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Rückblick auf die Summer Season: Danganronpa – The Animation

24 Okt

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Ja, ja – mein Schulalltag war damals wirklich nicht schön. Allerdings bin ich nun im Nachhinein wirklich froh, nicht auf einer Schule wie der Kibougamine Academy gelandet zu sein!

15 Teenager, die auf ihrem jeweiligen Spezialgebiet als die absolute Elite gelten, bekommen eine Einladung für eine renommierte Schule. Dort angekommen passiert jedoch etwas Seltsames: sämtliche Fenster und Türen sind verrammelt und es gibt kein Entkommen aus dem Gebäude! Wenig später taucht der sadistische Bär Monokuma auf, der den Schülern den einzigen Weg in die Freiheit erklärt: Man muss einen Mord an einem Klassenkameraden begehen und darf von den anderen nicht erwischt werden. Schaffen die Mitschüler es, den Killer zu enttarnen, wird er mit dem Tod bestraft. Doch wenn die Schüler den Killer nicht fangen oder einen falschen Verdächtigen anklagen, sterben alle außer dem Killer. Wer wird der Überlebende in diesem gigantischen Blutbad sein?
Danganronpa ist mal wieder ein Anime, der auf einem Videogame basiert. Einem sehr bekannten und beliebten Videogame, wie es scheint – ich kenne einige Leute, die sich schon ausführlich damit befasst haben. Ich hatte dazu noch keine Lust und Zeit, und außerdem gibt es das Game mal wieder nicht auf Englisch/Deutsch. Oder vielmehr „gab“, denn nächstes Jahr erscheint es für die PS Vita endlich im Westen. So lange wollte ich aber nicht warten, und Fantranslations von Videogames verwende ich normalerweise nicht. Deswegen habe ich bei der Anime-Ankündigung nicht lange gezögert und sofort beschlossen, dass ich den Anime schauen würde.
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Folge 1 machte uns dann erstmal mit dem Setting und den Charakteren vertraut. Aus ganzen 15 total unterschiedlichen Charas besteht der Cast (plus Monokuma), und ich war erstmal überfordert mit den vielen Namen und Gesichtern. Allerdings ging es dann doch erstaunlich schnell bis mir alle mehr oder weniger im Gedächtnis hängen geblieben waren – vielleicht weil die meisten von ihnen so verrückt sind? ;) Jedenfalls war ich erstmal ähnlich schockiert wie die Charas, als sie bemerkten dass sie in der Schule eingeschlossen waren und als Monokuma ihnen die Regeln dieses tödlichen Spiels erklärte. Und schon forderte dieses sein erstes Opfer, denn mit Monokuma ist nicht zu spaßen.
Tja, anfänglich war die Athmosphäre von Misstrauen geprägt. Einige der Schüler versuchten, alle zu einem Friedenspakt zu überreden, um Monokumas mörderisches Spiel nicht mitmachen zu müssen. Aber das scheiterte und schon passierte der erste Mord. Was nun kam erinnerte deutlich an ein Videogame und man merkte dem Anime seine Herkunft an: es mussten Hinweise und Indizien gesucht werden, die den wahren Mörder überführen konnten. Anschließend ging es ins sogenannte „Class Trial“, eine Art Gerichtsverhandlung, in der jeder Schüler seine Meinung sagen und Beweise einbringen konnte. Mich erinnerte das ganze irgendwie sehr an die Phoenix Wright-Games. Allerdings lag eben bei der Beweisaufnahme und dem Trial eines der größten Probleme des Animes: Es war alles viel zu stark gekürzt. Im Game hat dieser Part des Games wohl einen deutlich längeren Zeitraum eingenommen als im Anime. Deswegen wurde da wohl einiges ausgelassen und besonders die Suche nach Hinweisen extrem schnell abgehandelt. Da wäre es besser gewesen, man hätte den Anime wenigstens 24-26 Folgen lang gemacht statt nur 13. Schade eigentlich, so hätte man vielleicht als Zuschauer besser miträtseln können, wer der Täter ist. Dieser Aspekt blieb durch die Kürze der Zeit auf der Strecke. Immerhin, wichtige Dinge wurden wohl nicht ausgelassen und es lief alles nachvollziehbar und logisch ab.
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ACHTUNG SPOILER // So ging es dann eine Weile nach diesem Muster weiter: ein Mord passierte, und die anderen versuchten ihn aufzuklären. Besonders hervorheben möchte ich Sakuras Todesfall, der mir am meisten naheging. Asahina wuchs mir da richtig ans Herz und ich konnte ihr Handeln mit dem falschen Geständnis total nachvollziehen! Glücklicherweise schlug Monokumas Intrige fehl und die Wahrheit kam ans Licht. Das Spiel konnte weitergehen – bis nur noch 6 Teilnehmer im Rennen waren. Dann ging es eigentlich erst richtig los.
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ACHTUNG SPOILER // Denn die Schüler kamen langsam aber sicher an immer mehr Informationen: nämlich dass es eigentlich 16 Schüler an der Schule gab, sie nicht erst seit ein paar Wochen dort Schüler waren – und wer das Mastermind hinter allem war. Eigentlich vermutete ich schon, dass noch irgendjemand hinter Monokuma stehen muss, aber mit Junko Enoshima hätte ich nun nicht gerade gerechnet. Wobei, im Nachhinein betrachtet kann man schon drauf kommen: ihr vermeintlicher Tod am Anfang des Animes kam viel zu früh, da musste was faul sein. Jedenfalls nahm sich der Anime dann immerhin für Junkos Erklärung der Dinge relativ viel Zeit. Und der finale Showdown, als Naegi alle mit seiner Hoffnung angesteckt hat, hat mir nochmal richtig gut gefallen! Schade, dass wir nicht mehr erfahren haben, wie es nun wirklich in der Außenwelt aussah und was aus den 6 Überlebenden geworden ist. Naja, aber da kann man immerhin schön drüber rätseln! Ich bin durch den Anime jedenfalls auf den Geschmack gekommen und werde das Game bei Gelegenheit mal zocken.
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Was die Charas angeht habe ich es ja schon erwähnt: es ist ein ganz schön bunter und verrückter Haufen, der den Zuschauer in diesem Anime erwartet! Aber ich habe gerade das als große Stärke empfunden, vergessen kann man sie jedenfalls nicht so schnell. Meine Favoriten sind vor allem Aoi Asahina, Touko Fukawa und Byakuya Togami. Asahina ist einfach nur niedlich (das hat sie mit ihrer Namensvetterin Asahina-san aus Suzumiya Haruhi no Yuutsu gemeinsam ^^) und auch charakterlich war sie für mich von allen die sympathischste. Vor allem ihre Freundschaft zu Sakura hat mich berührt. Fukawa fand ich dagegen anfangs noch recht langweilig, aber als ihre zweite Identität als Genocider Syo herauskam und sie begann Togami hemmungslos zu stalken fing ich an sie zu mögen. Und das Ziel ihrer Stalker-Liebe mag ich ja auch: Togami. Anfangs fand ich ihn nur arrogant, aber eigentlich war er doch ganz okay. Und er sieht gut aus. Okay, ich werde schon wieder oberflächlich. Auch die anderen Charas mochte ich eigentlich alle irgendwie, aber diese 3 sind meine Lieblinge und ich will jetzt nicht zu jedem etwas sagen ;)
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Fazit:
Trotz Schwächen in der Umsetzung – die ich mangels Kenntnis der Vorlage sowieso nicht beurteilen kann – hat mir der Anime doch ausgesprochen gut gefallen. Alleine schon die vielfältigen interessanten Charaktere machen einen großen Teil der Faszination aus. Sobald das Game in Europa erscheint und ich mal im Besitz einer PS Vita sein sollte werde ich mir die Vorlage dann endlich vornehmen!

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Danganronpa - The Animation, Review

  1. Nekosani

    24. Oktober 2013 at 18:45

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich gerade die Charaktere in der ersten Episode etwas abgeschreckt haben. Auf einmal war da ein ganzer Haufen, allesamt ziemlich einzigartig und irgendwie haben sie schon ganz schön übertrieben…
    Aber ich fand die Story dahinter interessant, also habe ich bis zur Hälfte weiter geschaut.
    Irgendwann sind mir die Charaktere dann sogar ans Herz gewachsen. Ich mochte auch Asahina richtig gern :)
    Und der Superrowdy war mir auch sympathisch, der war eigentlich richtig nett x3
    Aber irgendwann hat mich genervt, dass die Auflösung immer so richtig wie in einem Spiel (wirkte halt so) aufgebaut war. Jede Besprechung war gleich.
    Es werden ein paar Beschuldigungen in den Raum geworfen – Boom – redet der nächste – boom – kommen die ersten Argumente -…
    Die Patrone und die anderen Elemente, die da wahrscheinlich im Spiel vorgekommen sind, haben mich im Anime mit der Zeit richtig genervt. Dadurch war es immer dasselbe…
    Schade eigentlich <-<

     
 

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