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Rückblick auf die Spring Season: Sankarea

16 Aug

Zombies müssen nicht unbedingt herumschlurfende menschenfressende Monster sein. Es gibt auch Moe-Zombies. Den Beweis dafür erbringt Sankarea.

Der 15-jährige Furuya hat kein Interesse an lebenden Menschen. Vielmehr gilt seine ganze Liebe und Leidenschaft den Zombies – sein Zimmer ist von oben bis unten voll mit Zombie-Figuren, DVDs, Spielen und mehr. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Liebe in seinem Leben bisher zu kurz kam. Denn wenn schon eine Freundin, dann soll es natürlich eine Zombie-Freundin sein! Sein Zombie-Wahn geht so weit, dass er sogar versucht seine tote Katze wieder zum Leben zu erwecken – zuerst mit mäßigem Erfolg. Bei seinen nächtlichen Aktion trifft er auf Sanka Rea, eine Tochter aus gutem Hause, die wenig später einem tödlichen Unfall zum Opfer fällt. Doch wie der Zufall es will, wirkt Furuyas neuester Zombie-Trank und erweckt Rea zu neuem (untoten) Leben! Damit wird für Furuya ein Traum wahr – aber ob sich zwischen den beiden etwas entwickeln wird?

Irgendwann hatte ich schon von der Manga-Vorlage zu Sankarea gehört. Irgendwie hat mich die Story angesprochen. Aber bei wie so vielen anderen Serien wurde es erstmal nichts mit dem Lesen, denn weder auf Deutsch noch auf Englisch ist der Manga zu haben. Wie es dann ebenfalls oft ist, habe ich mich über die Anime-Ankündigung sehr gefreut. Die Optik sah auf den ersten Bildern auch vielversprechend aus. Also habe ich mich mal ans Schauen gemacht.

Die ersten 3 Folgen waren richtig super. Ich hatte das Gefühl, hier mal wieder einen richtig guten Romance-Anime mit Drama/Horror-Touch gefunden zu haben. Die Story kam zwar langsam in Gang, dennoch wirkte es so als würde die Bühne für etwas größeres bereitet werden. Und insgesamt blieb die erste Hälfte noch ziemlich gut, ich hätte hier noch eine 8/10 als Bewertung gegeben. Leider wurde es dann etwas langweilig, deshalb ist es letztendlich eine 7/10 geworden. Die Folgen mit dem Rückblick in die Kindheit von Furuya und Ranko sowie Mero’s Story fand ich zum Gähnen langweilig (da haben auch die niedlichen Kinder nichts dran geändert). Das Staffelfinale mit dem Showdown zwischen Furuya, Rea und ihrem Vater war dann nochmal interessanter (auch dank der Enthüllungen von Reas vermeintlicher Mutter), allerdings ging mir alles ein bisschen zu schnell. Erst will Perverso-Papa sein Töchterchen nicht ziehen lassen, hütet sie wie seinen Augapfel und dann gibt er sich plötzlich geschlagen? Hm, okay… Aber das Ende der letzten Folge war dann ein würdiges Finale, finde ich. Was mir an Sankarea besonders gefallen hat, war die Tatsache dass in der (noch nicht sehr weit entwickelten) Liebesgeschichte zwischen Furuya und Rea durch ihr Zombie-Dasein noch ein bisschen Drama reinkommt. Immerhin weiß keiner, ob Rea noch lange weiterleben wird oder ob es schon bald mit ihr zuende gehen wird. Eben das wurde in der letzten Folge nochmals angesprochen, was das Ganze leicht bittersüß gemacht hat.

Gib’s ihm, Furuya! :D

Mainchar Chihiro Furuya ist zwar durch seinen Zombie-Fanatismus etwas seltsam, allerdings finde ich ihn erstens ziemlich niedlich. Und zweitens kümmert er sich später wirklich aufopferungsvoll um Rea und übernimmt Verantwortung für sie. Ich glaube nicht, dass das nur an seiner Zombie-Vorliebe liegt ;) Auch Rea hatte ich gerne, zum einen war sie keine schlechte Heroine (nicht so nervig wie manche anderen Anime-Mädels) und mit ihrer leicht naiven Art hat sie auch für ein paar Lacher zur Auflockerung gesorgt. Etwa als die Spießgesellen ihres Vaters sie kidnappen wollen und sie kurzerhand eine Bank aus der Verankung reißt und damit um sich schlägt. Tja, Zombies haben halt Kräfte von denen wir Menschen nur träumen können ;)

Hasschara Nummer eins war natürlich Reas Vater. Ein Typ, der regelmäßig Nacktfotos von seiner eigenen Tochter macht ihr kaum Kontakt zu anderen Menschen erlaubt – eeeep. Schade, dass der Typ noch ungeschoren davonkam. Auch Reas (Stief)Mutter wirkte erst unsympathisch und kalt, aber als man sie näher kennenlernte konnte man sie dann doch verstehen. Scheinbar leidet sie aber an Geschmacksverirrung, denn wie kann man bloß den Perverso-Papa heiraten wollen ? *schauder* Die Nebencharas fand ich eigentlich allesamt uninteressant bis nervig. Besonders Ranko manchmal… Oder auch Furuyas Familie war eher so lala.

Opening und Ending:

Fazit:
Leider hat die zweite Hälfte die Wertung für mich etwas gedrückt. Potenzial war aber genug vorhanden, also würde ich mich auf eine Fortsetzung freuen. Und der Manga würde mich auch interessieren.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Sankarea

  1. alex_roston

    16. August 2012 at 21:56

    Sankarea hat mir auch sehr gut gefallen.
    Obwohl ich mir denken konnte, dass Rea zum Zombie wird, ist mir in Episode 4 bei dem Sturz doch kurz der Atem gestockt. Auch Ihrem Vater hätte ich am liebsten die Pest und die Cholera gleichzeitig an den Hals gewünscht. Im Manga soll ja sogar Misshandlung im Spiel gewesen sein, wie man so hörte. Hast aber Recht, er ist definitiv zu glimpflich davongekommen.
    Mich hat aber auch gewundert, dass er erst Furuya seines besten Stückes berauben wollte, wo ich dachte:“Scheiße, der Typ fackelt da bestimmt nicht lange.“ Und dann diskutieren die ewig rum.

    Das Storytelling war zwar teils ziemlich sprunghaft (Meros plötzlicher Filler-Auftritt war mehr als überflüssig) und nicht immer konsequent, aber die Geschichte hat mich schon begeistert. Ich hoffe daher auch auf.eine Fortsetzung oder zumindest den Manga auf deutsch^^.

     
  2. Ohayo

    18. August 2012 at 16:14

    Prinzipiell fand ich Sankarea auch erst gut, hat sich dann jedoch in die falsche Richtung entwickelt. Erste Hälfte top, zweite Flop. Habs mir auch nicht zuende angeschaut.

     
 

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