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Anime-Rückblick: Smile Precure!

07 Feb

Nach einem Jahr mit den Precures wird es Zeit für ein Fazit!

Smile Precure war meine erste richtige Begegnung mit dem Precure-Franchise. Ganz früher habe ich mal ein paar Folgen der einen Staffel, die es auf deutsch gab in TV aufgeschnappt, aber mehr auch nicht. Als Smile dann anlief habe ich auf Twitter, Tumblr und Co einige Bilder davon gesehen und fand es ganz niedlich. Also habe ich mal angefangen. Die ersten Folgen haben mir dann gleich richtig nostalgische Gefühle beschert: wie Miyuki und Co nach und nach ihrer Bestimmung als weltenrettende Precures bewusst werden und sich in Magical Girls verwandeln erinnerte mich an Sailor Moon & Doremi aus meiner Kindheit. Auch sonst war die Serie schön bunt und fröhlich, eine nette Abwechslung wenn man vorher etwas trauriges geguckt hatte und wieder auf andere Gedanken kommen wollte. Das altbekannte Monster-of-the-Day-Prinzip störte da nicht weiter.

Gegen Mitte der Serie wurde es dann aber für Kinderserien-Verhältnisse ungeahnt dramatisch: die Precures wurden mit einer unüberwindbaren Bedrohung konfrontiert und drohten daran zu verzweifeln. Da habe ich richtig mitgelitten, was ich bei einer Serie für die jüngere Zielgruppe nie für möglich gehalten hätte (okay, bei Ina11 bangt man ja auch immer mit, aber im Vergleich erscheint mir Precure insgesamt noch einen Tick „kindischer“ – dementsprechend groß war meine Überraschung.). Und diese geradezu Higurashi-esken Psychofaces (siehe Pics) taten ein Übriges. Natürlich wurden der Tag, Candy und die Welt letzendlich gerettet, aber diese Episoden waren einfach genial und zu diesem Zeitpunkt war ich richtig geflasht von der Serie.

Precure no Naku Koro Ni?

Leider blieb das nicht so, danach plätscherte die Serie so vor sich hin. Es war klar, dass irgendwann nochmal Action kommen musste, denn immerhin faselten Joker und Co ständig davon, Pierrot wiedererwecken zu wollen. Leider kam das große Finale dann ziemlich abrupt und hat mich auch etwas enttäuscht. Erstmal: Auf einmal kam heraus, dass Candy die ganze Zeit über das Miracle-Juwel hatte (bzw. selber das Juwel war?) und zu allem Überfluss entpuppte sich das nervige Maskottchen auch noch als neue Königin des Märchenlands. Und dann waren Wolfrun, Majorina und Oni auch noch eigentlich Fairies aus dem Märchenland, die nur von Joker benutzt worden o.O Okay, das Duell  der Precures gegen diese drei war noch das beste am Finale – als die vermeintlichen Fieslinge den Precures erklärten wie die Dinge aus ihrer Sicht waren verschwammen mal die vorher so klaren Grenzen zwischen Gut und Böse. Auch die Bad End Precures waren cool (die böse Version von Cure Peace – herrlich xD), aber leider bekamen sie viel zu wenig Screentime! Hätte man da nicht vorher ein paar der sinnlosen Filler rausnehmen können, um mehr Zeit für das Finale zu schaffen? So wirkte alles zu abgehackt. Der Höhepunkt war dann der Kampf gegen Pierrot – obwohl, was für ein Kampf. Am Ende waren die Mädchen mehr damit beschäftigt darüber zu trauern, dass sie Candy nicht wiedersehen würden als endlich mal die Welt zu retten *lol* Die Heulszenen fand ich etwas übertrieben – ich weiß, dass ich nicht die Zielgruppe des Animes und damit kein richtiger Maßstab bin, aber das war doch etwas viel. Um wieder den Vergleich zu Ina11 zu ziehen, da gab es durchaus Stellen, die mich mehr berührten und bei denen ich fast heulen musste. ^^ Whatever, am Ende siegte natürlich das Gute, weil die Precures auf einmal total overpowered waren. Einige Szenen von Cure Happy erinnerten mich gerade zu an Goddess Madoka o.O Candy kam nach einer Weile natürlich auch wieder in die reale Welt zurück. Und das, wo sie doch die neue Königin werden sollte. Hat man da Zeit für solche Ausflüge? Wie auch immer, das Ende hat mich absolut nicht vom Hocker gerissen. Dafür waren aber die Folgen in der Mitte der Serie absolut genial.

Den Preis für den blödesten Gesichtsausdruck gewinnt aber Nao. Glückwunsch!

Die fünf Precures sind allesamt liebenswert, wenn auch recht klischeehaft. Die Anführerin Miyuki Hoshizora alias Cure Happy ist ein immer fröhliches, gutmütiges, aber sehr tollpatschiges Mädchen. Usagi aus Sailor Moon und Doremi lassen grüßen. Yayoi Kise alias Cure Peace ist ein schüchternes, ängstliches Mädchen – aber wenn sie nur will kann sie über sich hinauswachsen. Von allen Precures fand ich sie am niedlichsten, besonders wie sie sich bei ihrer Attacke „Peace Thunder“ immer selber erschreckt. ^^ Dann ist da noch Cure Beauty, mit richtigem Namen Reika Aoki. Sie ist eine richtige Yamato Nadeshiko: hübsch, nett und schlau. Diesen Typ von Chara mag ich nicht ganz so sehr, aber eigentlich war sie schon ganz okay. Zuletzt kann das Team mit gleich zwei Sportskanonen aufwarten: die heißblütige Volleyballspielerin Akane Hino (passenderweise Cure Sunny) aus Osaka und Nao Midorikawa (Cure March), ein echtes Fußball-Ass – und ein richtiger Familienmensch ist sie auch noch. Nao ist meine Lieblings-Precure, zum einen weil ich sie einfach als Charakter sehr mochte und auch weil sie von Marina Inoue gevoiced wird. Generell muss ich sagen, dass die Seiyuus einen sehr guten Job gemacht haben – die jeweilige Stimme passte sehr gut zum jeweiligen Charakter. Nur Candys Gequieke konnte nervig sein…

Apropos Candy: Was wäre ein Magical Girl-Anime ohne süßes Maskottchen? Candy mochte ja anfangs noch ganz niedlich sein, aber nach ca. 30 Folgen ging sie mir nur noch auf den Keks. Ihre naive Art war irgendwann abgenutzt und taugte auch nicht mehr als Running Gag (ich erinnere da an die Episode mit der unsichtbar machenden Kamera). Die Bösewichte dagegen waren recht interessant: besonders Wolfrun fand ich cool :) Leider kämpfen Wolfrun, Majorina, Oni und Joker selten selbst, sondern verließen sich auf die langweiligen Akanbes.

Opening und Ending:

Fazit:
Meine erste Begegnung mit den Precures hatte ihre guten und schlechten Seiten. Ich glaube, die aktuelle Serie „Doki Doki Precure“ lasse ich erstmal aus, stattdessen hole ich irgendwann Heartcatch nach.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Smile Precure

  1. alex_roston

    7. Februar 2013 at 19:32

    Will auch schon seit Ewigkeiten die erste Season Precure nachholen, aber schiebe immer wieder was anderes dazwischen. Vielleicht sollte ich auch einfach, wie du, mit der aktuellen Serie anfangen und vielleicht kommt die Motivation dann von alleine^^.

     
    • Matsu

      8. Februar 2013 at 11:57

      Gute Idee, dann könntest du mir gleich sagen ob sich die aktuelle Season doch zu gucken lohnt ;)

       
 

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