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Rückblick auf die Winter Season: Mouretsu Pirates

12 Jul

Mouretsu Pirates hat mich jetzt seit Anfang des Jahres begleitet. Hat sich das Dranbleiben gelohnt?

Um ehrlich zu sein, hat mich erst der englische Alternativtitel auf MAL für den Anime begeistern können: „Miniskirt Pirates“. Das klang so richtig schön nach einer trashigen Ecchi-Serie im Piratensetting. Wie man sich doch irren kann…denn ganz im Gegenteil, Mouretsu Pirates wurde erstaunlich gut und hat mir (obwohl ich Sci-Fi und Space nicht gerade mag) doch noch sehr gut gefallen.

Im Mittelpunkt der Story steht die aufgeweckte High School-Schülerin Marika. Ihre Freizeit verbringt sie im Space-Yacht-Club ihrer Schule (man merkt es schon, das Setting ist sehr futuristisch gesprägt) und als Aushilfskellnerin in einem gemütlichen Cafe. Dann, eines Tages, tauchen zwei Fremde auf und eröffnen Marika, dass sie Untergebene ihres verstorbenen Vaters waren. Nun soll Marika die neue Kapitänin des Weltraum-Piratenschiffs Bentenmaru werden und damit ihrem Vater nachfolgen, wie es das Gesetz verlangt. (Die Piraten sind im Weltraumzeitalter übrigens keine marodierenden Plünderer, sondern bekommen eine offizielle Lizenz ausgestellt und übernehmen diverse Aufträge von Kunden.) Marika ist natürlich erstmal überrascht – so etwas passiert ja nicht alle Tage. Aber unsere Heldin kann sich mit dem Gedanken anfreunden, und bald heißt es: It’s time for some piracy!

Das Pacing der Serie ist teilweise etwas ungewöhnlich. Die ersten Folgen schleichen so vor sich hin, und viele Zuschauer hatten den Anime da schon gedroppt weil er ihnen zu langweilig wirkte. Später wird das Pacing dann schneller (und besser), so dass es sich lohnt dranzubleiben. Die Arcs sind alle von verschiedener Qualität, während der letzte Arc um Christie und auch der Serenity-Arc sehr spannend sind, mochte ich das Dinghi-Rennen und den Jenny Doolittle-Arc eher weniger. Da aber der Rest stimmt, kann man das verschmerzen. Denn neben Politik und Intrigen bekommt der Zuschauer actionreiche Weltraumschlachten und interessante Charaktere geboten.

Das Ende hat viele Fragen offen gelassen. Etwa wie es mit Christie Quartz‘ Plänen weitergeht, oder ob Marika erfährt dass ihr Vater noch lebt und wer er wirklich ist (was außer ihr praktisch jeder schon weiß xD). Okay, es kommt noch ein Film, aber ob da alles geklärt werden kann? Glaube ich eigentlich nicht. Eine zweite Staffel wäre wünschenswert, denn auch ich würde gerne mehr von den Weltraumpiraten sehen.

Wenn ich schon sage dass die Charaktere interessant sind, muss ich auch etwas näheres zu ihnen sagen, nicht? ;) Gleich vorweg, der Cast ist durch die vielen Mitglieder des Yacht-Clubs sehr groß. Die meisten davon bleiben eher im Hintergrund, und auch der Crew der Bentenmaru hat (leider) viel zu wenige große Auftritte, wenn man von den Raumschiff-Battles mal absieht. Zu Kapitänin Marika habe ich ja schon einiges gesagt, aber noch so viel: Im Laufe der 26 Folgen merkt man deutlich, wie sie sich von der ahnungslosen Anfängerin immer mehr zur erfahrenen Anführerin weiterentwickelt. Eigentlich kein Wunder, denn das liegt bei den Katos wohl in der Familie: sowohl Mama Ririka als auch ihr Vater waren früher erfolgreiche Piraten. Genauso wie die Familie Kurihara, mit deren Tochter Chiaki sich Marika bald anfreundet, und später arbeiten beide in manchen Missionen eng zusammen.

Marikas erste Auftraggeberin ist Gruier Serenity (musste bei ihr noch jemand an Sailor Moon denken? Ich meine: Prinzessin Serenity, und dann noch diese Frisur?), sowohl sie als auch ihre Schwester Grunhilde fand ich anfangs etwas nervig, aber später hatte ich mich dann doch mit ihr angefreundet. Weitere Auftraggeber sind z.B. die frühere Präsidentin des Yachtclubs Jenny Doolittle und ihre Partnerin Lynn Lambretta. Ja, es gab sogar eine Yuri-Kussszene ;)

Opening und Ending:

Fazit:
Mouretsu Pirates hat es geschafft, mich 26 Folgen lang gut zu unterhalten und mir Lust auf mehr zu machen. Das muss ich dem Anime wirklich zugute halten, denn ich bin wirklich kein Fan vom Sci-Fi-Genre. Also ist das eine umso größere Leistung ;)

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Mouretsu Pirates, Review

  1. alex_roston

    12. Juli 2012 at 19:23

    Ich hab mich leider von den vielen Stimmen verunsichern lassen, die Mouretsu Pirates als Trash oberster Güte geschimpft haben. Von daher hatte ich die Serie gar nicht erst angefangen.
    Klingt allerdings doch recht interessant. Ich werd’s im Hinterkopf behalten^^.

     
  2. Senjou

    17. Juli 2012 at 23:57

    Das was ich bisher so drüber gehört hab, war auch eher nicht so toll. Aber dein Review hat mir jetzt doch Lust darauf gemacht. Werd ich mir auf jeden Fall mal anschauen. :)

     
 

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