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Rückblick auf die Fall Season: K Project

08 Jan

Oder auch einfach „K“, aber dann wäre mir der Titel zu kurz geworden *lol*

Die Welt von K ist in mancherlei Hinsicht ganz anders als unsere. Zum einen ist die Geschichte anders abgelaufen, und zum anderen gibt es im heutigen Japan 7 sogenannte Könige, die Untergebene um sich scharen und sich mit den anderen Gruppen Duelle mit psychischen Kräften liefern. Mitten hinein in diese Kämpfe schlittert der Schüler Yashiro Isana. Eines Tages wird er bei einer Besorgung in der Stadt plötzlich von ein paar jungen Männern angegriffen, die behaupten er habe einen Mord begangen. Belastendes Beweismaterial gibt es auch: ein Video, auf dem eindeutig Yashiro zu sehen ist und seine Tat zugibt. Doch der ist sich sicher nichts damit zu tun zu haben und muss seine Unschuld beweisen während er von den rivalisierenden Gruppen gejagt wird!

Von Beginn an ist man nach jeder K-Folge erstmal verwirrt. Man weiß nicht so recht, was der Anime eigentlich ist und um was sich die Story eigentlich dreht. Da ist die Backstory um die rivalisierenden Banden – aber leider wird die kaum näher ausgeführt. Okay, Reds und Blues bekriegen sich mal (Fußball-Fans werden gleich an Liverpool gegen Chelsea denken *lol*) und das große Finale ist der Kampf der beiden Könige. Aber da hätte man mehr daraus machen können. Der zweite große Part ist Yashiros Story, die anfangs noch recht einleuchtend und leicht zu verfolgen war. Dann bekamen wir aber einen random Flashback zu Adolf K. Weismann präsentiert, mit dem man erstmal nicht viel anfangen konnte. Als dann Yashiros wahre Identität aufgedeckt wurde ergab natürlich alles Sinn, aber vielleicht wäre es sinnvoller gewesen den Flashback nach dieser Enthüllung zu platzieren. Immerhin wurde dann plausibel aufgedeckt, wie das nun mit dem Mord war, den Yashiro begangen haben soll. Nur den ganzen Körpertausch-Kram habe ich mal wieder nicht ganz verstanden. Yashiros/Adolfs/Silver Kings richtiger Körper war doch der im Luftschiff, und der Colorless King (dieses kleine Fuchsgeist-Ding) hat diesen im Körper von Yashiro aufgesucht – dann wurden die Körper vertauscht. So weit, so gut….aber wem hat der „Yashiro“-Körper ursprünglich gehört? Irgendjemandem muss dieser Körper doch mal gehört haben, aber was ist mit dem ursprünglichen Besitzer passiert? Ich erwarte Aufklärung ;)

Solche Szenen lassen die Fujoshis jauchzen!

Was mich am Hype um K genervt hat waren mal wieder die BL-Fangirlies, die überall gleich potenzielle Yaoi-Szenen reininterpretieren mussten. Ich bin ja auch ne kleine Fujoshi, aber nur weil der Cast fast rein männlich ist heißt das nicht, dass alle ineinander verliebt sein müssen. Gut dagegen war mal wieder die Benutzung von deutschen Wörten und Namen. Also Yashiro plötzlich Deutsch geredet hat musste ich so lachen xD Immer wieder faszinierend zu sehen bzw. zu hören wie sehr die Japaner unsere Sprache mögen.

Der Charaktercast ist auf den ersten Blick unüberschaubar groß, man merkt im Laufe der Serie aber schnell, dass nur einige wenige dieser Charas näher vorgestellt werden und viel Screentime haben. Die meisten bleiben nur im Hintergrund und bekommen nicht wirklich einen eigenen tieferen Charakter. Im wesentlichen stehen vor allem Yashiro Isana, Neko und Kuroh Yatogami im Mittelpunkt des Geschehens. Yashiro ist zu Beginn ein völlig normaler und leichtlebiger Typ, der dann auf einmal in den Krieg der Könige hineingezogen wird, womit sich für ihn alles schlagartig verändert – in seine Situation konnte man sich recht gut hineinversetzen. Damit, dass er in Wirklich auch einer der Könige ist, habe ich wegen seiner Persönlichkeit nicht gerechnet. Aber später ändert sich das ja und er wird mehr king-like. Neko fand ich zwar recht niedlich, aber manchmal auch ein bisschen nervig – und dass sie anfangs meist ohne Klamotten rumläuft war wohl der billige Versuch etwas Fanservice für Jungs mit in die Serie einzubringen. Der dritte im Bunde, Kuroh, sorgt dagegen für geballten Bishie-Service. Ich fand ihn ziemlich cool, mein zweitliebster Chara der Serie. Auch durch seine kleinen Macken ragte er aus dem Cast heraus. Von den 7 Königen lernen wir erstmal nur den Red and Blue King kennen. Vom optischen her war Blue King Reishi eher mein Fall, aber charakterlich war Red King Mikoto mir lieber – er wirkte irgendwie netter. ^^ Mein Lieblingchara ist aber auf jeden Fall Misaki Yata. Eigentlich sind Skaterboys eher nicht mein Ding, aber er ist einfach nur süß – denn hinter seiner harten Schale verbirgt sich definitiv ein weicher Kern und damit ein echt netter Typ. Außerdem wird er von meinem Lieblingsseiyuu Jun Fukuyama gesprochen. Grund genug zum Fangirlen also! Weiterhin einige Auftritte haben vor allem die HOMRA-Mitglieder (also die Roten) wie Anna Kushina und Izumo Kusanagi (auch als Shizuo-Klon bekannt *lol*). Die meisten der Blauen sind mir sofort wieder entfallen – muss wohl daran liegen, dass sie grundsätzlich nur in Gruppen aufgetreten sind und alle die gleiche Uniform tragen ;)

Das Herausragendste an K ist die Optik. Da gab es keinen Grund zum Meckern – auch die Charakterdesigns waren an sich sehr kreativ und abwechslungsreich. Leider kamen dann eben wie gesagt nur wenige Charas wirklich ausführlich vor, so dass da viel Potenzial verschwendet wurde. Auch die musikalische Untermalung passte sehr schön zum modernen Großstadtsetting. Die hip-hop-lastigeren Stücke sind zwar nicht mein persönlicher Geschmack, haben sich aber sehr schön ins Gesamtbild eingefügt. Ich muss zugeben, dass der Rest etwas hinter den Äußerlichkeiten zurückbleibt.

Opening und Ending:

Fazit:
Ein Glück, dass eine Fortsetzung bereits angekündigt ist. Der Anime hatte viele gute Ansätze, die aber leider nicht konsequent bis zum Ende durcherzählt worden. Staffel 2 kann da hoffentlich manches besser machen. Trotz einiger negativer Punkte hat mich der Anime aber insgesamt doch gut unterhalten und vor dem Schirm gefesselt.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, K Project, Review

  1. sgrdamon

    10. Januar 2013 at 23:56

    Wurde schon angekündigt wann staffel 2 erscheint? sub oder als cd zukaufen?

     
    • Matsu

      11. Januar 2013 at 11:28

      Ein Datum gibt es leider noch nicht. Hoffentlich dauert es nicht zu lange :/

       
  2. alex_roston

    14. Januar 2013 at 02:18

    Ich selbst habe nur die erste Folge von K gesehen, aber so langsam bestätigt sich mein Verdacht, das der Anime wohl eher an ein weibliches Publikum gerichtet ist. Das Charakterdesign und die Animationen wirkten mir irgendwie zu extravagant und androgyn.
    Außerdem hätte mich die Story wohl nicht wirklich lange an dem Bildschirm gehalten. Sobald mehr als 1-2 Organisationen/Institutionen parallel eingeführt werden verliert man schnell mal den Überblick, wer zu wem gehört und wie deren Beziehung untereinander ist. Da lob ich mir den Detektiv Conan Ansatz: EINE dunkle Geheimorganisation… mehr nicht^^.
    Naja, die Fangirls können sich auf jeden Fall über eine 2. Staffel freuen^^.

     
    • Lescher

      10. Mai 2013 at 22:28

      Bullshit, stimmt einfach nicht :)
      Sher sehenswert der Anime

       
 

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