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Rückblick auf die Spring Season: Natsuiro Kiseki

24 Jul

Slice of Life mit Moe-Mädchen? I’m in!

Die Inhaltsbeschreibung des Animes klingt erstmal ziemlich abgedroschen. So was hat man doch schon tausendmal gehört: 4 eng befreundete Mittelschülerinnen verbringen gemeinsam ihre Sommerferien und erleben dabei die verschiedensten Abenteuer des Alltags. Nicht dass mich das abschrecken würde, im Gegenteil: ich liebe das SoL-Genre, gerne auch mit viel Moe ;) Bei Natsuiro Kiseki kommt jedoch noch etwas dazu: Magie! Beziehungsweise ein Wunder, wie man schon unschwer am Titel erkennen kann (Kiseki bedeutet so viel wie Wunder). Denn die vier Freundinnen finden einen riesigen Stein, der Wünsche erfüllen kann – wenn eben vier enge Freunde sich um ihn versammeln und alle den gleichen Wunsch aussprechen. Natürlich sind die vier da erstmal skeptisch, aber es dauert nicht lange bis der Stein seine magischen Kräfte unter Beweis stellt. Und so erleben Natsumi, Saki und Co. einen magischen, unvergesslichen Sommer.

Fanservice war zwar seltener, aber es gab ihn doch ;)

In der ersten Folge erfahren wir erstmal dass die Gruppe Freundinnen bald auseinander gerissen wird: Saki muss mit ihren Eltern wegziehen, da ihr Vater eine neue Arbeitsstelle antreten will. Damit werden die Sommerferien die vor der Tür stehen, die letzten sein die alle gemeinsam verbringen können. Grund genug, so viele tolle Dinge zu unternehmen und so viel Spaß zu haben wie nur möglich! Dummerweise verkrachen sich Natsumi und Saki erstmal auf heftigste, und dieser Streit zwischen den beiden Sturköpfen muss erstmal geschlichtet werden. In so gut wie jeder Folge wünschen sich die Freundinnen dann etwas beim großen Stein, und so plätschert der Anime so vor sich hin. Gegen Ende merkt man dann aber, wie die Ferien langsam aufs Ende zugehen und Sakis Abschied immer näher rückt. Außerdem gehen die Mädels dann endlich mal zu einem Idol-Casting, statt wie vorher immer nur davon zu schwärmen, dass sie Idols werden wollen. Insgesamt hat mir die zweite Hälfte besser gefallen als die erste, so hat es sich immerhin gelohnt den Anime nicht vorzeitig zu droppen. Hier kam dann immerhin noch ein Anflug von Drama ins Spiel.

Story und Charaktere an sich hätten mich nicht so begeistert, was aber für meine Entscheidung den Anime weiter zu verfolgen ausschlaggebend war, ist der Hauch von Fantasy. Auch wenn die magischen Verwicklungen meistens eher für Comedy gesorgt haben als irgendwelche Probleme zu lösen. Am besten fand ich etwa, als zwei der total unterschiedlichen Heldinnen die Körper tauschen und keiner es merken darf. Oder als Saki im Onsen plötzlich unsichtbar wird und dann später wieder auftaucht – natürlich gänzlich unbekleidet ;) Zum Fortschritt der Story trägt die Magie aber leider eher wenig bei. Da hätte man den ein oder anderen Wunsch besser integrieren können, denn manchmal wirkt das Ganze etwas erzwungen und aufgesetzt. Originell ist die Idee aber dennoch, deswegen konnte dieser Part mich überzeugen.

Positiv fand ich, dass es kein erzwungenes Happy End gibt, es aber auch nicht komplett in Heulorgien ausartet. Saki zieht zwar trotzdem um – ich hätte erwartet, dass sie in letzter Sekunde doch noch mit den anderen zusammenbleiben kann – allerdings wollen die Mädchen weiterhin zusammen zu Idolcastings gehen und Freunde bleiben. Das Leben geht also trotzdem weiter. Schön, dass man da noch sozusagen als kleine Moral eingebaut hat, dass die Magie des Steins nicht alle Probleme lösen kann.

Die Charaktere sind ein bisschen flach geraten. Okay, man muss bedenken dass in 12 Folgen nicht viel Raum für die Charaentwicklung drin ist. Aber dennoch hätte das besser sein können. Besonders Rinko und Yuka wurden von den anderen beiden doch regelrecht in den Hintergrund gedrängt. Gerade bei Slice of Life kommt es in meinen Augen darauf an, dass die Charaktere möglichst interessant und liebenswert sind – warum sollte man sich sonst den Alltag dieser Charaktere anschauen wollen? In dem Bereich fand ich den Anime etwas schwach. Natsumi war mir zu sehr die stereotype, dauer-fröhliche Heroine, Saki ihr cooler Gegenpart (natürlich mit harter Schale und weichem Kern). Yuka hat vor allem für die Running Gags gesorgt (müsste ich einen Lieblingschara benennen wäre sie es deswegen wohl), und Rinko war eben der leicht emotionslose Typ. Man konnte die Mädels zwar durchaus gern haben, aber weiter im Gedächtnis (oder auf der Liste meiner Lieblingscharas) wird wohl keine davon bleiben.

Opening und Ending:

Fazit:
Zugegeben, ich habe schon bessere Slice of Life-Animes gesehen. Insgesamt war Natsuiro Kiseki aber okay, da es sich durch den magischen Touch etwas von der Masse abheben konnte. Außerdem hat mir das Ende gut gefallen.

 

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Natsuiro Kiseki, Review

  1. alex_roston

    26. Juli 2012 at 14:06

    Für mich als Fan von Aki Toyosaki und Minako Kotobuki war es natürlich Pflicht mal in diesen Anime reinzuschauen (Werden die 4 Heldinnen doch allesamt von der Band „Sphere“ gesprochen).
    Alles in allem waren sowohl Geschichte, als auch Charaktere aber keine Neuerfindung des Genres und ich hatte eher das Gefühl man wollte für die Sphere-Fanboys und -Fangirls einfach mal einen Anime raushauen.

    Was mich bei der Stange gehalten hat war eigentlich nur das Rätsel um den mysteriösen Stein und warum er den Mädchen die Wünsche erfüllt. Das wurde zwar auch in der letzten Folge nicht aufgeklärt, aber genau genommen ging es darum in der Serie ja nicht. Im Mittelpunkt steht ja die Freundschaft der 4 Mädchen. Und da war das Ende ein runder Abschluss für einen Anime, der wie du bereits sagst „okay“ war.

    Auch wenn Natsuiro Kiseki jetzt nicht in meiner Topliste auftauchen wird, so war es doch schön mal wieder einen Anime zu sehen, der nach 12 Folgen dann auch wirklich abgeschlossen wird. Bei vielen Serien ist es ja heute so, dass sie eigentlich nur als Einstieg dienen sollen, damit die Zuschauer danach den Manga weiterlesen, was dann immer zu den von mir so ungeliebten offenen Enden führt.

    Außerdem war auch ein paar lustige Szenen dabei und Yuka hat mir von ihrer Art ebenfalls am besten gefallen^^. Auch der Openingsong war schön.

     
 

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