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MonatsausLESE: Januar 2019

05 Feb

Das neue Jahr beginnt genauso, wie das alte aufgehört hat: mit einem eher schwachen Lesemonat. Mittlerweile habe ich aber doch wieder etwas mehr Leselust bekommen, so dass der Februar hoffentlich besser aussehen wird. Gut wäre es jedenfalls, denn ich habe kürzlich mal wieder meine ungelesenen Bücher gezählt. Nun ja, ich hätte die Zahl auf vielleicht 100-120 Stück geschätzt, in Wahrheit sind es aber 225 Stück. Ups. Naja, da habe ich gleich umso mehr Grund, das wieder anzugehen!

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 3
Seiten-Gesamtzahl: 1025

***

Das Waldröschen 1 + 2: Die Tochter des Granden / Der Schatz der Mixtekas (Karl May) 372/248 Seiten
Wenn man an Karl May denkt kommt einem natürlich zuerst Winnetou in den Sinn – und vielleicht noch die im Orient spielenden Romane wie z.B. „Durchs wilde Kurdistan“. (Oder man denkt an gar nichts, weil in meiner Altersgruppe heutztage wahrscheinlich niemand mehr Karl May liest xD) Da ich das aber längst alles gelesen habe, wurde es Zeit auch mal die anderen Werke von Karl May unter die Lupe zu nehmen. Vor allem mein Interesse geweckt hat „Das Waldröschen“, ein in meiner Ausgabe auf zehn Bände verteiltes Werk, welches ursprünglich in Heftform erschienen ist und, nun ja, literarisch nicht als großes Meisterwerk gilt. Aber wegen der literarischen Finessen lese zumindest ich die Abenteuerromane von Karl May eh nicht, sondern wegen der Spannung und der guten Unterhaltung. Und die bekommt man auch hier geboten, soweit ich das bisher mitbekommen habe. Es ist wirklich toll, wie die Geschichte immer verwickelter wird und immer mehr neue Figuren dazu kommen, wenn der Schauplatz der Handlung wechselt. In Band 1 erlebt der Leser z.B. vorwiegend was in Spanien auf dem Landsitz des Grafen Rodriganda passiert – und das ist eigentlich alleine schon spannend genug – bis dann der Schauplatz nach Deutschland wechselt. Und in Band 2 geht es dann in Mexiko weiter – trotzdem hängt alles zusammen und irgendwann werden die Handlungsstränge dann zusammenlaufen, schätze ich. Mir gefällt es jedenfalls und es macht auch viel Spaß, dem Intrigenspiel der Bösen zuzuschauen…denn egal was passiert, man kann sich eigentlich ziemlich sicher sein, dass am Ende das Gute siegen wird. Ist bei Karl May ja irgendwie immer so und das macht die Bücher beim Lesen auch so entspannend. So sehr ich ansonsten auch vielschichtige Bösewichte mit manchmal gar nicht sooo bösen Motiven mag, aber auch der klassische Kampf des wirklich Guten gegen das wirklich Böse kann seinen Reiz haben, wenn er gut geschrieben ist. Und zumindest für mich ist das hier der Fall.

Madame Serpent (Jean Plaidy) 405 Seiten
Egal wie wenig ich lese: die Regel, dass mindestens ein englisches Buch dabei sein muss ist mir mittlerweile heilig und daher habe ich zum Monatsende schnell noch den ersten Band einer Trilogie von Jean Plaidy abgeschlossen. Bisher habe ich von ihr ja nur Bände aus der Tudor-Reihe gelesen, von denen ich aber schon sehr angetan war. Zeitlich spielt diese Trilogie im selben Zeitalter, allerdings geht es hier statt um die Tudors um den französischen Hof, genauer gesagt um Catherine de Medici. Sie heiratet zu Beginn des Buches den Thronfolger Henry of Orleans und der Leser erlebt mit, wie sie verzweifelt versucht die Zuneigung ihres Ehemanns zu gewinnen, der sich lieber mit seiner alternden Mätresse Diane vergnügt. Es war wirklich spannend zu erleben, wie Catherine sich im Laufe der Handlung weiter entwickelt und nach und nach Lust am Intrigieren gewinnt. Und all das, während der Großteil der Höflinge sie für verschüchtert und langweilig hält. Ich wusste bisher praktisch nichts über Frankreich zu dieser Zeit – außer eben das, was ich von den Tudors mitbekommen hatte – und wie es aussieht ist auch das eine wirklich spannende geschichtliche Periode. Und Catherine de Medici ist ebenfalls eine interessante historische Persönlichkeit. Ich will mich sozusagen nicht für die beiden kommenden Romane spoilern, deswegen kann ich jetzt noch nichts in Sachbüchern über diese Zeit nachlesen…aber sobald ich mit den Romanen fertig bin, werde ich das gleich tun. :)

***

Wenn es schon bei den Romanen so mager aussieht, muss man doch immerhin ein paar Sachbücher lesen und/oder anschauen. Die beiden Bände tum Thema Eisenbahn in der DDR haben ja einen recht hohen Bildanteil, deswegen möchte ich da eigentlich nicht von „durchlesen“ sprechen. Interessant waren sie aber trotzdem…es ist schon etwas schade wenn man so sieht, was aus dem einstmals so dichten Schienennetz im Osten geworden ist. Da hätte man bestimmt mehr draus machen können…. Auch ums Thema Bahn geht es in „Success Story“. Einer der Macher der japanischen Bahnreform erläutert die Beweggründe, Maßnahmen und Resultate des Umbaus von der Staatsbahn zu den diversen JR-Privatunternehmen in Japan. Die Verhältnisse in Japan und Deutschland sind zwar sehr verschieden und in mancherlei Hinsicht nicht vergleichbar, allerdings ärgert es einen beim Lesen doch irgendwie, dass manches bei uns nicht mal so in Betracht gezogen werden würde. Dass man in Japan zum Beispiel versucht die Ticketpreise nicht ständig zu erhöhen…darüber kann man in Europa ja irgendwie nur lachen. So oder so, es ist interessant zu sehen, wie so eine große Reform in anderen Ländern umgesetzt wird und funktionieren kann. Auch wenn sicher auch bei der japanischen Bahn nicht alles perfekt ist.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Geschrieben von Matsu in Reviews, Buchvorstellungen

 

Tags: Der Schatz der Mixtekas, Die Tochter des Granden, Madame Serpent

 

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