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Sayonara 2016 – Ein Jahresrückblick

29 Dez

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Conan und die Detective Boys sind einem heißen Fall auf der Spur – können sie klären, warum das Jahr 2016 gefühlt so schrecklich war? Aber selbst wenn nicht – hier kommt mein obligatorischer Jahresrückblick. Ich hoffe ihr habt beim Lesen so viel Spaß wie Genta ;)

Allgemein

Ob es überhaupt jemanden gibt, der diesem Jahr nachtrauern wird? Für jeden, der sich nur ansatzweise mit Politik befasst oder zumindest in der Hinsicht nicht völlig ignorant ist war 2016 einfach ein schreckliches Jahr. Brexit, Trump und dazu noch viele kleine negative Dinge haben jedenfalls dafür gesorgt, dass ich mehr als froh bin dass das Jahr nun hinter uns liegt. Gut, ein neues Jahr heißt ja nicht automatisch, dass irgendetwas besser wird….aber schlimmer geht fast nimmer. Eigentlich komisch, dass zumindest die Fußball-EM dieses Mal in meinem Sinne ausging, das war wohl der einzige Lichtblick! Mein Privatleben lasse ich mal außen vor, da passiert eh nie etwas. Ist mir aber auch irgendwo recht so ;)

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Anime

Animetechnisch waren irgendwie nicht wirklich viele Highlights dabei, finde ich – aber immerhin auch einiges an solider Kost. Schon die erste Season des Jahres – die Winter Season – hatte viel Durchschnitt zu bieten, aber auch noch einige Serien mit denen ich persönlich viel Spaß hatte, wie etwa KonoSuba, GATE 2, Hai to Gensou no Grimgar oder Norn9. Und mit Boku dake ga Inai Machi und Shouwa Genroku Rakugo Shinjuu waren sogar zwei richtige Perlen dabei. Alles in allem doch eine recht gute Season.

In der Spring Season hatte ich irgendwann damit begonnen, Ansatsu Kyoushitsu/Assassination Classroom aufzuholen, so dass ich dann die zweite Staffel bis zum Ende wöchentlich verfolgen konnte. Die Serie war definitiv eines meiner Jahreshighlights, weswegen ich mir inzwischen auch alle Mangabände geholt habe. Auch sonst hatte diese Season einige Animes dabei, welche mir richtig gut gefallen haben: Bungou Stray Dogs, Flying Witch, Gakusen Toshi Asterisk 2, Haifuri und Mayoiga (ja, letzteres ist kein Witz, ich mochte die Serie vollkommen unironisch). Enttäuscht hat mich dagegen Kuma Miko, eine Serie deren Ende auch in Japan kontroverse Diskussionen ausgelöst hat.

Die Summer Season stand ganz im Zeichen von Danganronpa, denn die beiden Teile des anime-exklusiven Part 3 liefen in Japan im TV und da musste ich natürlich mit dabei sein. Auch nicht übel war die Fortsetzung der altbekannten Magical Boys aus Binan Koukou Chikyuu Bouei-bu sowie der Anime Kono Bijutsubu ni wa Mondai ga Aru. Tales of Zestiria the X war dagegen eher Eyecandy, story- und charatechnisch ziehe ich da doch andere Tales-Teile vor. Nicht direkt ein Anime, aber ein echtes Highlight des Jahres war die Puppentrickserie Thunderbolt Fantasy. Es gibt eigentlich nicht wirklich eine vergleichbare Serie und vielleicht auch weil das Konzept so neu und frisch war fand ich die Serie einfach richtig gut!

Die Fall Season ist zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht beendet, lässt mich aber insgesamt mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Zwar gibt es z.B. die tolle Fortsetzung von Bungou Stray Dogs, das extrem süße Udon no Kuni no Kiniro Kemari, das witzig-skurrile Nanbaka….aber eben auch einen gigantischen Flop wie Keijo!!!!!!!!. Auch als Ecchi-Fan hat mich lange keine Serie mehr so angewidert…. Die Highlights waren für mich zum einen ClassicaLoid, in der man Komponisten wie Beethoven und Mozart mal etwas anders kennenlernt – sowie total überraschend Yuri!!! on Ice. Eigentlich wollte ich die Serie gar nicht gucken, weil ich nicht sonderlich viel mit Eiskunstlauf anfangen kann und der Rest jetzt auch nicht sooo begeisternd wirkte. Aber dann hat mich die Serie doch in ihren Bann gezogen und hat bis zum Schluss ihre Faszination auf mich ausgeübt. Und mir mit JJ aka Jean-Jacques Leroy vielleicht sogar einen neuen Husbando eingebracht ;D

Aber was ist jetzt mein persönlicher AOTY aka Anime of the Year? Den Titel bekommt eine Serie, die ich bis jetzt noch nicht mal erwähnt hatte. Und auf die ich überhaupt nur gestoßen bin, weil ihr Mainchar im Videogame J-Stars Victory VS+ vorkam und dort gleich gewissermaßen mein Herz im Sturm erobert hat. Die Rede ist von Saiki Kusuo no Psi-nan. Ich liebe einfach alles an der Serie, sei es der Humor, die Charaktere, was auch immer. Und selbst wenn man nicht wie ich für Saiki schwärmt kann ich den Anime definitiv empfehlen, wenn man Spaß an verrückten Comedys hat.

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Manga

Hm, was Mangas angeht war dieses Jahr gar nicht so viel los bei mir. Ich habe Assassination Classroom bis zum deutschen Stand aufgeholt – was mich sehr gefreut hat – und Pandora Hearts beendet – was mich sehr traurig gemacht hat. Ansonsten habe ich halt immer meine laufenden Serien verfolgt, oft habe ich aber auch keine Lust auf Mangas gehabt und lieber zu einem Videogame gegriffen. Generell nimmt mein Mangakonsum aber seit Jahren ab, weil ich einfach keine Lust mehr auf all die kitschigen Shojos auf dem deutschen Markt habe und mittlerweile doch lieber zu anderen Reihen greife. Trotzdem, so bald wird mir der Lesestoff nicht ausgehen, keine Sorge.

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Videogames

Zumindest games-technisch war es ein erfolgreiches Jahr. 14 Platin-Trophies standen am Ende zu Buche – sogar 15, wenn ich Steins;Gate 0 noch beende (zum Zeitpunkt des Schreibens war ich noch nicht durch, das will ich aber definitiv noch ändern – und wenn es am 31.12 kurz vor Mitternacht ist!). Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

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Wie man sieht habe ich in fast jedem Monat mindestens ein Spiel beenden können, so dass es diesmal keine großen Flautenphasen gab. Trotzdem ist mein Pile of Shame nicht wirklich geschrumpft, da ich auch wieder einige (Vita-)Spiele kaufen musste, bevor sie vergriffen und nur noch zu Mondpreisen zu haben sind. Über die Qualität der beendeten Spiele kann ich mich aber ganz und gar nicht beschweren – keines war in irgendeiner Form schlecht und so hatte ich jede Menge unterhaltsame Gaming-Stunden. Dementsprechend fällt es mir zwar schwer Favoriten zu benennen, aber die Danganronpa-Games sowie Digimon Story: Cyber Sleuth haben mir doch noch einen Tick besser gefallen als der Rest. Auch die neue Pokemon-Generation stellte sich doch als überraschend gut heraus und Steins;Gate 0 würde es vermutlich auch unter meine Top-Spiele schaffen.

Im kommenden Jahr freue ich mich vor allem auf Fate/Extella, welches uns gleich zum Beginn des Jahres erwartet. Ich habe schon lange nicht mehr so auf den Release eines Games hingefiebert! Außerdem erwarten mich auch wieder einige angekündigte Otome-Games, wie etwa Hakuoki: Kyoto Winds oder Period Cube. Darauf freue ich mich auch schon sehr!

Ach, und eines noch. Gewissermaßen passt es ja auch am ehesten unter Games, denn dieses Jahr habe ich so viele Stunden mit Mobages/Smartphone-Spielen verbracht wie noch nie. Ende letzten Jahres hatte ich zwar mit Quiz RPG begonnen, da das aber mittlerweile leider so gut wie tot ist spiele ich jetzt vor allem Tales of Link. Ich habe zwar gar nicht mal so viele Spiele aus der Tales of-Reihe gespielt, aber die meisten Charaktere kenne ich zumindest dem Namen/Aussehen nach und dementsprechend macht mir ein Spiel mit Charakteren aus all den Games eine Menge Spaß. Was ich aber nie tun werde: Geld in ein Handy-Game investieren. Das ist und bleibt ein absolutes No-Go für mich. Auch wenn ich mich dann ewig ärgern kann einen bestimmten Chara im Gacha nicht bekommen zu haben…. ^^

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Bücher

Was für ein mieses Lesejahr, möchte ich gerne sagen. Wenn dann aber jemand sieht, dass ich am Ende doch wieder auf gut 140 Bücher gekommen bin wird er mich vermutlich für verrückt erklären, aber es hat sich für mich einfach so angefühlt! Über weite Teile des Jahres hatte ich Flauten, der geplanter Abbau meiner Buchberge hat auch nicht funktioniert und gefühlt war auch sehr viel Mittelmaß dabei. Zum Glück gab es auch ein paar Highlights, wie die letzten beiden deutschen Bände von „Das Lied von Eis und Feuer“ aka Game of Thrones, „1815 – Blutfrieden“ von Sabine Ebert, „Die Schrift des Todes“ von C.J.Sansom oder die wunderschöne Neuauflage und Neuübersetzung von Sei Shonagons Kopfkissenbuch. Ja, all diese Bücher habe ich wirklich genossen.

Natürlich gab es auch weitere gute Bücher, so habe ich unter anderem wieder ein paar Bände von Yasmine Galenorns Otherworld-Serie gelesen und sie damit erstmal komplett aufgeholt (leider). Auch die Sano Ichiro-Reihe von Laura Joh Rowland habe ich größtenteils von meinem Lesestapel befreien können, sowie viele Bände von Martha Grimes‘ Richard Jury-Krimireihe. Ach, und nicht zu vergessen meine große Leseaktion um Drizzt Do Urden aus den Romanen von R.A.Salvatore. Was den Reihenabbau angeht war ich also immerhin gar nicht mal so unerfolgreich! Auch einige einzelne Bücher waren natürlich gut, so hatte ich einiges an japanischen Büchern im Sommer auf der Leseliste, einige weitere Krimis waren auch noch echt gut und im Fantasybereich hatte ich auch positive Überraschungen dabei. Alles kann und will ich jetzt hier nicht erwähnen, bei Interesse schaut euch einfach meine MonatsausLESE-Posts an ;)

Eigentlich breche ich wirklich schlechte Bücher ja immer gleich ab – das will ich mir einfach nicht mehr antun, gerade wo ich doch noch so viel gute Lektüre auf Lager habe. Die Rei Shimura-Reihe von Sujata Massey habe ich mir diesen Sommer dann doch angetan und die Bücher waren größtenteils sowas von Mittelmaß….wobei es schon wieder lustig war hinterher darüber zu meckern. Ich hoffe, das nächste Jahr fühlt sich in dieser Kategorie wieder erfolgreicher an. Und noch mehr hoffe ich, dass ich es endlich schaffe meine ungelesenen Bücher mal etwas abzubauen….

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So – den Teil über die TV-Serien und Filme lasse ich mal weg, weil sich in der Kategorie nicht viel getan hat. Da wäre eigentlich nur erwähnenswert, dass ich die neue Staffel von Game of Thrones sowie endlich die Herr der Ringe- und Hobbit-Trilogien gesehen habe. Wie auch immer – in jedem Fall bleibt mir jetzt nur noch euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 zu wünschen! Und zu hoffen, dass das neue Jahr besser wird als das alte ;)

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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2 Comments

Geschrieben von Matsu in Blog intern, Random Blah, Sonstiges

 

Tags: 2016, Jahresrückblick

  1. Michael S.

    30. Dezember 2016 at 02:15

    Ja, ich hatte auch so ein Gesicht wie Genta, während ich dein Rückblick gelesen habe. :D

    Ich finde es betonenswert, wie dieses Jahr besonders in der zweiten Hälfte eskaliert ist. Im vorigen Jahresrückblick habe ich noch kommentiert, wie 2016 das Jahr sein wird, wo vieles gut wird und wir aus uns hinauswachsen. Ich habe in den ersten Monaten auch daran geglaubt, die Promitode haben mich nicht verschreckt. Zudem gab es ja auch diesen besonders tollen Tag gegen Ende März! *u*
    Osomatsu-san hat sich auch bis zur Frühlingssaison diesen Jahres gestreckt, also ist 2016 wirklich nicht von heute auf morgen schlimm geworden.

    Allerdings, als es schlimm wurde, war es wirklich so bedrückend, dass es sich auf unser Selbstwertgefühl auswirkte. Es fühlt sich wirklich so an, als wären jegliche Mühen für lau! Doch deshalb finde ich es als guten Vorsatz, im nächsten Jahr noch mehr Mühe zu geben, der Welt zu zeigen, dass man sich nicht runterkriegen lässt! Das wollen die Tunichtgute ja aus allen Seiten.

    Jetzt weiß ich, warum kaum über die 60er nostalgisch geschwätzt wird. Über das Jahrzehnt davor und danach schon, geschweige denn von den 80ern und 90ern, aber zu den 60ern kommt irgendwie nichts. Ich habe manche gragen gesehen, wie man etwas abstraktes wie ein Jahr verabscheuen kann, aber ich sehe 2016 unter der gleichen Lupe wie die 60er.

    Naja, widmen wir uns dem Positiven. Ich muss mich bei dir bedanken, dass ich durch dich über Quiz RPG erfahren habe. Es hat mir während einer besonders anstrengenden und hirnlosen Arbeitsperiode geholfen, dass ich nicht komplett verdumme. Es sind eigentlich nur Trivialfragen, aber graue Zellen arbeiten lassen tut es immerhin. Ich glaub, es war auch schon ‚tot‘, als du mit dem Spiel angefangen hast. Da finde ich es bewundernswert, dass die Macher einen Eventzyklus einprogrammiert haben, dass es auch ohne aktiven Support über ’ne lange Zeit viel zu tun gibt. >:]
    Und dass du kein elitärer Schnösel bist, der Mobile-Games aus Prinzip nicht anfasst.

    Auch wenn du weniger Bücher gelesen hast, hattest du trotzdem alle Hände voll mit anderem Kram zu tun. In was für einer Zeit wir leben, dass man genug Freizeitmöglichkeiten durchgehend für den ganzen Tag für eine lange Zeit haben kann! Und auch wenn du manchmal stark kritisiert hast, dass du von Mittelmaß umgeben bist, so wie ich durch deine Highlights durchlese, war doch mehr als genug gutes da, um ein ganzes Jahr zu decken. Dann ist es schön, doch etwas nachzuholen, was man sich für lange Zeit vorgenommen hat, wie bei dir Inspektor Jury oder Drizzt oder Tolkiens Bücher. Ich finde es immer noch überraschend, dass du die Hobbit-Filme genauso mochtest wie das Buch. Sonst höre ich, dass das Buch besser war. %)
    Bitte halte mit der MonatsausLESE weiter durch! Man ist nach ihr gut informiert und es ist gut, dass alle Monatslektüren auf einem Platz zu finden sind, auch wenn es in den Kommentaren nicht oft genug erwähnt wird. ;)

    Ich bin bei mir selbst stolz, dass ich dieses Jahr nach langem Vorhaben endlich GaoGaiGar geschaut habe. Mein persönlicher Anime of the Year ist Bubuki Buranki.

    Saiki will ich mir nächstes Jahr definitiv reinziehen. Der Short-Format spricht mich umso mehr an, ich brauche sowas gerade! >8]

    Und was du an Büchern und Anime nachgelassen haben magst, hast du definitiv in Spielen aufgeholt. Schön zu hören, dass Danganronpa ein gutes Dasein dieses Jahr hatte, sei es als Spiele oder als Anime. Dass Digimon sich als Spiel auch sehr gut hervorhob auch. Geschweige davon, dass Youkai Watch es endlich hierher geschafft hast. Und ja, auch dass Pokémon deine Erwartungen übertraf. Ich warte währenddessen auf Pokémon Stars.

    Spieletechnisch geht das nächste Jahr gleich wirklich richtig los, mit solchen Hits wie Fate/Extella und Yakuza 0. Ich erwarte, dass Ersteres schon nach den ersten Stunden zu deinen neuen Lieblingsspielen gehören wird. ;)

    Na dann, ich wünsche jetzt an dich und auch an alle ein gutes, besonnenes und frohes nächstes aktuelles Jahr 2017!

     
    • Matsu

      1. Januar 2017 at 16:36

      Sehe ich nicht so, da schon von Anfang an gewisse Tendenzen da waren und man ja auch wusste dass die Brexit-Abstimmung und die US-Wahl stattfinden werden. Da war mir eigentlich ziemlich früh klar, dass man sich absolut nicht darauf verlassen kann dass aus dem Jahr was wird.

      Sorry, aber /mein/ Selbstwertgefühl hat definitiv nicht gelitten. Gerade wenn man sieht wie viele Idioten es auf gut Deutsch einfach gibt und man nicht dazugehört fühle ich mich da eher auf der positiven Seite.

      Gerade die 60er werden in Deutschland aber immer als die Zeit des Wirtschaftswunders erwähnt. Da ist schon eine gewisse Nostalgie da.

      Nein, damals war es noch nicht tot, da zwar Events wiederholt wurden, es aber auch noch neue Events und Karten gab. Kurz nachdem ich dann zu Tales of Link übergegangen bin ist es aber dann sukzessive weniger geworden. Tot ist es offiziell erst seit ca. September 2016.

      Mir geht es nicht um die Zahl, sondern um das Gefühl und die besseren Bücher machen die anderen auch nicht besser. Deswegen, es war trotzdem kein gutes Jahr für mich. Ich habe nichts geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, da kann man nichts schönreden.

       
 

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