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Rückblick auf die Fall Season: Magi – The Labyrinth of Magic

11 Apr

Mit Hakuryuu ist alles doof!

Der Junge Aladdin hat die meiste Zeit seines Lebens bisher eingesperrt in einem Raum verbracht, gemeinsam mit seinem Freund, dem riesigen blauen Dschinn Ugo. Jetzt beginnt er eine Reise um die Welt zu entdecken. Er bemerkt schnell, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern ein Magi: ein Magier, der einen guten König ernennen darf und mit dessen Hilfe um das Gleichgewicht der Kräfte in der Welt kämpfen muss. Auf seiner Reise trifft er jede Menge Verbündete wie Alibaba und Sindbad, aber auch finstere Rivalen wie Judal kreuzen seinen Weg.

Ich fand ja damals als Kind schon die alte Anime-Serie „Sindbad“ sehr toll (ja, okay, die Gemeinsamkeiten halten sich bis auf die Namen stark in Grenzen, aber die Assoziation liegt doch nahe) und mag generell das 1001 Nacht-Setting. So habe ich bei Magi auch nicht lange gezögert und es auf meine Watchliste gepackt. Zumal der Manga wohl auch sehr gut sein sollte, obwohl ich bisher noch nichts davon gehört hatte. Schon die erste Folge gefiel mir gut, sowohl die Charaktere waren auf den ersten Blick sympathisch, der Humor sah ebenfalls nett aus (Aladdin und die Manboobs etwa xD) und auch die Story versprach interessant zu werden.

In den ersten paar Folgen ging es dann vor allem um die Dungeons und ihre Eroberer. Einen Dungeon zu erobern versprach demjenigen der es schaffte Reichtümer und Macht. Aladdin und sein neuer Kumpel Alibaba machten sich auch prompt daran den ersten Dungeon zu knacken. Der erste Bösewicht tauchte – mit Sklaven im Gepäck – auf und zwang Alibaba ihm beim Dungeon-Bezwingen zu helfen. Doch dank der Zusammenarbeit der beiden wurde der Böse besiegt und die beiden konnten den Dungeon unbehelligt verlassen. Dieser erste Arc hatte mir schon ausgesprochen gut gefallen, es sah nach netter Shonen-Kost mit annehmbarer Optik aus, etwas worauf ich mal wieder richtig Lust hatte. Und ich dachte es würde mit dem Erobern der Dungeons so weitergehen. Falsch gedacht! (oh mann, wie oft habe ich jetzt in diesem kurzen Absatz das Wort „Dungeon“ verwendet? ^^‘)

Danach folgten erstmal ein paar einzelne Folgen, in denen Aladdin u.a. bei einem Nomadenvolk zu Gast war und die Schrecken des Krieges kennenlernte, was sich als eines der beherrschenden Themen der späteren Folgen herausstellte. Eine für mich überraschende Wendung, aber ich muss sagen dass ich das sogar sehr gut fand – immer nur die Dungeons wäre auf Dauer wohl stupide geworden. Auch die anderen Charas, namentlich vor allem Alibaba und Morgiana waren in der Zeit natürlich nicht untätig und letztendlich trafen sich alle in der Küstenstadt Balbadd wieder, dem Schauplatz des nächsten großen Arcs. Übrigens mein Lieblingsarc bisher. Dort lernten wir Kassim, Alibabas Freund aus Kindertagen und Anführer einer Rebellentruppe, sowie Sindbad, seines Zeichens König von Sindria und großer Held, kennen. Außerdem erfuhren wir, dass das Volk von Balbadd von seinem unfähigen König unterdrückt und seine Rechte mit Füßen getreten wurden. Alibaba, der uneheliche Sohn des alten verstorbenen Königs musste mithilfe seiner Freunde einschreiten und verschiedene politische Auffassungen trafen aufeinander. So wollte Alibaba etwa die Situation durch Verhandlungen und neue Gesetze ändern, Kassim dagegen meinte eine gewaltsame Revolution sei der richtige Weg. Das ist einer der Gründe warum dieser Arc so interessant war: das regte zum Nachdenken an! Wie würde man selber reagieren, wenn man ein solches Problem lösen sollte? Ich hielt es da eher mit Alibaba, der auch fast eine Lösung geschaffen hatte – dann kam jedoch Kassim und hetzte das Volk auf. Letztlich gipfelte alles in einem Duell zwischen Alibaba und dem zum Black Djinn gewordenen Kassim. Das Ende dieses Duells war für mich der emotionale Höhepunkt des Animes, eindeutig.

Danach ging es leider bergab. So etwa ab Folge 20, kann man sagen. Scheinbar nahm der Anime ab da einen anderen Weg als die Manga-Vorlage – wie gesagt, ich habe diese nicht gelesen und kann es nicht selber beurteilen. Jedoch wirkte die Story ab da irgendwie gehetzt und nicht mehr so interessant und mitreißend wie zuvor. Schon die Folgen, als Alibaba und die anderen nach Sindria kamen waren nicht mehr so prickelnd, aber die letzten paar Folgen, in denen Alibaba dann auch noch vom Bösen übernommen wird waren mehr so WTF. Wohl wieder mal die Schuld vom Studio A1 Pictures, die solche Dinger schon öfters verzapft haben. Aber da mir die erste Hälfte inklusive Balbadd-Arc sehr gefallen hatte konnte ich das verschmerzen und mein Gesamteindruck vom Anime blieb eher positiv. Nun bin ich auf die zweite Staffel gespannt, die gleich nach dem Ende der ersten angekündigt wurde. Und den Manga werde ich definitiv auch lesen, damit ich nachvollziehen kann warum Manga-Kenner den Anime für schlecht hielten.

Wie ich schon sagte, fand ich die (Haupt)Charaktere von Anfang an sympathisch. Der erste Eindruck bestätigte sich dann glücklicherweise auch. Da ist zum einen Aladdin: ein süßer blauhaariger Shota mit Oppai-Fetisch, wie kann man den nicht mögen?! Ich fand ihn richtig süß und zum Knuddeln, und ich glaube das würde ihm sogar gefallen xD Mein Lieblingschara ist aber Alibaba. Auf den ersten Blick mag er wie ein Feigling wirken, weil er oft unentschlossen ist und sich wenig zutraut. Im Laufe der Serie wächst er aber sozusagen an seinen Aufgaben und als er etwa im Balbadd-Arc Verantwortung übernehmen und seine Landsleute vor der Sklaverei retten muss ist er schon zum würdigen Helden geworden. Seine Zweifel bleiben aber bestehen, so fällt es ihm schwer den Kampf gegen seinen ehemaligen Freund Kassim aufzunehmen, weil er auch dessen Beweggründe irgendwie verstehen kann. Auch diese Seite an ihm mochte ich aber, weil man sich dadurch immer gut mit ihm identifizieren konnte und er glaubhaft blieb. Wäre er plötzlich zum perfekten strahlenden Helden geworden, hätte ich das schon ganz schon unglaubwürdig gefunden. Zusammen mit dem ehemaligen Sklavenmädchen Morgiana bildet er außerdem noch mein Lieblingspairing. Mor stammt ursprünglich vom „Dark Continent“ und ist extrem kampfstark. Sie ist Aladdin und Alibaba sehr dankbar, weil die beiden aus der Sklaverei befreit haben sehr dankbar und schließt sich den beiden für spätere Abenteuer an. Ich finde sie richtig süß und hoffe dass aus ihr und Alibaba auch im Canon was wird :)

Diese drei sind die Mainchars, natürlich kommen noch viele mehr vor, die ich jetzt aber nicht alle aufzählen will. Nur kurz noch etwas zu Judal, dem Hauptantagonisten der Serie (so wirkt er zumindest auf mich): ihn finde ich irgendwie wahnsinnig nervig, allerdings gefällt er mir optisch wiederum schon….ahh, was für ein Fangirl-Dilemma! ;) Von den „Bösen“ mochte ich Kassim noch ganz gerne, auch mal wieder wegen seinem Seiyuu. Und auch so.

Opening und Ending:

Fazit:
Viele Mangaleser sagen, der Anime soll im Vergleich zum Manga richtig schlecht sein. Also wenn das schlecht war muss der Manga genial sein! Natürlich hatte der Anime seine Schwächen, aber insgesamt hat er mir gefallen. Ich bin schon jetzt gehyped auf das deutsche Release im Herbst, damit ich mir von den Unterschieden selber ein Bild machen kann.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Magi - The Labyrinth of Magic, Review

  1. Shino-Bakura

    22. April 2013 at 08:50

    Für mich war Magi wohl eine der größten Anime-Enttäuschungen seit langer Zeit. Die Serie beginnt mit einem für Anime kreativen Setting, guten Animationen, unterhaltsamen Charakteren und einer spannenden Grundhandlung. Nach den ersten 3 recht guten Folgen beginnt es dann aber schon langsam abzunehmen. Einige Folgen später scheint die Serie aber selbst schon gar nicht mehr zu wissen, wo sie hin möchte und nach und nach zerstört sie sämtliches Potential. Und mir jetzt egal ob die Leute wieder mit ihrem Standardspruch kommen: Ja wir wollten ja gar keine Serie voller Action und Kämpfe + das clearen von Dungons. Tut mir ja leider, aber die Serie verklauft sich nach außen hin selbst als Shounen Serie mit genau so etwas. Ich meine wozu haben wir dann diese tolle Main die super stark ist? Damit sie dann gefühlte 10 Folgen im Hintergrund rumsteht und zuhört wie die über Polititk schwaffeln? Ganz großes Kino Magi.

    Die Serie hält nicht was sie verspricht und langweilt einen später nur noch zu tote + verschenkt sein kreatives Setting durch das rumreiten auf Klischees. Also klar, die Serie darf dir gerne gefallen haben, jedoch ist Magi weit entfernt ein gutes Anime zu sein sondern zeigt nur mal wieder, wie gut man Budget und Potential verschwenden kann.

     
 

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