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Rückblick auf die Summer Season: Ranpo Kitan & Shimoneta

29 Sep

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^ Ich hoffe mal meinen Beitrag werdet ihr aber schon lesen wollen ;)

So, jetzt geht das wieder los. Zu Beginn der Season war ich mir eigentlich sicher, dass sich die Schreibarbeit wieder in Grenzen halten würde. Aber da ich gegen Ende doch noch eine Menge Serien gefunden habe die ich nachholen wollte ist es jetzt doch wieder etwas mehr. Fangen wir mal mit 2 total verschiedenen Serien an. Selbst meine Bewertung der Serien war total gegensätzlich!

Ranpo Kitan: Game of Laplace

ranpokitan

Danke Kobayashi, hier hast du ausnahmsweise mal meine Gedanken ausgesprochen!

Bekanntermaßen lese ich gerne und viel, auch aus dem Krimibereich und als Japan-Interessierter liegt es nahe, sich auch mal mit japanischen Autoren zu befassen. Daher bin ich irgendwann in einer Kurzgeschichtensammlung auf eine kleine Story vom Autor Edogawa Ranpo gestoßen – übrigens einer der Inspirationsgeber für den Decknamen von Shinichi Kudo, wie man gleich bemerkt ;) In dieser Geschichte kam der Detektiv Kogoro Akechi vor (Achtung, noch ein Conan-Rant: Kogoro heißt ja bekanntlich Rans Vater, und sowohl der Nachname Akechi als auch Mori gehören zu berühmten Samurai. Ob das auch als Parallele gedacht war? ^^) – mir hat sie auch gut gefallen und ich würde gerne mehr vom Autor lesen. Deswegen hat mich die Ankündigung eines Animes basierend auf Edogawa Ranpos Büchern riesig gefreut, zumal Akechi auch noch eine Hauptrolle spielen sollte. Aber leider folgte auf die Vorfreude schnell Ernüchterung.

Wo soll ich überhaupt anfangen mit meiner Kritik? Vielleicht bei den Charakteren. Eigentlich kann man sagen, dass Akechi der einzige Chara war, der mich irgendwie interessiert hat. Leider wurden auch seine Hintergründe zu wenig ausgeführt, warum er etwa ständig irgendwelche Tabletten einnimmt, um ein Beispiel zu nennen. Trotzdem war er aber noch irgendwie ein Lichtblick. Der restliche Cast….hm. Am meisten genervt hat mich wohl Yoshio Kobayashi. Und das nicht, weil er eine Trap ist, sondern weil ich mit seinem Charakter einfach so gar nicht klarkommen konnte. Wie er sich über neue grausame Morde freute nur weil sein eigenes Leben so langweilig ist kam mir schon etwas befremdlich vor. Und ich frage mich ob er nun ein Genie oder ziemlich blöd ist, an den Fällen knobelte er zwar fröhlich rum, aber in der Schule war er nicht gerade ein Musterschüler. Ansonsten will ich mal noch Souji Hashiba erwähnen, der scheinbar während der Serie etwas die Orientierung verlor und Kobayashi irgendwann für ein Mädchen hielt – zumindest wenn man danach geht wie oft er angesichts von dessen Verkleidungen als Mädchen rot wurde…..

Ein weiterer Minuspunkt war für mich, dass das ganze nur sehr lose auf den Motiven aus den Büchern basierte, soweit ich das mitbekommen habe. Der ein oder andere Chara wurde z.B. übernommen. Insgesamt wurde das ganze dann aber zu einem Mix zusammengebacken, der mir nicht so recht schmecken wollte. Es kam ja auch kein wirkliches Mystery- oder Krimi-Feeling auf, denn dazu gehört meiner Meinung nach auch ein bisschen Tätersuche und dergleichen. Hier bekamen wir einfach diverse grausame Morde serviert, die uns dann schockieren sollten. Eingewebt in eine etwas zu abgedrehte Hintergrundstory.

Und einen Nörgelpunkt habe ich noch. Selbst in den Folgen, die dazu animieren sollten mit den Charakteren mitzufühlen (wegen einer tragischen Vergangenheit) klappte das nur mäßig, da die Geschichten derartig übertrieben waren dass ich eher lachen musste. Oder, wie im Fall von Kagami und seiner Schwester gleich wusste worauf das hinausläuft. Tja, und so hat der Anime bei mir eher einen negativen Nachgeschmack zurückgelassen. Schade eigentlich, denn ich wollte ihn wirklich mögen und einzelne Lichtblicke gab es ja auch. Die Optik hat mir etwa recht gut gefallen, aber das alleine rettet die Serie auch nicht mehr.

***

Shimoneta to Iu Gainen ga Sonzai Shinai Taikutsu na Sekai

Shimoneta in a nutshell ;)

Shimoneta in a nutshell ;)

Diesen Anime hatte ich eigentlich erst gar nicht auf dem Plan, weil ich nur einen flüchtigen Blick drauf geworfen hatte und ihn erstmal mental unter „0815-Comedy mit perversen Gags“ abgelegt hatte. Aber das war er nicht – okay, den Teil mit ‚pervers‘ kann ich nicht ganz abstreiten ;) Aber in jedem Fall bin ich froh, dass mich einige Bilder und Kommentare auf Twitter doch noch dazu gebracht haben mal reinzuschauen.

Eigentlich war ich dann gleich von Folge 1 an begeistert. Was sagt es wohl über mich aus, dass eine Serie dieser Art mein Anime of the Season ist und wahrscheinlich sogar unter meinen Jahresfavoriten landen wird? xD Aber alleine schon die Idee mit den Erotik-Terroristen, die für freien Zugang zu erotischen Erzeugnissen aller Art (und damit sinnbildlich ja auch irgendwie gegen staatliche Zensur) kämpfen ist schon so herrlich bescheuert, dass ich sie einfach mögen musste! ^^ Die Charaktere setzen dann noch eins obendrauf: ob nun Ayame Kajou alias Blue Snow, die nie um einen perversen Witz verlegen war. Oder Otome Saotome, die mit ihren Zeichenkünsten dazu beitrug erotische Bilder unters Volk zu bringen. Oder selbst die so brav wirkende Schülerratspräsidentin Anna, die sich letztlich als die wohl versauteste von allen herausstellte xD

Auch wenn der Anime mit Sex-Witzen nur so um sich schleuderte rutschte es doch nicht ins dümmliche ab, finde ich. Natürlich sollte man sich nicht an etwas perverserem Humor stören, aber die Serie ist mehr als nur Futter für den üblichen Klischee-Otaku. Klar ist es eine Comedy-Serie, aber Zensur ist schon ein wichtiges Thema heutzutage, und warum sollte man es nicht am Beispiel von Ero-Stuff erklären? Würde es so eine Ero-Zensur wirklich geben wäre ein Anime wie Shimoneta wohl undenkbar. Und das wäre doch wirklich schade gewesen, finde ich! :)

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: 2015 - Summer, Anime, Anime-Reviews, Ranpo Kitan: Game of Laplace, Review, Shimoneta, Shimoneta to Iu Gainen ga Sonzai Shinai Taikutsu na Sekai

 

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