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Rückblick auf die Spring Season: Tasogare Otome x Amnesia

29 Jun

Heute im Review-Programm: Black ☆ Rock Yuuko…äh, Tasogare Otome x Amnesia ;)

Die Story hört sich doch erstmal gut an: Im verworrenen und verwinkelten alten Schulgebäude der Seikyou Academy geht der Geist eines vor 60 Jahre gestorbenen Mädchens um. Wie es das Schicksal so will kann der Schüler Teiichi Niiya Yuuko, ebendieses Geistermädchen sehen. Und so spannt sie ihn kurzerhand dazu ein, ihr bei der Suche nach ihrem Körper und ihren Erinnerungen an ihr früheres Leben zu helfen. Nun bin ich zwar kein besonders großer Fan von Horror, wenn er aber gut gemacht ist (wie etwa in Higurashi no Naku Koro ni) bin ich auch nicht abgeneigt. So habe ich den Anime als Ausgleich zu all den bunten Ecchi-Serien die ich sonst so gucke auf die Watchliste gepackt.

Am Anfang wurde man erstmal ins kalte Wasser geworfen, denn zunächst wurde nichts Genaueres über die Charaktere und wie sich Niiya und Yuuko eigentlich kennengelernt haben gesagt. Gruselig war es auch nicht wirklich, das ganze erinnerte eher an Romance-Comedy. Das muss ja nichts schlechtes sein, aber hatte man hier nicht eher etwas düsteres erwartet? Das war dann auch über die gesamten Folgen mein Kritikpunkt: statt konsequent auf Horror oder meinetwegen auf die Romance-Story zwischen Niiya und Yuuko zu setzen gab es immer wieder diese Comedy-Einlagen, die auf mich hier eher fehlplaziert wirkten. Wie so oft ist das aber sicher Geschmackssache.

Ohne Fanservice geht es nicht ;)

In den weiteren Folgen kam es dann doch noch zur Vorstellung der handelnden Personen, und es kam endlich zu ordentlichen Horror-Szenen. Etwa als die aufgebrachte abergläubische Schülerschaft eine Namensvetterin von Hausgeist Yuuko opfern wollen, um nicht einem Fluch zum Opfer zu fallen. Oder als Yuukos Leiche unter dem Schulgebäude gefunden wird. Diese Szenen konnten mich dann doch über die 12 Folgen bei der Stange halten, denn die Liebe zwischen Yuuko und Niiya hat mich nicht sehr berührt und die Comedy-Parts mochte ich wie gesagt auch nicht so wirklich. Die einzigen Szenen, die ich richtig uneingeschränkt gut fand, waren die aus Yuukos Vergangenheit und wie sie zu Tode gekommen ist. Davon hätte ich gerne mehr gesehen, denn ehrlich gesagt habe ich mir genau solche Szenen vorher vom Anime erwartet und gewünscht. Das Ende war dann auch wieder so eine Sache…nun war doch das Rätsel um Yuukos Tod geklärt, sie hatte ihre Erinnerungen wieder und damit konnte sie doch nun endlich diese Welt verlassen und ins Reich der Toten eingehen. Bei der Abschiedsszene von Niiya und Yuuko hatte ich schon so eine Vermutung, dass es nicht wirklich ein Abschied für immer sein würde. Das hier wäre einer der wenigen Fälle gewesen, in denen ich mir ein sozusagen „unhappy end“ gewünscht hätte. Etwas…bittersüßes halt. Aber man wollte sich wohl die Option einer zweiten Staffel offen halten. Mir hat es nicht zugesagt, aber wie es aussieht haben das die meisten Leute anders gesehen…was solls. ^^

Die Optik hat mir nicht wirklich zugesagt. Da fand ich das wenige, was ich vom Manga gesehen habe schöner. Und kommen wir gleich noch zu den Charakteren: Allen voran Geistermädchen Yuuko. Soweit fand ich sie ganz okay, später war ich dann aber doch ziemlich genervt von ihr, da sie sich einfach nicht mit ihren negativen Gedanken und Erinnerungen befassen wollte. Klar möchte man gewisse Sachen verdrängen (den eigenen Tod z.B. auf jeden Fall ^^), aber auch negatives gehört nun mal dazu… Teiichi Niiya habe ich anfangs noch für einen ganz ordentlichen Anime-Helden gehalten…bis das Rumgeeiere anfing. Kaum gab es mal die geringsten Schwierigkeiten zwischen ihm und Yuuko ging das Gejammer los „vielleicht sollte ich mich von ihr fernhalten, wenn das besser für sie ist“, „ich tue jetzt einfach so als wäre ich ihr nie begegnet, sonst tut mir die Erinnerung daran weh“ usw usw. Ich dachte nur so „Junge, wenn man jemanden liebt kämpft man vielleicht auch mal ein bisschen um diese Person und macht nicht solche Ausflüchte?“. Oder am Ende: er verspricht Yuuko nicht zu heulen, damit sie guten Gewissens gehen kann – und was macht er? Richtig, heulen. -.- Man merkt, mein Lieblingschara wird Niiya nicht mehr… Am interessantesten war noch Kirie. Immerhin auch die Einzige aus dem Cast, die von Niiyas Rumgeeiere ähnlich angenervt war wie ich. ^^ Und dann gab es noch Momoe Okonogi, ein enthusiastisches Mitglied aus dem Paranormal Investigations Club, die später in unseren (Anti-)Helden verliebt ist. Zuweilen waren ihre Eskapaden ja ganz witzig, aber auf die Dauer…naja. Ansonsten kamen noch einige Nebencharas vor, wie etwa Asa-chan (von der ich praktisch sofort wusste wer sie wirklich ist) oder Yuukos Schwester.

Opening und Ending:

Fazit:
Während viele von dem Anime begeistert waren fand ich ihn eher durchschnittlich. Die Horror-Elemente waren gut umgesetzt, der Rest hat mich nicht vom Hocker gerissen.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Tasogare Otome x Amnesia

  1. Buzu

    30. Juni 2012 at 10:24

    Hab ich noch nicht zuende gesehen, wird aber nachgeholt. Die ersten zwei Folgen haben mir aber recht gut gefallen.

     
  2. AnnaSadako

    2. Juli 2012 at 22:24

    Ich fand Niiya-san knuffig. Er erinnerte mich ein klein wenig an einen anderen Charakter. x3

    Um einen Fanservice kommt man wohl heutzutage nicht mehr drumherum, oder? Man hat aber gleich wieder bemerkt wie klein die Welt doch ist… Wenn man weiß mit wem Teiichi verwandt ist…

    Eine Episode kommt ja noch im Oktober oder November, mal schauen wie die sein wird.

     
  3. 9BitDE

    16. Januar 2013 at 18:11

    Hey,
    ich habe den besagten Anime vor ein paar Tagen beendet,
    und bin ganz anderer Meinung (jedem das seine).

    Ich finde deine Aussagen zwar an ein paar Stellen berechtigt jedoch finde ich,
    dass es nicht gerecht ist den Anime etwas schlechter zu bewerten nur,
    weil er nicht den Horror Faktor hat, den man sich eig. erhofft.

    Ganz ehrlich
    10/10 Punkten ich hoffe auf eine zweite Staffel,
    der Anime fesselte mich auf ganzer Linie.
    Die erzählte Liebesgeschichte hob sich ab,
    von dem normalen Romanzenzeug, was für mich positiv ist.

    Zur Story:
    Story war interessant, falls sie langweilig wurde haben
    komödiantische Szenen die Stimmung gehoben.
    Die Story punktet mit der anfangs verworrenen Liebe von Teiichi und Yuuko,
    doch lässt auch nicht in den späteren Episoden nach.
    Der Konflikt zwischen Yuuko und ihrer Vergangenheit,
    wurde sehr gut dargestellt.

    Meiner Meinung:
    MUST Look!

    Sehr erträglich und man kann es öfters als einmal nacheinander schauen.
    Freue mich sehr auf eine Fortsetzung!

    Mit Freundlichen Grüßen
    Tim aka 9BitDE

     
 

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