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MonatsausLESE: Dezember 2016

03 Jan

dezember2016

Das Lesejahr 2016 endete mit einer Menge ziemlich dünnen Büchern, größtenteils zum Thema Weihnachten. Insgesamt muss ich – wie schon im Jahresrückblick erwähnt – einfach sagen, dass es kein besonders gutes Lesejahr war, trotz der am Ende hohen Zahl von 140 Büchern. Für das nächste Jahr gilt es nun definitiv, die ungelesenen Berge zumindest etwas abzubauen. Ich sollte mir dazu wirklich ein mehr oder weniger strenges Kaufverbot auferlegen. ^^“

Statistisches (ohne Sachbücher)
Anzahl Bücher: 10
Seiten-Gesamtzahl: 1953

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Mörderische Familienbande (Anne George) 297 Seiten
So, das war jetzt endgültig der letzte Band der Reihe, den ich auf Deutsch lesen konnte :/ Diesmal ging es um Todesfälle in der Genealogen-Szene und unser altbekanntes Schwesternpaar wird in das reinste Komplott hineingezogen. Übrigens ist mir jetzt erst aufgefallen wie gut der Vergleich mit Miss Marple eigentlich passt – und das nicht nur wegen dem Alter der Heldinnen. Vielmehr wegen der Tatsache dass die beiden wie schon Miss Marple eigentlich nicht im klassischen Sinne ermitteln, sondern eigentlich nur ihre Hilfe anbieten oder Neugier an einer Sache zeigen und dann so nebenbei zur Lösung eines Falles kommen. Naja, aber es gibt auch gewaltige Unterschiede zwischen beidem, aber ich mag beides gerne.

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Sherlock Holmes: Der ägyptische Schatz / Eine Weihnachtsgeschichte (Francis London) 57/98 Seiten
Bei Holmes-Erzählungen von anderen Autoren als Arthur Conan Doyle bin ich erstmal immer skeptisch, weil es nicht jeder Autor hinbekommt das Flair der originalen Geschichten wiederzugeben. Doch in diesem Fall ist das gut gelungen, und so kam es mir nach einer Weile fast so vor als würde ich eines der „Originale“ lesen. Gefällt mir sehr gut und daher werde ich auch noch die weiteren Holmes-Geschichten von Francis London kaufen.

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Inspektor Jury bricht das Eis (Martha Grimes) 312 Seiten
Der Anfang hat mir erst gar nicht mal so gefallen, dann entwickelte sich das Buch aber doch noch in die richtige Richtung und ist wohl nun einer meiner Lieblingsbände aus der Reihe. Ich mag einfach in den meisten Fällen solche Geschichten, in denen in einem eingeschneiten Haus ein Mord passiert wirklich gerne. Dazu kamen noch diverse Erwähnungen von Snooker und sogar einen Cameo-Auftritt eines realen Snookerprofis – den ich zwar in seiner aktiven Zeit nicht mehr erlebt habe, aber trotzdem habe ich das gleich gemerkt. ^^

Die Weihnachtsleiche / Der Weihnachtsbesuch (Anne Perry) 336 Seiten
Hm. Die erste Geschichte war zwar auch wieder eine um einen Mord in einem eingeschneiten Herrenhaus, trotzdem hat die mir nicht so wirklich gut gefallen, zumal auch das weihnachtliche Flair irgendwie zu kurz kam. Die zweite Geschichte war da schon besser, wenn auch der Schluss etwas abrupt kam und man alles noch etwas ausführlicher hätte beenden können. Trotzdem war es unterhaltsame Lektüre und ich glaube ich schaue mir die historischen Krimis der Autorin noch mal näher an. Für englische historische Krimis habe ich einfach eine Schwäche…

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The Santa Klaus Murder (Mavis Doriel Hay) 282 Seiten
Gewundert hat mich erstmal der Titel….müsste es nicht Santa „Claus“ heißen und nicht „Klaus“? Aber da die Bezeichnung laut Buch eh irgendwie aus dem Deutschen entlehnt wurde ist es wiederum logisch. Inhaltlich ist es ein klassischer Kriminalroman mit einem Mord, jeder Menge Verdächtigen (die natürlich alle mehr oder weniger ein Motiv haben) und einem Ermittler, der nun Licht ins Dunkel bringen muss. Für ein bisschen Abwechslung sorgt die Tatsache, dass manche Kapitel aus der Sicht anderer Charaktere erzählt werden. Das fand ich gut gelungen, denn während der Ermittler seinen Bericht natürlich eher nüchtern hält merkt man der Tante der Familie doch eine gewisse Hysterie und Vorurteile in ihrer Erzählung an.

Mystery in White (J.Jefferson Farjeon) 256 Seiten
Anfangs fand ich die Geschichte zugegeben ziemlich langweilig und ich war mir gar nicht sicher ob ich das Buch beenden würde. Irgendwann machte es dann aber doch Spaß die Handlung zusammen mit den Charakteren mitzuerleben und auch wenn die meiste Zeit eigentlich nicht wirklich viel passierte hatte das Buch doch eine gewisse Atmosphäre, die mir gut gefallen hat. Vielleicht besorge ich mir mal noch weitere Krimis des Autors, immerhin stammen seine Werke aus der goldenen Zeit des englischen Krimis und sollten mir von daher eigentlich gefallen.

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Christkind verkehrt (Hans Fallada) 144 Seiten
Ich muss zugeben, dass mir die kindliche Freude an Weihnachten mittlerweile vergangen ist – naja, wird im Alter von 25 Jahren ja auch mal Zeit, haha. Trotzdem war es aber schön, Geschichten aus einer Zeit zu lesen, in der Weihnachten sowohl für Kinder als auch Erwachsene noch etwas ganz Besonderes war, worauf man sich wochenlang freute. Und wo die Kinder dann unter dem Baum zwar im Vergleich zu heute nur wenige Gaben fanden, sich über diese aber umso mehr freuten. Schmunzeln musste ich auch bei der Geschichte vom Spielzeughund Hoppelpoppel…die kannte ich noch aus Schulzeiten ;)

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Die Dichterin und die Masken (Fumiko Enchi) 142 Seiten
Was für eine seltsame, aber doch wahnsinnig fesselnde Geschichte. Da fällt es mir eigentlich fast schwer wirklich etwas darüber sagen zu können. Gefallen hat mir der Roman jedenfalls (auch wenn ich nicht ganz weiß was am Ende eigentlich genau passiert ist), auch wegen den interessanten starken Frauenfiguren. Obwohl die Geschichte aus der Sicht der beiden Männer Ibuki und Mikame erzählt wird, treiben doch die Taten der beiden Frauen Yasuko und Mieko die Handlung voran. Wirklich ein faszinierendes Werk.

Riki und Rumie (Edith Bergner/Dieter Müller) 29 Seiten
Wieder ein Kinderbuch, welches in der ehemaligen DDR erschienen ist und ein japanisches Thema hat. Schon erstaunlich, was da so alles erschienen ist! Die Geschichte von Riki und Rumie hat deutlich weniger Text als etwa die japanischen Märchen von letztem Monat, aber das habe ich auch nicht anders erwartet und zusammen mit den hübschen Illustrationen hat es trotzdem Spaß gemacht das Büchlein durchzublättern.

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Wenn ich schon romantechnisch diesen Monat nicht besonders viel verschlungen habe, so sind diesmal aber immerhin auch drei Sachbücher mit dabei. Zum einen „The Gardens of Japan„, einen Bildband, in dem diverse berühmte japanische Gärten in Bild und Text vorgestellt werden. Ein weiteres Thema, mit welchem ich mich befasst habe waren „Japanische Religionen“ – in diesem Buch erhält man einen Überblick über die Entwicklung der Religion in Japan und auch über den heutigen Stand der Religion im japanischen Alltag. Und als drittes habe ich noch die „Gebrauchsanweisung für Japan“ gelesen. Mal wieder ein Buch, in dem ein Deutscher mit Japan-Kenntnissen über Land und Leute berichtet – und es hat mir mal wieder gut gefallen. Kann ich also empfehlen, ist ja nicht bei jedem Buch dieser Art so. Da habe ich auch schon mal nen Flop auf dem Lesestapel gehabt….

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Geschrieben von Matsu in Buchvorstellungen, Reviews

 

Tags: Christkind verkehrt, Der ägyptische Schatz, Der Weihnachtsbesuch, Die Dichterin und die Masken, Die Weihnachtsleiche, Eine Weihnachtsgeschichte, Inspektor Jury bricht das Eis, Mörderische Familienbande, Mystery in White, Riki und Rumie, The Santa Klaus Murder

 

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