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Rückblick auf die Summer Season: Bakumatsu Rock

09 Okt
bakumatsu_rock
Ich mag Samurai. Und ich mag Rock. Dann muss das doch DER Anime für mich sein, oder?

Die Story spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Zeit der Shogune neigt sich ihrem Ende zu. Doch die Tokugawa wollen ihre Macht nicht so ohne weiteres hergeben. Um das Volk unter Kontrolle zu halten wenden sie eine Art Gehirnwäsche durch Musik an: die Shinsengumi ist hier eine angesagte Boyband und kontrolliert die Menschen durch „Heaven’s Songs“. Außer der vom Shogunat abgesegneten Musik ist es nicht erlaubt, andere Songs zu schreiben oder gar zu singen. Doch Sakamoto Ryouma interessiert das nicht weiter – er und seine Kumpels wollen einfach nur rocken. Und nebenbei Japan von der Unterdrückung des Shogunats befreien.
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Mir hat schon die Beschreibung gereicht um mich für den Anime zu gewinnen. Ja, zugegeben, Bakumatsu Rock ist nicht die anspruchsvollste Kost. Das fängt schon da an, dass es im Japan des 19. Jahrhunderts wohl kaum Lautsprecher, moderne Gitarren, Raketen und anderen Kram gegeben hat. Allerdings kann ich über sowas durchaus hinwegsehen, wenn mich die Serie sonst anspricht und mir einfach Spaß macht. Und da ich wie gesagt sowohl Samurai als auch Rock mag, dachte ich gleich dass das was werden könnte. ^^
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Und da wurde ich dann auch nicht enttäuscht. Historische Genauigkeit sucht man vergebens, aber die Idee eine Rockband im Samurai-Zeitalter ist einfach witzig. Und die Shinsengumi als Idols, das ist doch mal was anderes. (Wie wäre es mit einem Hakuouki-Spinoff mit diesem Prinzip? xD) Mir hat jedenfalls schon die erste Folge gefallen und so bin ich an der Serie drangeblieben. Neben Ryouma kamen dann im Laufe der Serie noch verschiedene Charaktere dazu, und selbst zwei Mitglieder der Shinsengumi erkannten die wahren Absichten des Shogunats und wechselten die Seiten. Generell erfüllten die Charas zu Beginn erstmal die üblichen Klischees (aufgedrehter Mainchar, Tsundere-Typ, der schlaue Brillenträger, der mysteriöse Unnahbare…), aber im Laufe der Serie entwickelten sie sich doch weiter, durch die Schwierigkeiten, die überwunden werden wollten. So fiel es einem auch nicht schwer alle irgendwie zu mögen. Mein Favorit ist BTW Kogoro Katsura alias Sensei ;)
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Da es ein Musikanime ist, gab es natürlich auch einige Bühnenauftritte. Optisch waren die alles andere als schön…wenn die Charas als CGI-Figuren auf der Bühne rumwackelten sah das schon manchmal arg peinlich aus… Dafür fand ich den Sound echt gut, vor allem die Songs von Ryouma und seinen Jungs waren echt catchy. Die eher poppigen Lieder der Shinsengumi dagegen waren nicht mein Ding, leider blieben aber auch diese recht lange im Ohr. Insgesamt war das aber wirklich die Stärke des Animes und trug viel zum Unterhaltungseffekt bei. Generell machte der Anime einfach großen Spaß beim Schauen, da konnte man mal ein bisschen das Hirn abschalten und einfach genießen. ^^
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Die einzigen Folgen, die ich etwas sehr WTF fand waren die letzten beiden. Erst sind alle scheintot, und dann leben sie doch wieder. Aha. Naja, aber irgendwie passte es ja doch wieder zum Anime wegen dem Trashfaktor xD Meinen guten Eindruck störte es jedenfalls nicht, und so werde ich den Anime in guter Erinnerung behalten. Ich fand vor allem noch die Message gut, die der Anime rübergebracht hat: dass man tun soll, was man liebt, egal auf welche Widerstände man stößt und ob anderen gefällt was man tut. Und dass man sich selbst treu bleiben soll, statt immer mit dem Strom zu schwimmen. Auch wenn das natürlich meistens einfacher und mit weniger Gegenwind verbunden ist.

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Rating:

Story 3 Stars (3 / 5)
Das Konzept ist neu, aber sonst läuft die Story ziemlich standard-shonen-mäßig ab.

Charaktere 3 Stars (3 / 5)
Es gibt sogar ganz gute Charaentwicklung, aber zu Beginn sind die Jungs leider ziemlich stereotyp.

Optik/Animation 2 Stars (2 / 5)
Ziemlicher Durchschnitt, aber die Charakterdesigns sind nett. Nur das CGI in den Bühnenszenen…ugh.

Sound 4 Stars (4 / 5)
Ja, es ist kein Hardrock, aber ins Ohr gingen die Songs durchaus. Und in einer Serie über Musik ist das das Wichtigste, denke ich.

Gesamtfazit:
4_1

Ja, genaugenommen ist die Serie irgendwie schon Trash. Aber sehr spaßiger Trash, der mir beim Gucken ordentlich Laune gemacht hat. Und die Songs haben mir auch sehr gefallen.

Matsu

☆ One hell of a fangirl ☆ Matsu liebt nicht nur Anime & Manga, sondern mag auch Videogames, Bücher, Geschichte, Modellbau und vieles mehr!

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Bakumatsu Rock, Review

  1. TheRealWinston

    10. Oktober 2014 at 14:03

    Immer denke ich bei einigen Animes, etwas Verückteres als das, wird es nicht geben.
    Aber dann lese ich von Geschichten wie diesen hier, die mich eines besseren belehren.

     
 

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