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Rückblick auf die Spring Season: Shingeki no Kyojin

10 Okt

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Schau mir in die Augen, Kleiner! (Sorry Levi, aber der musste sein! ^^)

Seit hunderten von Jahren wird die Menschheit von den Titanen bedroht. Die Titanen sind große, entfernt menschenähnliche Wesen. Sie scheinen keine nennenswerte Intelligenz zu besitzen, sind größer als die jedes Haus und haben Spaß daran, Menschen zu töten. Keiner weiß, wo sie herkamen und wie man der Bedrohung Herr werden kann. Die einzige Chance der überlebenden Menschheit ist es, sich hinter extrem hohen Mauern zu verschanzen – höher selbst als die Giganten unter den Titanen.
Zeitsprung in die Gegenwart: Seit 100 Jahren haben die Menschen in der ummauerten Stadt keinen Titan mehr gesehen. Doch dann kommt es zur Katastrophe: ein außergewöhnlich riesiger Titan taucht auf und reißt die Mauer nieder, woraufhin massenweise andere Titanen eindringen! Der junge Eren und seine Adoptivschwester Mikasa müssen tatenlos zusehen wie eines der Monster ihre Mutter tötet. Eren schwört blutige Rache und will die Menschheit rächen, indem er die Titanen ausrottet.

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Einige Leute, die ich so aus dem Internet kenne haben den Manga von Shingeki no Kyojin (bzw. Attack on Titan, wie der Manga in den USA heißt) schon gelesen und ihn sehr gehypt. Und auch generell wurde der Anime im Vorfeld gespannt erwartet. Ich wollte eigentlich gar nicht mit auf den Zug aufspringen, aber weil ich dann überall damit konfrontiert wurde, habe ich dann doch mal reingeschaut. Der Anfang hat mich dann aber leider kaum berührt oder geschockt. Viele fanden etwa den Tod von Erens Mutter sehr tragisch, ich dagegen nicht so. Um einen Chara, der vorher vielleicht zwei Minuten Screentime hatte kann ich nicht trauern. Schlimmer fand ich da die Szene, als die Scouting-Legion zurückkommt, eine Mutter nach ihrem Sohn fragt….und nur noch dessen Arm zurückbekommt. Da musste ich schlucken. Sonst fand ich den Anfang eher so durchschnittlich.

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Das änderte sich dann auch erstmal nicht. Die Trainingsepisoden mit Eren und Co und alles was danach kam war zwar ganz unterhaltsam, aber irgendwie nur durchschnittlich. Aber glücklicherweise änderte sich das: und zwar als herauskam dass Eren sich in einen Titan verwandeln kann. Da ich mich vorher nicht mit der Story des Mangas befasst hatte kam das für mich völlig überraschend und mein Interesse war geweckt. Das war so etwa in der Mitte der 25 Folgen und die zweite Hälfte wurde dann für mich deutlich besser. Mit dem Auftauchen von Levi und seiner Elitetruppe wurde es dann actionreicher und am besten gefallen hat mir der Female Titan Arc. Leider endete der Anime dann viel zu plötzlich, scheinbar gab es da auch Abweichungen zum Manga. Kann ich wie gesagt nicht beurteilen, da ich ihn (noch) nicht gelesen habe. Aber eine Fortsetzung wäre wünschenswert. Möglichst dann mit besserer Animationsqualität ;)

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Was mich an dem Anime etwas gestört hat, ist der riesige Cast. Es gibt einfach viel zu viele Charaktere, die kurz vorgestellt werden und dann vielleicht 5 Folgen später nochmal vorkommen. Da weiß man manchmal gar nicht mehr: wer ist das jetzt gerade und muss ich den kennen? Außerdem kann man so nicht wirklich eine starke Bindung zu den Charas herstellen, dementsprechend haben zumindest mich die Todesfälle etwa bei der Scouting-Mission und der Begegnung mit dem Female Titan nicht sonderlich stark berührt. Normalerweise heule ich auch schonmal Rotz und Wasser, wenn ein Chara stirbt den ich sehr mochte, aber dazu habe ich eben bei diesen Charas gar keine Chance bekommen. Würde es jemanden aus der Reihe der Mainchars erwischen wäre es möglicherweise emotionaler, oder wenn es dann eben im späteren Verlauf der Story passiert. So wirken die Charas mehr wie Kanonenfutter, die dann halt einfach nicht mehr da sind. Eigentlich schade drum, aber so habe ich es halt empfunden.

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Bei den Charas beschränke ich mich wegen dem großen Cast mal auf die wichtigsten Vertreter und meine Lieblinge ;) Der Mainchara ist Eren Jaeger, der Mann mit den hundert Namensschreibweisen. Ernsthaft, jeder schreibt den Namen anders und niemand weiß wie es richtig ist. Da widersprechen sich auch die Quellen, die ich so gefunden habe…. Eren ist wie so mancher Shonen-Held sehr impulsiv und handelt meist bevor er denkt. Außerdem gibt es kaum eine Folge, in der er nicht wütend rumbrüllt xD Seine Adoptivschwester Mikasa Ackerman ist da das krasse Gegenteil, allerdings hängt sie sehr stark an Eren und muss ihn mehr als einmal aus der Gefahr retten. Glücklicherweise ist sie eine extrem gute Kämpferin und die beste Absolventin von Eren’s Trainingslehrgang. Der dritte im Bunde ist der gemeinsame Freund der beiden, Armin Arlert. Er ist eigentlich so gar nicht zum Kämpfen gemacht und ist eher der Denkertyp. Trotzdem steht er Eren und Mikasa immer tapfer zur Seite und tut was er kann. Von den drei Mainchars mag ich ihn am meisten. Zu meinen eigentlichen Favoriten komme ich aber gleich noch ;) Ein weiterer wichtiger Chara ist Levi (bzw. Rivaille, wie er auch manchmal geschrieben wurde). Irgendwie scheinen die meisten weiblichen Zuschauer auf ihn zu stehen….ich eher nicht so, wobe ich ihn mittlerweile auch irgendwie mag. Bei seinem ersten richtigen Auftritt fand ich ihn noch blöd. ^^ Scheinbar hat er eine interessante Hintergrundstory, zu der es mittlerweile einen Spinoff-Manga gibt, den ich wohl mal lesen muss. Und jetzt zu meinen 3 Favos: da ist zum einen Hanji Zoe, die verrückte Titanen-Liebhaberin, die beim Anblick eines Titanen in Jubel ausbricht und sich schon darauf freut Experimente an ihm ausprobieren zu können. Dann Sasha Braus alias Potato Girl, von der wir nach ihrem legendären Auftritt mit der Kartoffel leider nicht mehr allzu viel gesehen haben. Hoffentlich kommt von ihr noch mehr, damit sie nicht als Comedy-Relief in Erinnerung bleibt. Und zu guter Letzt noch ein Mann, nämlich Jean Kirschstein. Keine Ahnung warum, aber ich mag ihn wirklich sehr. Von den Jungs ist er jedenfalls meine Nummer 1.

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Fazit:
So begeistert wie viele andere Leute war ich von Shingeki no Kyojin nicht. Dennoch hat der Anime mich im Laufe der Folgen dann doch in seinen Bann gezogen und ich bin gespannt ob es mal eine Fortsetzung geben wird. Und bei einem deutschen Release würde ich wohl auch den Manga mal lesen.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Shingeki no Kyojin

  1. Glove

    10. Oktober 2013 at 18:47

    Ich teile deine Meinung, aber nicht ganz^^
    Ich finde die erste hälfte besser, besonders den Trost arc oder besser noch die Folgen, bei denen Eren gefressen wird, Mikasa sich an früher erinnert und natürlich, die erste Begegnung mit Erens Titanform. Und das, obwohl es sowas von klar war, dass er da irgendwie drin steckt.^^

    Vor der 13,5 recap-Folge hatte ich diesen Anime sogar auf meinen Platz 1 gesteckt und mir daraufhin auch mehrere Manga dazu geholt.
    Doch dannach wurds immer langweiliger. Zwar hat der fem.Titan Arc wieder frischen Wind in die Sache gebracht, doch wer zum Geier kommt auf die Idee, die erste Staffel so enden zu lassen?!
    Endeffekt: doch nur Platz 4 oder so^^

    Möglicherweise ging mir Levi einfach nur zu sehr auf die Nerven, wobei eig. die Levi Truppe..

    Und hierbei hast du völlig recht: Warum kriegt die einzige Frau,mit Ponytail, die beim Anblick von Essen zur Bestie wird, so wenig screentime?! Nicht nur, dass Sasha sich um sämtliche lustige Szenen, in der ersten Hälfte, kümmern muss, nein als Dank sieht man sie nach dem Training kaum noch. Hanji Zoe hat mir zwar drüber hinweg geholfen, aber ein echter Ersatz war sie dann doch nicht^^

    Ansonsten meine Männlichen Favoriten:
    Dot Pixies der ultimative Anführer^^
    Eren „wasauchimmer“, weil schon als Kind bewiesen hat, dass er Cojones hat!^^

     
  2. Mayuri

    12. Oktober 2013 at 16:24

    Einige Charakter die im Anime noch recht selten vorkommen werden später noch ziemlich wichtig. Das sieht man halt in der 1.Staffel nicht mehr.:(
    Ich denke das die Spin-offs auch ziemlich interessant sein werden. In den USA wurde ja gerade ziemlich viel von SnK lizenziert. Sogar die Light Novels mit der Vorgeschichte.

    Ich finde den Manga besser als den Anime. Manche Änderungen fand ich nicht so gut. Dazu wurde es im Anime auch noch in die Länge gezogen. Außerdem find ich das der Manga auch ernster und etwas gruseliger rüberkommt als der Anime.
    Vom OST und den Kämpfen her ist der Anime natürlich besser und man kann mal die Charakter animiert sehen und sich einen Eindruck von der Welt machen. Im Manga ist alles schwarz/weiß und ist nicht so Episch, als wenn man es mal animiert sieht.
    Der Anime und der Manga haben eben ihre positiven und negativen Seiten.

     
    • Matsu

      12. Oktober 2013 at 16:43

      Das mit den Charakteren ist gut zu wissen :) Da hoffe ich umso mehr, dass ein deutscher Verlag den Manga lizenziert, damit ich da zugreifen könnte.

       
 

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