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Rückblick auf die Spring Season: Sengoku Collection

07 Nov

Sengoku Collection hat mich jetzt seit 6 Monaten begleitet. Und der Abschied ist mir schwer gefallen.

Alle Folgen von Sengoku Collection (oder abgekürzt Sencolle/Senkore) hatten eine gemeinsame Grundidee: Einmal mehr sind die bekannten Figuren aus dem alten Japan (Nobunaga Oda, Hideyoshi, Akechi Mitsuhide etc.) statt Männern junge Mädchen. Diesmal landet aber niemand aus der Gegenwart in der Vergangenheit, sondern umgekehrt kommen die Samurai-Mädels in unsere heutige Zeit. Allen voran Nobunaga Oda. Sie erfährt, dass sie in ihre Zeit zurückkehren kann wenn sie die Schätze der anderen Krieger einsammelt – und das tut sie dann auch. Allerdings ist das nur der grobe Storyfaden, der die Folgen zusammenhält. Eigentlich hat jede Folge eine komplett andere Handlung, in der eine andere Person im Vordergrund steht und sich mal mehr, mal weniger gut mit dem Leben in der Gegenwart zurechtfindet. Von Idol über die geniale Erfinderin bis zur gesuchten Gangsterbraut – da ist alles mit dabei.

Hui, Kondou-san hat sich seit Hakuoki aber schwer verändert xD

Wie ich gelesen habe, war für jede Folge ein anderer Verantwortlicher zuständig. Man merkte es teils stark, denn der Stil und die Qualität der Folgen war schwankend. Manche Episoden waren supergut, andere dagegen langweilten den Zuschauer schnell. Für mich hat aber das Positive überwogen. Das mag auch daran liegen, dass es anders als in manchem Samurai-Girls-Anime (so nenne ich dieses Subgenre jetzt einfach mal ^^) es hier nicht so sehr ums Kämpfen geht, sondern mehr um Slice-of-Life-mäßige Episoden. Wie schon kurz erwähnt, eine der zeitreisenden Kriegerinnen wird etwa zum gefeierten Idol und wir erleben mit, wie sie sich im Musikbusiness behaupten muss. Es geht also mehr um die Protagonistinnen und ihr Leben in der Neuzeit selbst, nicht um Kämpfe und Eroberung. Natürlich ist es nicht leicht, wenn man aus der Vergangenheit in unsere heutige, stark von Technik geprägte Zeit kommt, und so sind die Abenteuer meistens sehr lustig. Ich hatte mit fast allen Folgen eine Menge Spaß, spontan fällt mir jetzt keine Folge ein die ich wirklich schlecht fand.

Also irgendwie muss ich bei dem Bild immer an Cure Beauty denken :/

Natürlich ragten manche Episoden aber positiv heraus. Die mit Abstand beste Folge war in meinen Augen die Nummer 18. Zu Beginn fand ich die Folge sogar noch etwas langweilig. Yoshitsugu, die Heldin der Folge mochte ich aber auf Anhieb – sie wirkte so allein und verloren und man hoffte, dass sie ihr Glück finden würde. Und als sich die Geschichte dann entwickelte, wurde sie immer toller und rührender. Am Ende, als Yoshitsugu endlich ihrer Brieffreundin den langersehnten Besuch abstatten will und die Wohnung leer ist..da kamen mir die Tränen. Kritisiert wurde von manchen Leuten, dass die Folge nicht zu den restlichen eher lustigen Folgen passte – aber ich fand gerade den Kontrast zwischen dieser rührenden Folge und dem Rest sehr schön.

Eine andere bemerkenswerte Folge war Episode 23. Erst dachte ich: WTF, eine Episode die im Kindergarten spielt? Was wird das denn? Das stellte sich dann aber als richtig lustig heraus, denn die Episode wurde sehr ernst und seriös angegangen. Während der Erzähler von Krieg und Eroberungen sprach, sah man wie Tsunehisa und ihre Armee aus Kindergartenkindern sich mit Matsch bekriegten und sich beim Bauen von Sandburgen übertreffen wollten. Der siegreiche Eroberer sollte die Herrschaft über die Sandkiste erlangen. So eine verrückte Idee muss ja geradezu genial werden, was? Ich war jedenfall begeistert. Und am besten war, wie Nobunaga am Ende ankam, die Sandburg zerstörte und tur Strafe von den Kiddies mit Matsch beworfen wurde. Da musste ich so lachen xD

Die letzte Episode war auch nochmal richtig nett. Es gab ein kurzes Wiedersehen mit allen Heldinnen aller Folgen, der eingespielte Song war außerdem richtig schön <3 Allerdings glaube ich nicht, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Das Ende war zwar offen, aber es wirkte doch rund und entgültig. Immerhin hatten sich die meisten der Damen sowieso entschieden in der Neuzeit zu bleiben (sie hatten ihren Schatz außerdem bereits an Nobunaga abgegeben, was eine Rückkehr unmöglich gemacht hätte), und am Ende wirkte auch Nobunaga selbst als wollte sie lieber mit Mitsuhide zusammenbleiben. Andererseits könnte es theoretisch doch noch weitergehen. Vielleicht kommt noch eine OVA, freuen würde es mich auf jeden Fall.

Opening und Ending:

Fazit:


Sengoku Collection war insgesamt eine sehr spaßige Serie, die mich sehr gut unterhalten hat. Die Qualität der Folgen schwankte sehr, allerdings konnte mich die Mehrheit davon überzeugen. Auch der ungewöhnliche Style trug einiges dazu bei. Schade, dass es vorbei ist…

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Sengoku Collection

  1. alex_roston

    9. November 2012 at 16:29

    Ist mal das gegenteilige Konzept von Oda Nobuna, aber hört sich doch recht interessant. Mich schreckt bloß ab, dass die Qualität so stark schwanken soll.
    Ich pack’s trotzdem mal in die Watchlist^^.

     
 

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