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MonatsausLESE: März 2017

04 Apr

märz2017

Wieder 9 Bücher in diesem Monat geschafft, darunter eine ganze Fantasy-Reihe. Klingt eigentlich recht gut! Übrigens habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, jeden Monat mindestens ein englischsprachiges Buch zu lesen. Im Februar war leider keins dabei, dafür habe ich im März zusätzlich ein zweites gelesen, womit ich also noch im Soll bin ;)

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 9
Seiten-Gesamtzahl: 4443

***

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Die Götterkriege Band 1-7 (Richard Schwartz) 638/558/696/394/575/552/521 Seiten
ACHTUNG SPOILER// Nachdem ich letzten Monat endlich mit der Askir-Saga fertig geworden bin, habe ich mir diesen Monat gleich die nachfolgende Götterkriege-Saga vorgenommen. Der Anfang war dann auch erstmal richtig gut: die ersten 3 Bände boten richtig gute klassische Fantasy-Kost und irgendwie störte es mich nicht mal besonders, dass Band 1 und 2 nicht aus Havalds Sicht erzählt wurden. Es gab spannende Schlachten, übliche „eine Gruppe Helden zieht auf einer Quest durch die Lande“-Szenen und allgemein machten mir die Bände richtig Spaß. Band 4 gefiel mir dann schon weniger gut – zwar war klar, dass Havald schon aufgrund der Prophezeiung laut derer er den Götterkrieg beenden würde irgendwann wohl spezielle Fähigkeiten bekommen würde. Nur ging das irgendwie zu plötzlich und Havald wurde plötzlich beinahe zu einem Alleskönner, so dass ich den einfachen Krieger vom Anfang schnell etwas vermisste. Außerdem war der Band auch sonst storytechnisch etwas langweilig. Da war der nächste Band – genaugenommen Band 4.5 – überraschenderweise ein Lichtblick. Hier stand wieder mal der Meisterdieb Wiesel im Mittelpunkt, der mitten in eine Verschwörung die Kaiserin hineingeriet. Diesen Band fand ich richtig interessant, weil es spannend war zu sehen wie die Verschwörung aufgedeckt werden würde – und weil ich den neuen Charakter, die Inquisitorin Kyra sehr gerne mochte. Danach hatte ich beinahe keine Lust wieder zur Hauptstory zurückzukehren. Immerhin hatten die letzten beiden Bände auch nochmal ihre spannenden Momente (wie etwa die Entführung eines Drachen oder der Kampf Asela gegen Farlin und alles was daran hing). Irgendwann fragte ich mich aber, wie in nun nur noch gut 100 Seiten die Handlung zu einem zufriedenstellenden Abschluss gebracht werden sollte. So ganz gelang es dann auch nicht – der Endkampf war einfach nur extrem unspektakulär und kurz. Gut, okay, mittlerweile waren die Helden deutlich stärker geworden als zu Beginn. Aber dass es dann so leicht werden würde den großen Bösewicht zu besiegen…naja. Scheinbar stand der Autor beim letzten Band unter Zeitdruck von Seiten des Verlages, was einiges erklären würde. Denn auch ansonsten waren die Schilderungen der Kämpfe, Umgebungen, Charaktere, etc. nicht mehr so ausführlich wie gewohnt. Der Epilog war dann übrigens auch etwas…seltsam. Darauf komme ich gleich nochmal zurück.

Kommen wir mal zu sonstigen störenden Punkten. Schon in der Askir-Saga hat mich das Liebesdreieck Havald-Leandra-Serafine teilweise sehr genervt. Aber während es da noch Leandra war, deren Standpunkt mich störte machte sie danach eine sehr positive Wandlung durch und nahm fortan auf Havald Rücksicht und hatte Verständnis für ihn. Serafine dagegen…ganz im Gegenteil. Sie nörgelte praktisch dauerhaft an Havald herum (sei es nun seine Kleidung, sein Verhalten, was auch immer) und vertraute ihm einfach so gar nicht mehr – obwohl sie ihn doch angeblich liebte, auch weil sie schon in eine frühere Existenz seiner Seele verliebt war. Das artete irgendwann derart aus, dass man ihr Verhalten einfach nicht mehr nachvollziehen konnte und einfach nur noch genervt war. Als Erklärung gab es dann irgendwann, dass sie nur deshalb so kalt ihm gegenüber war, weil sie meinte in dieser Existenz kein Recht auf seine Liebe zu haben und ihn deswegen lieber hassen wollte. Wow, ernsthaft, Mädel? Und das mitten in einem Krieg, wo es ja nur um den Fortbestand der freien Welt ging? Nun ja. Dass dann im Epilog Havald erstmal sein Leben mit Serafine verbringt und Kinder zeugt, nur um dann erst nach ihrem Tod zu seiner wahren Liebe Leandra (die ist ja ne Elfe und eine der Alten, die lebt ewig und kann warten!) zu gehen fand ich ziemlich befremdlich.

Weitere kleinere störende Dinge: auf die immer wieder erwähnte Prophezeiung wurde irgendwann gar kein Bezug mehr genommen und eingetroffen ist sie auch nicht, wo war also der Sinn? Oder Sieglinde und Janos wurden irgendwann geradezu aus der Geschichte rausgeschrieben. Ach, und warum Varosch an einem Punkt von den Toten zurückkehrte, nur um dann nicht lange danach einen endgültigen, nicht besonders sinnvollen Tod zu sterben habe ich auch nicht verstanden. Irgendwie dachte ich, er würde erneut zurückkommen…aber nope. Dass damit meinem Lieblingschara, der Dunkelelfe Zokora bloß unnötiger Schmerz zugefügt wurde fand ich jetzt nicht so toll….oder sollte das als Lektion für sie dienen um menschliche Emotionen verstehen zu lernen? Fragen über Fragen.

Da ich jetzt so viel gemeckert habe klingt es wahrscheinlich, als hätten mir die Bücher nicht besonders gefallen. Der Eindruck täuscht aber, denn insgesamt habe ich die Reihe wirklich gerne gelesen. Meistens war es spannend genug um mich zum Weiterlesen zu motivieren, ich mochte das Setting und die Welt sowie auch die Charaktere wirklich gerne. Sonst hätte ich schließlich auch nicht so viele Bände davon am Stück gelesen, oder? ;) Grundsätzlich sind Askir und die Götterkriege durchaus lesenswerte Fantasy-Reihen, die ich auch weiterempfehlen würde.

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Murder on a Girls Night Out (Anne George) 244 Seiten
Der erste Band der Reihe um die „Southern Sisters“. Weil es den nicht auf Deutsch gibt, habe ich ihn erst jetzt am Ende der Reihe gelesen. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich nun schon die späteren Bände kenne. Aber der erste Band war im Vergleich zu den anderen noch etwas langweilig. Okay, viel will das bei der Reihe nicht heißen, es ging trotzdem verrückt genug zu. Doch irgendwie….war da alles noch nicht so ganz ausgereift wie später. Schlecht ist es trotzdem nicht!

Murder Makes Waves (Anne George) 265 Seiten
Das hier ist Band 4 der Reihe, und auch dieser wurde nicht ins Deutsche übersetzt. Die Sprache war aber irgendwie gar kein Problem, das Englisch ließ sich so leicht lesen, dass ich manchmal direkt vergessen habe, dass ich gerade nicht in meiner Muttersprache lese. Auch inhaltlich hat mir dieser Band wieder gewohnt gut gefallen. Als einziger der 8 Bände spielte dieser hier übrigens nicht in Birmingham, Alabama, sondern in einem Ferienort an der Küste. Natürlich stolpern die Schwestern aber auch hier über Leichen, wie soll es anders sein? Tja, nun bin ich endgültig fertig mit der Reihe, was mich etwas traurig stimmt. Klar, ich kann die Bände irgendwann ein zweites Mal lesen, aber das ist nicht dasselbe :/

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Geschrieben von Matsu in Buchvorstellungen, Reviews

 

Tags: Das blutige Land, Der Inquisitor von Askir, Der Wanderer, Die Festung der Titanen, Die Macht der Alten, Die Rose von Illian, Die weiße Flamme, Götterkriege, Murder Makes Waves, Murder on a Girls Night Out

 

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