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Rückblick auf die Fall Season: Medaka Box Abnormal

29 Jan

Medaka Box hat in diesem Jahr gleich 2 Staffeln bekommen. Hat mir die 2. besser gefallen als die erste?

Medaka ist zurück, und Staffel 2 macht da weiter wo Staffel 1 aufgehört hat. Nachdem die Wunden vom Kampf gegen Unzen Myoga verheilt sind, wird sie zum Schulleiter gerufen, der sie in den geheimen Flask Plan (bei dem alle Menschen zu Genies gemacht werden sollen, damit die jetzigen Genies endlich Leute haben die sie verstehen) einweiht und ihre Mithilfe fordert. Sie weigert sich aber und deshalb bekommt sie es bald mit den außergewöhnlichen Schülern der 13th Party zu tun.

Die erste Staffel begann ja vor allem mit der titelgebenden Medaka Box, einer Art Kummerkasten des Schülerrates – und den darin gestellten Aufgaben, die Medaka und Kollegen so erledigen mussten. In Hälfte zwei des Animes ging es dann an den Kampf gegen Unzen Myoga. Damals kritisierte ich diese zweite Hälfte als zu unpassend und unglaubwürdig. Inzwischen bin ich schlauer und weiß, dass diese übertriebene Verrücktheit mit zum Charme von Medaka Box gehört. Nichtsdestrotrotz finde ich dann den Titel und die Inhaltsbeschreibung der ersten Staffel etwas irreführend, denn alleine davon bin ich davon ausgegangen, dass eben diese Kummerkasten-Aufgaben das zentrale Element der Serie sind (aktuell kommt davon ja gar nichts mehr vor). Deswegen bin ich wohl mit falschen Erwartungen an die Serie herangegangen, was auch meine Enttäuschung über Staffel 1 erklärt. Aber hier soll es nicht um die erste, sondern um die zweite Staffel gehen. Diesmal war ich vorgewarnt :)

Trotzdem fand ich die ersten Folgen eher mies. Viele der neu vorgestellten Charas interessierten mich nicht sonderlich, da man außer ihrem Namen und ein paar sinnlosen Daten wie Blutgruppe nicht viel über sie erfuhr. Besonders Miyakonojou nervte mich total, und dass der dann auch noch Medaka zu seiner Frau machen und für den Flask Plan einspannen wollte machte es nicht gerade besser. Eigentlich fand ich nur die Folge um Kei Munakata ganz gut. Die erste Hälfte hat mich also eher enttäuscht und ich hatte fast keine Lust mehr weiterzumachen. Immerhin kenne ich den Manga nicht und wusste nicht was mich erwarten würde. Im Laufe der Staffel wurde es dann jedoch wesentlich besser, etwa die Enthüllungen über die Identität von Medakas Schwester waren sehr interessant. Generell kann man sagen, dass in dieser Staffel die Maincharas viel besser und ausführlicher vorgestellt werden – das fand ich ebenfalls sehr gut! Und der finale Kampf zwischen Medaka und Miyanokonojou hatte es in sich (wie Medaka erst seine Gehirnwäsche aufhebt und dann seine Fähigkeit Leuten Befehle zu geben gegen ihn verwendet – priceless!). Süß war auch der Rückblick auf Zenkichi und Medaka als Kind – dass Zenkichi für Medakas Wunsch, den Menschen zu helfen verantwortlich ist und damit ihrem Leben erst einen Sinn gegeben hat erklärt die Beziehung zwischen den beiden. Leider endet der Anime nach nur 11 Folgen sehr abrupt, denn Folge 12 animiert die Geschichte von Misogi Kumagawa (der im Anime noch kaum Auftritte hatte, aber aus einem Oneshot bekannt ist und von dem wir wohl noch mehr sehen werden). Seine Geschichte fand ich okay (und ich bin schon auf den Moment gespannt wenn seine Fähigkeiten in der Hauptserie vorkommen), aber vielleicht hätte man da eine Bonus-OVA draus machen können und die 12 Folgen lieber komplett für Medaka und Co genutzt.

An dieser Staffel hat mir auch gefallen, dass Themen wie Ausgrenzung von Leuten die anders sind eine Rolle gespielt haben. Klar ist es nicht richtig, wenn die „Abnormalen“ von den „Normalen“ ausgegrenzt und gemobbt werden. Dennoch habe ich wenig Verständnis für die 13th Party und den Flask Plan gehabt. Hoffentlich scheitert das Ganze in einer möglichen nächsten Staffel komplett ;)

Wie ich schon erwähnt hatte wurde in den 12 Folgen einiges für das Chara-Development getan. Das fängt schon bei Medaka an: wir sehen wie sie in ihrer Kindheit war (was ein krasser Gegensatz zur Medaka von heute!) und wie sie dazu gekommen ist Menschen helfen zu wollen. Und warum sie im Gegensatz zu den anderen Genies mit Spezialfähigkeiten nicht für den Flask Plan ist. Außerdem erfahren wir, wie wichtig Zenkichi für Medaka wirklich ist und was sie ihm zu verdanken hat. Und auch die beiden anderen Mitglieder des Schülerrates lernen wir endlich richtig kennen (und mögen, vorher waren mir die beiden eher egal). Wie gut Mogana kämpfen kann und wie wichtig Medaka ihr ist überraschte mich sehr. Und von Akune erfuhren wir, dass er in der Vergangenheit ein Delinquent war und erst durch einen Kampf gegen Medaka wieder auf den rechten Weg zurückfand. Da konnte ich dann über die teils etwas farblosen neuen Charas hinwegsehen.

Opening und Ending:

Fazit:
Bei Staffel 1 wusste ich (wegen mangelnder Manga-Kenntnisse) noch nicht so ganz welche Richtung der Anime einschlagen will. Nun ist es eher in die verrückte Richtung gegangen, was der Anime in Staffel 2 aber deutlich besser und interessanter umsetzen konnte als in S1.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Medaka Box Abnormal, Review

  1. Mitsuru-Senpai

    29. Januar 2013 at 14:17

    Joa, Medaka Box Abnormal. Ich gehör zu der Sorte Vorlagenkenner.

    Omfg. Ich hab diesen Manga, ungelogen, wegen Kumagawa angefangen. In dem „Lieblingsbösewicht“-Thread auf DN ein Bild von ihm gesehen und sofort verliebt. Dann fing mir der Manga auch ohne ihn an zu gefallen. Weil Unzen ein toller Psycho-Shota ist. Weil die abgedrehte Parody-Action zu gefallen weiß. Weil Oudo, Naze, Munakata, Yukuhashi und der gesamte Flask Plan Arc richtig toll waren.
    Und dann kam Kumagawa. Und ich starb.
    Okay, es geht hier um die Serie, und nicht um den Jungen, aber da ich den Manga im Kopf insgeheim eh schon „Kumagawa Box“ (nach „Ahogen Box“, aber so heißt auch eher der Anime) getauft habe, und er für mich einfach die meiste Fazination und die interessantesten Story-Ansätze ausmacht, ist es schwer, es nicht um ihn handeln zu lassen. Aber versuchen wir es mal:
    Anfänglich ist Medaka Box ziemlich tröge, aber spätestens mit Unzen, noch späterer mit dem Flask Plan und allerspätestens mit Kumagawa und dem Minus Arc muss man Gefallen an der Serie finden. Und ich habe bisher nur Meinungen gehört, die dies zu 100% unterschreiben!
    Die Ideen sind genial. Wir haben Abnormal Medaka, wir haben Specials Akune und Kikaijima, und wir haben … Normal Zenkichi. Und an dieser Schule gehen viele Dinge nicht rechtens zu. Und spätestens, wenn Minuse und Not Equals dazu kommen, ist die Story perfekt. ♥
    – Übrigens: 90% aller Leser, die Medaka Box angefangen haben, nachdem das 53. Chapter draußen war, haben die Serie nur wegen Kumagawa angefangen. Dazu gehört einfach mal mein kompletter Freundeskreis. :> Ich denke, das soll was heißen.

    Soviel zur Vorlage.
    Leider muss man halt dazu sagen, dass GAINAX den Anime verkackt hat. Animationen waren murb, Pacing besonders in S1 meh – zu viel gestreckt und mit einem Filler beendet – und hier und da auch Seiyuu-technisch ein paar Fehlbesetzungen.
    S2 aka Abnormal wurde dann um einiges besser, aber das hab ich auch erwartet. Zumindest war ja die Story allein schon aus Vorlagensicht interessanter als jene von S1. Dazu kommt, dass ich die Chars der 13 Party einfach toll finde, vor allem eben Naze-chan, Oudo und Munakata.
    Und dann natürlich Kumagawa. Der Neuling wird sich hier verarscht fühlen, aber für Vorlagenkenner war das DIE ultimative Hommage an den Good Loser. Vor allem macht die 12. Episode dann Sinn, wenn man das gleichnamige Manga-Kapitel „Good Loser Kumagawa“ gelesen, da die 12. Episode die Story dieses Chapters weiter spinnt.
    Und nun könnte man natürlich mit „Deep Shit“ anfangen, wie „Das Farblose Ende der Episode deutet daraufhin, dass man nur im Manga erfährt, wie es weiter geht“ oder „Anshin’ins Auftauchen lässt darauf schließen, dass eine 3. Staffel kommen MUSS“, aber das wäre jetzt zu viel.

    Allgemein: GAINAX hätte viel mehr aus Medaka Box rausholen können. Von Anfang an 24 oder 26 Episoden, die den Introduction-Arc, den Arc mit Unzen und eben den kompletten Flask Plan Arc abhandeln, bessere Animationen und generell mehr Liebe zum Detail hätten das zu einer wunderbaren Adaption machen können.
    So ist Medaka Box Abnormal aber nur eine Serie, die höchstens – wenn überhaupt – Lust auf den Manga macht. :<

     
  2. alex_roston

    3. Februar 2013 at 17:06

    Habe nun auch nach dem Ende von Abnormal den Manga angefangen und ich muss sagen, dort werden manche Sachverhalte ausfürhlicher und klarer dargestellt, als im Anime. Mir ging es umgedreht: Hab die erste Hälfte von Abnormal sehr gemocht (vor allem die Zenkichi-Folge; ich liebe einfach seinen Charakter und er denkt stellenweise in denselben Mustern, wie ich^^). Der Rest war teilweise viel Over-the-top, aber das gehört zu Medaka Box einfach dazu. Die Serie lebt von Superlativen.

    Ich fanddie Entscheidung Kumagawa in der letzten Episode einzuführen auch nicht soo falsch. Immerhin machte es wenig Sinn jetzt noch mit der weiteren Story fortzufahren und er ist mir dadurch auch etwas sympathischer geworden (halt ein „Good Loser“, mit dem man auch irgendwie Mitleid haben kann^^). Ich schließe mich meinem Vorredner an: GAINAX hätte auch noch mehr aus der Serie rausholen können. Was sie allerdings grandios gemacht haben, ist der Soundtrack. Der hat mir schon in Staffel 1 gefallen.

    Ich hoffe auch auf eine Fortsetzung des Animes, was allerdings bei aktuell über 170 Kapiteln noch lang werden könnte. Aber Medaka Box hat einfach so viele außergewöhnliche Charas, solch eine Serie darf nicht unter den Tisch gekehrt werden^^.

     
 

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