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[Anime-Rückblick] Osomatsu-san, Garo: Guren no Tsuki & World Trigger

28 Apr

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Das heutige Motto könnte lauten: zweimal top, einmal flop. Ratet mal welche der 3 Serien der Flop ist ;D

Osomatsu-san

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Ach ja, ich kann mich noch ziemlich gut an den letzten Oktober erinnern. Die neue Season war gerade gestartet und Osomatsu-san stand eigentlich nicht mal auf meiner Liste. Dann habe ich aber doch einiges an positiven Kommentaren zur ersten Folge gehört und doch mal reingeschaut. Und ich war begeistert – all diese Parodien auf Serien wie Yowamushi Pedal, Kuroko no Basket, Shingeki no Kyojin….um nur einige zu nennen. Da stand eigentlich fest, diese Serie würde ich weiter verfolgen. In Folge 2 erwartete mich dann aber eine Überraschung, nämlich ein komplett anderer Style und außerdem ganz andere Gags als die Parodien aus Folge 1. Anfangs wusste ich da nicht so recht, ob ich die Serie auch weiterhin so toll finden würde. Naja, aber die Frage hat sich dann schnell beantwortet: im Nachhinein betrachtet war Folge 1 zwar super, aber das was danach kam war noch viel besser :) Auch die Matsuno-Sechslinge gefallen mir ehrlich gesagt in ihrer normalen Form besser als in der Bishie-Version (das will was heißen, so ging es aber scheinbar vielen Zuschauerinnen). Anfangs hatte ich zwar meine Probleme die Jungs auseinanderzuhalten, aber man bemerkte dann doch relativ schnell die jeweiligen Eigenheiten und dann war es nicht mehr besonders schwierig (meinen Lieblingsmatsu Ichimatsu habe ich mir natürlich als ersten gemerkt, hehe). Und ich konnte mich auch herrlich mit ihnen identifizieren…ich meine, ich bin auch ne NEET-Matsu ;D
Ich fand einfach herrlich, was die Serie so an Gags aufgeboten hat, besonders in Erinnerung geblieben ist mir z.B. eine Folge in der Detektive bzw. Krimiserien allgemein auf die Schippe genommen worden. Oder die geniale Weihnachtsepisode. Sicher waren auch mal weniger lustige Stellen dabei, aber insgesamt traf die Serie meinen Humor wirklich sehr gut, besser als die meisten Comedy-Serien der letzten Zeit. Ach ja, übrigens: die Serie ist ja gewissermaßen das Sequel zu den beiden „Osomatsu-kun“ Vorgängerserien von 1988 bzw. sogar aus den 1960ern. Sehr viele Gemeinsamkeiten gibt es da aber nicht, muss ich sagen. Ich habe mal in die 88er Serie reingeschaut und dort hatten die Matsunos z.B. nicht so ausgeprägte Persönlichkeiten wie in -san. Außerdem war dort eigentlich Iyami der Mainchar. Kaum vorstellbar, sheeeh! ;) Jedenfalls verpasst man da nichts, man muss die Prequels für das Verständnis nicht kennen. Und waren die Prequels auch noch wirklich eher an ein jüngeres Publikum gerichtet, ist es die heutige Serie definitiv nicht. Kinder- und familienfreundliche Unterhaltung sieht anders aus. Aber vielleicht gerade deswegen hat es der Anime geschafft, von mir eine 10er Wertung zu bekommen. Auch das hat es lange nicht mehr gegeben. Ach, und natürlich hoffe ich jetzt auf eine Fortsetzung!

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Garo: Guren no Tsuki

garo

Um mal Bezug aufs Bild zu nehmen: vielleicht ist diese Kartoffel wundervoll, egal wie oft man sie betrachtet. Über diesen Anime kann man das allerdings nicht sagen. Leider. Und da hat schon der erste Blick eigentlich vollkommen ausgereicht. Hatte mich die erste Garo-Serie noch überzeugt und stellenweise sogar emotional ziemlich mitgenommen, wurde ich hier eigentlich auf ganzer Linie enttäuscht. Dabei wollte ich die Serie wirklich mögen, denn grundsätzlich hätte mich das historische Japan-Setting ja angesprochen und einige Charaktere wie Seimei und Yasusuke waren auch interessant. Nur stimmte dann halt der Rest nicht. Teilweise gab es nicht besonders spannende Monster-of-the-Day Episoden, teilweise ging die Story voran und wurde immer wirrer. Im Nachhinein war der episodische Part dann sogar besser, denn die Story war wirklich recht mies. Jedenfalls war ich fast froh als es vorbei war. Schade, schade, da wäre ein ‚richtiges‘ Sequel zur ersten Serie vermutlich besser gewesen.

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World Trigger

worldtrigger

Eigentlich hatte ich diese Serie nach 1-2 Folgen schon wieder aufgegeben. Irgendwie sprach sie mich nicht wirklich an. Und jetzt liebe ich World Trigger heiß und innig xD Wie kam es zu diesem Wandel? Nun, da letzten Spätsommer einige Leute auf Twitter auf die Serie aufmerksam wurden und viel darüber erzählten bekam ich dann auch Lust es nochmal damit zu probieren. Naja, und was soll ich sagen, innerhalb einer Woche hatte ich die damals verfügbaren ca. 45 Folgen aufgeholt und auch gleich die englischen Manga-Bände geordert. Denn auch wenn man es vielleicht nicht gleich am Anfang merkt, die Welt von WT ist wirklich interessant und bietet einiges an Potenzial. Da lohnt es sich dranzubleiben, denn spätestens im ersten richtig großen Arc um die Bedrohung durch die ‚Neighbors‘ aus der anderen Welt Aftokrator wurde es richtig spannend. Und auch wenn einem anfangs vielleicht der Kopf schwirrt angesichts der vielen Charaktere, Einheiten, Waffentypen und Co. findet man sich doch irgendwie ein und findet seine Favoriten im Cast. Und man will wissen wie es weitergeht. Außerdem finde ich gut, dass shonen-untypisch der Mainchar Osamu Mikumo sich im Laufe der Serie zwar verbessert, aber nie zu einem überstarken Alleskönner wird. Im Gegenteil, von den meisten seiner Kollegen wird er schon mal als Schwächling verspottet und so muss er umso mehr sein Köpfchen anstrengen um trotzdem eine gute Kampfstrategie zu entwickeln. Mich hat die Serie auf jeden Fall über die ganzen 73 Folgen gut unterhalten (okay, es gab mal einen weniger guten Filler-Arc, aber der war jetzt auch nicht mal soooo schlecht) und ich vermisse die Serie jetzt richtig. Gut, dass es den Manga als Alternative gibt – ohnehin ist der noch etwas besser als der Anime, da einem da ein paar Probleme mit dem Pacing erspart bleiben. Im Zweifelsfall würde ich also den Manga vorziehen, aber der Anime ist jedenfalls auch nicht schlecht.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Garo: Guren no Tsuki, Osomatsu-san, Review, World Trigger

  1. Michael S.

    30. April 2016 at 02:10

    Ach ja, Osomatsu-san ist wirklich etwas, was so eigentlich nur ein- oder zweimal jemandem zu Lebzeiten erleben kann!
    Ich hatte auch erstmal kein Interesse daran. Ich meine, es ist ein Revival einer Serie aus den 60ern, bzw. 80ern, mit der ich nie was zu tun hatte und nur sich im japanischen Kulturgedächtnis fest eingewurzelt hat. Da hat mir die erste Folge nicht nur wegen der Überschwemmung an Anspielungen gefallen, sondern weil sie sich schwer mit der Frage befasste: „Wie lasse ich eine jahrzehntelange Serie mit den Zeiten mithalten?“
    Die ganze Folge interpretiere ich als innere Reise der Showmacher, diese Frage beantwortet zu kriegen, indem sie durch sämtliche großen Erfolge der letzten Jahrzehnte durchgehen und analysieren, was sie so großartig gemacht hat. Ich habe die überarbeitete Version jetzt nicht gesehen, aber es ist trotzdem schade, weil eben besagte Reise dabei verdrängt wird.
    Ich habe auch erhofft, dass die erste Folge ein Einzelfall ist, weil ich nicht nur einen Ansturm an Anspielungen sehen wollte, sondern auch etwas originelles, dass die Welt von Osomatsu sich entwickeln kann. Da war mir die zweite Folge willkommen. Dabei war sie etwas zu sehr ins andere Extrem und befasste sich etwas zu sehr, über 20 Jahre zu sein und keine Perspektive zu haben. Aber beide Folgen mussten wohl so sein, um zu etablieren, dass die Serie mal so, mal so schwingen kann. Mit den nächsten Folgen haben sie schließlich eine gute Balance gefunden. ;)
    Jedenfalls hat die Osomatsu-san es geschafft, ein Kulturphänomen zu werden und kann ich dabei erwähnen, dass der Zeichenstil jetzt schon andere Anime beeinflusst? Vor allem die blauen Konturen, als seien sie mit Kugelschreiber gezeichnet worden, sprechen mich an, weil der größte Teil meiner Artworks Kugelschreiberskizzen sind. :D
    Da freut es mich, dass ich zunehmend mehr Anime mit ihnen sehe. Zuerst Osomatsu, dann Galko-chan, ich habe sogar letztens einen Hentai mit blauen Konturen gesehen! :O
    Dass der herkömmliche Zeichenstil sich durchgesetzt hat, zeigt wohl auch, dass so manch alte Sache ewig wärt, egal wie viele Jahrzehnte an Zeichenstilwechsel man durchgegangen ist. Hast du auch mal versucht, ein Matsuno-Gesicht zu zeichnen? Ich finde, es ist zurzeit das einfachste auf der Welt. 8D
    Es hilft auch, dass das jetzige und das 80er-Osomatsu vom gleichen Studio animiert wurden, also fühlt er sich zeichentechnisch wie ein flüssiger Übergang an.
    Dass die Matsuno-Brüder ihre eigenen Persönlichkeiten bekommen haben, lässt mich über andere Serien nachgrübeln, die dasselbe gemacht haben. Disney’s Quack Pack war als ähnliches Revival konzipiert — Onkel Donald ist in den 90ern in seinem Heimatland zur Obskurität verfallen — wo sie die Charaktere ähnlich altern ließen und vor allem Tick, Trick und Track ihre eigenen Persönlichkeiten gegeben haben. Die Serie ist gefloppt und wird besonders heutzutage stark kritisiert, dabei hat sie nicht viel anders gemacht als Osomatsu jetzt. Manche meinen, die Neffen wurden zu klischeehafte Persönlichkeiten gegeben, aber die Matsuno-Brüder sind ja eigentlich auch laufende Klischees. Jedenfalls, was hat Quack Pack falsch gemacht und Osomatsu-san hingegen so viel richtig?
    Du bist nicht nur eine NEET-Matsu, sondern auch ein Glücksengel! Sukimatsu Tsukimatsu!! ;*
    Die Detektivfolge ist auch eine, die mir langwierig im Kopf geblieben ist. Ich würde sie sogar neben der ersten anderen zeigen, um sie in die Serie einzuführen. Wirst du deinen Worten gerecht und schaust dir die Weihnachtsfolge dieses Jahr wieder an? ;D
    Ich bin auch überrascht, dass die Serie mich so oft zum lachen gebracht hat. Ich scheue mich vor japanischer Comedy eigentlich fast so sehr wie vor deutscher Comedy, aber Osomatsu-san ist für mich das Königsbeispiel, wenn die Japaner etwas wirklich lustiges erschaffen, sie den Ball weiter aus dem Park schlagen, als Jyushimatsu es je hustlen und musclen könnte! 8D
    Das ist halt ein Zeichen einer exzellenten Modernisierung, wenn es gleichzeitig die Vorgänger effektiv verdrängt und Interesse an ihnen weckt. Dann sei aber geboten, dass man irgendwann anfängt den Teil zu verspotten, mit dem man in die Serie reingekommen ist. Sowas mag ich überhaupt nicht. Dann ist es lächerlich, wenn einige in der Gesichtslosen Ansammlung behaupten, Osomatsu ist nur wegen ‚Nostalgie‘ zum Erfolg geworden. Zum einen hat der Großteil der nicht-Japanischen Fanbase das Original nie geschaut und gelesen und zum anderen hatte Episode 10 unter Nicht-Japanern gemischte Eindrücke, obwohl sie als Throwback-Episode gedacht war.
    Ich muss dabei kichern, dass Iyami zu meinem Lieblingscharakter geworden ist. %)
    Tja, ich weiß halt Leute herauszuspüren, die ganz besonders sind. B)
    Es ist auch bewundernswert, dass es trotz – oder eben – einer schmalen Zielgruppe zu so einem Riesenerfolg geworden ist. Anstatt ständig der größten Altersgruppe hinterherzurennen, lohnt es sich manchmal, auf junge Erwachsene einzugehen und all die Riesenhaufen an Problemen unter die Lupe zu nehmen, mit denen sie nicht Stand halten können. c;
    Außerdem ist der übliche Trend bei solchen Erfolgsgeschichten, dass das ganze Konzept der ‚Zielgruppe‘ ausm Fenster geschmissen wird. 8]
    Jedenfalls hat mit Osomatsu-san sehr gefallen und es freut mich ungemein, dass ich dadurch Teil eines soziokulturellen Phänomens sein konnte, besonders weil ich neulich mit Star Fox Zero auf das falsche Pferd gewettet habe. ;u;
    So viele Blurays hat ein Anime nie verkauft! „Es ist nur wegen Fujoshi“ hallt die Gesichtslose Ansammlung, aber bei solchen Zahlen war es weitaus mehr als das! Außerdem, wenn es wirklich Fujoshi waren, dann freut es mich, dass sich die Repräsentationsfrage in Anime dabei etwas legt.

    Letzten Spätsommer wollte ich nach all dem Andrang auch World Trigger gucken, aber ich bin bis heute noch nicht dazu gekommen! orz
    Ich habe aber kaum gutes über die Animation gehört. Kannst du das bestätigen? Ich hab eigentlich gedacht, dass Dragonball und Sailor Moon animationstechnisch mies im letzten Jahr ausgefallen ist, weil das Geld in WT reingeflossen ist, aber stattdessen werd ich wohl enttäuscht, dass Toei heutzutage wirklich nicht mehr gut animieren kann. :[
    Jetzt, wo der Anime aufgehört hat, während der Manga fleißig weitergeht, will ich eventuell doch lieber mit dem Manga anfangen.

     
    • Matsu

      1. Mai 2016 at 16:55

      Ich fand die Animation weder besonders gut noch besonders schlecht, ehrlich gesagt (so ähnlich geht es mir bei One Piece, um mal einen Vergleich zu haben). Allerdings achte ich eh nicht sooo sehr auf die Animation, muss ich dazusagen.

       
 

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