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Rückblick auf die Spring Season: Upotte!!

11 Jun

Es ist wieder soweit, die Review-Serie zu den beendeten Animes steht an!

Die „Story“ von Upotte!! ist schnell erzählt: Es geht um eine Schule, an der auf den ersten Blick ganz normale Schülerinnen lernen. So denkt sich der neue Japanischlehrer Genkoku auch nichts weiter, als er an diese Schule versetzt wird. Auf den zweiten Blick wundert er sich dann aber doch etwas über die diversen Einschusslöcher, die überall in den Gebäuden zu finden sind. Denn so normal sind die Mädchen hier dann doch nicht – sie sind nichts anderes als Waffen in menschlicher Form!

Wenn man die Beschreibung so liest, schwankt die Reaktion zwischen Facepalm und „klingt doch ganz witzig“. Ich habe mich dann für zweiteres entschieden und es nicht bereut. Denn Upotte!! weiß zu unterhalten, wenn auch auf eine manchmal eigentlich total bescheuerte Weise. Die Leute, die hier wohl ein Meisterwerk erwartet haben (anders kann man es sich nicht erklären, warum manche so enttäuscht waren), möchte ich fragen: Warum hält man einen offensichtlichen Fanservice-Anime für etwas, das er nicht ist?

Denn es ist purer Fanservice, den man hier bekommt – das will ich gar nicht abstreiten. Besonders Moe-Otakus und Waffenfanatiker kommen hier (wie sollte es anders sein) auf ihre Kosten. Außerdem werden diverse Fetische bedient – Lolis, Katzenohren, Bikinis, hier ist alles mit dabei. Aber auch abseits davon, wer Interesse an Waffentypen hat kann hier auch noch etwas lernen, etwa über verschiedene Munitionstypen oder typische Eigenschaften der Waffen. Ich würde mich zwar nicht als Waffenotaku bezeichnen, allerdings fand ich die Infos sehr interessant. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich das meiste nicht behalten habe. ^^

Was mir besonders an Upotte!! gefallen hat, war der Mix aus Slice-of-Life und School-Elementen mit actionreichen Szenen. So besuchen die Waffen-Mädels in einer Folge etwa Sehenswürdigkeiten auf einer Klassenfahrt, bereiten ein Schulfest vor oder spielen zusammen im Schnee – während es in anderen Folgen bei einem Kampfturnier deutlich martialischer zugeht. Es gab immer ausreichend zu lachen, aber auch Szenen in denen man gespannt vor dem Bildschirm sitzen konnte. Das hat dafür gesorgt, dass ich mich auf jede neue Folge richtig gefreut habe – eben schöne leichte Unterhaltung, bei der man toll abschalten und auch die Lachmuskeln trainieren konnte. Denn auch wenn es sich bei Funko und Co eigentlich um Waffen handelt, haben sie hier eben die Form von Teenagermädchen; und daher benehmen sie sich auch entsprechend. ^^

Die Charas waren durchweg alle auf ihre Art und Weise liebenswert. Allen voran die 4 Waffen/Mädels FNC, M16A4, L85A1 und SG550. FNC (genannt Funko oder Fucco) stammt aus Belgien und ist eigentlich die Güte in Person. Eines mag sie jedoch gar nicht (wie der neue Lehrer bald feststellen muss): Aufgrund einer Besonderheit an ihrem Aufbau als Waffe trägt sie normalerweise einen Tanga – was der Lehrer dummerweise einmal zu oft erwähnt und deswegen mehrmals von Funko ins Krankenhaus geschickt wird ;) M16A4 alias Ichiroku stammt aus den USA und ist die geborene Anführerin – das glauben zumindest manche Mitschülerinnen und so wird sie deshalb in einige Scharmützel verwickelt. Eru stammt aus Großbritannien und heißt genaugenommen eigentlich L85A1. Sie ist sehr schüchtern und still, außerdem zuweilen recht tollpatschig. Ich mochte zwar alle 4 sehr gerne, aber Eru ist eine Nasenlänge vorn. Man muss sie einfach mögen :3 Die vierte im Bunde ist SG550, auch bekannt als Shigu oder Sig-chan, eine brilliante Scharfschützin aus der schönen Schweiz. Sie ist die erwachsenste und besonnenste der Gruppe und behält in fast jeder Situation einen kühlen Kopf. Die restlichen Mädels (unter anderem auch große Schwestern der 4 Hauptcharas) hatten nur kleinere Auftritte und hatten daher natürlich weniger „Charakter“, aber trotzdem mochte ich fast alle (na gut, außer Sako).

Optisch und akustisch ist der Anime wirklich keine Welt. Die Charadesigns mochte ich jedoch sehr gerne, von der niedlichen Eru bis hin zur arroganten Sako.

Opening und Ending:

Fazit:
Kein Meisterwerk, aber ein solider Mix aus leichtherziger Moe-Comedy und spannender Action. Mir hat’s gefallen.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, Upotte!!

  1. alex_roston

    13. Juni 2012 at 23:19

    Ich hatte mich bei der Wahl der Animes der Season bei „Upotte“ für das Erstere (die Facepalm^^) entschieden.
    Konnte mir schon denken, dass der Anime sehr Fanservice-lastig ist. Ist ja an sich nichts Schlimmes.
    Wenn das allerdings manche nach dem Artwork und der Beschreibung der Serie nicht zumindest vermuten und dann auf das Highlight der Season hoffen, dann ist denen auch nicht mehr zu helfen.

     
  2. Keiko-sama

    17. Juni 2012 at 06:35

    Endlich mal einer der Upotte! reviewed!!!
    Upotte war wirklich für mich die positive Überraschung der Season, die meisten anderen liefen „wie erwartet“ oder eher schlechter. Es ist schon komisch, dass mir dieser Web-Anime, was vielleicht auch ein klein wenig die nicht so ganz vorhandene Perfektion erklärt, so gut gefallen hat. Ich denke es sind tatsächlich diese doch sehr charmanten Charaktere, die zu überzeugen wissen, auch finde ich die Grundidee recht gut umgesetzt und das „Typische“ dem Herstellungsland entsprechende Verhalten war ebenso recht niedlich gemacht.
    Teils war es irgendwie tatsächlich mein Highlight der Season, da es nichts erfreulichers im Leben gibt als positive Überraschungen und das schaffte Upotte! nachdem ich bei der ersten Episode noch ein wenig ungläubig auf den Bildschirm starrte entwickelte sich tatsächlich so etwas wie ein Story. Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Anime so gut gefällt, zumal ich mit Waffen eigentlich überhaupt nichts anfangen kann.

     
  3. alex_roston

    18. September 2012 at 22:23

    Nachdem ich nun mit der Serie durch bin muss ich einfach mal nachfragen.
    Matsu, hast du verstanden, warum die Mädels mit einem Skeleton-Stock einen Tanga tragen müssen, aber gleichzeitig bei den Badeanzügen weniger freizügig sein wollten?
    Das beschäftigt mich schon einige Folgen lang^^.

     
    • Matsu

      19. September 2012 at 11:28

      Ich habe es so verstanden, dass sie normalerweise zwar einen Tanga tragen müssen, ihnen das aber peinlich ist und sie deswegen einen nicht so freizügigen Badeanzug wollten. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung ^^

       
      • alex_roston

        19. September 2012 at 21:18

        So macht es Sinn. Danke, Matsu^^.
        Ich bin übrigens schon mal auf die Bonusfolge gespannt, die im Oktober kommt. Hoffentlich nicht so eine extrem fanservice lastige Episode, wie man es sonst bei Extrafolgen kennt.

         
 

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