmers als Offizier. Eigentlich fand ich diesen Teil gar nicht mal so schlecht, aber man wollte halt doch lieber wissen, was nun eigentlich aus all den anderen Charakteren geworden war. Dazu kam die Handlung dann immerhin im zweiten Teil des Buches wieder zurück, wenn auch mit einem ganz schönen Umweg. Der aber wieder mal zum Ziel führte, wie so oft in dieser Buchreihe. Und am Ende gab es dann auch ein richtiges Happy End. Ich schätze mal, in den nächsten Bänden werden unsere Helden dann endlich den diversen Bösewichtern den Garaus machen, bevor es zum großen Wiedersehen mit der Familie kommt :D

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

More Posts - Website - Twitter - Facebook

 
No Comments

Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

Tags: Blütenmond, Das Waldröschen, Ein Gardeleutnant, Japan-Reportagen, The Incense Game, The Shogun's Daughter, Zeit der Zikaden, Zwei Leben im Traum

 

Leave a Reply