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[Review] Aria the Animation

18 Mai

Heute möchte ich euch einen Anime (und Manga) vorstellen, der mir sehr am Herzen liegt – aber viel zu unbekannt ist, wie ich finde: Aria the Animation! *Fangirl-Modus an*

In der Anime-Welt ist seit einigen Jahren ein Trend zu erkennen: Fanservice, Action und rasante Comedy-Serien sind schwer im Kommen. Als Slice-of-Life-Fan hat man es da nicht immer einfach einen wirklich guten Anime zu finden. Da lohnt es sich, mal in ältere Serien reinzuschauen. Wie eben Aria, denn wer etwas mit SoL anfangen kann und auch gerne mal einen ruhigeren Anime schaut wird Aria lieben.

Aber worum geht es überhaupt in Aria?
Die Geschichte spielt auf dem Planeten Neo Venezia – eine Stadt auf dem Planeten Aqua, den wir in der heutigen Zeit als Mars kennen. Im 24. Jahrhundert hat die Menschheit einen Weg gefunden, diesen ehemals lebensfeindlichen Planeten in ein regelrechtes Paradies zu verwandeln. So haben viele Menschen die Chance genutzt der Erde (die inzwischen nur noch als „Manhome“ bezeichnet wird) den Rücken zu kehren und auf Aqua ein neues Leben zu beginnen. Wer nun ein futuristisches Setting erwartet liegt falsch, denn Neo Venezia wurde originalgetreu der Erd-Stadt Venedig nachempfunden. Statt Robotern und Computern erwartet und also eine wunderschöne Stadt mit jeder Menge historischer Sehenswürdigkeiten, spannender Legenden und natürlich den berühmten Venediger Wasserkanälen. Und wo Kanäle sind, brauchen die Menschen auch Gondeln, um sich auf ihnen fortbewegen sowie Personen und Gegenstände von A nach B befördern zu können. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen in Neo Venezia die Undinen, die ihrerseits zu verschiedenen Firmen gehören. Eines dieser traditionsreichen Unternehmen ist die Aria Company, die zwar recht klein ist, aber schon seit einigen Generationen herausragende Undinen hervorbringt.

Und in eben dieser Aria Company will unsere Heldin Akari Mizunashi, die für ihren Traum ihre Familie auf Manhome zurückließ und alleine nach Aqua kam, die Ausbildung zu einer vollwertigen Undine absolvieren. Bis zur „richtigen“ Undine ist es aber ein weiter Weg, wie Akari schnell bemerkt. Doch durch ihre positive und aufgeschlossene Art ist Akari fest entschlossen, diesen Weg zu gehen. Wir begleiten sie dabei, und begegnen gemeinsam vielen interessanten Menschen, erfahren mehr über Neo Venezias wundersame Legenden. Und wir lernen, dass auch der Alltag jede Menge kleine Wunder und wichtige Erfahrungen fürs Leben für uns bereithält – wenn wir nur aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt gehen.

Neben der Story machen die Charaktere einen Großteil der Faszination Aria aus. Da ist die Heroine, Akari Mizunashi: wie ich bereits oben sagte, kommt sie ursprünglich von Manhome und ist für ihren Traum, eine Undine zu werden nach Aqua gekommen. Akari ist ein sehr fröhliches und optimistisches Mädchen. Sie hat die Gabe, in allen Dingen etwas Positives zu sehen und sich leicht auch mit komplett fremden Leuten anzufreunden. Wütend oder ärgerlich wird sie praktisch nie, auch deswegen kennen und lieben die Einwohner von Neo Venezia sie schon bald. Einen ganz ähnlichen Charakter hat Akaris Chefin, die zurzeit beste und beliebteste Undine der Stadt: Alicia Florence. Alicia hat immer die Ruhe weg und steht Akari immer zur Seite, ob es nun um Probleme mit der Undinen-Ausbildung geht oder Akari anderen Kmmer hat. Der dritte in der Aria Company ist der namensgebende Präsident Aria. Nur ist der kein stattlicher Mann, wie man vielleicht erwarten könnte: sondern eine weiße Katze (es ist üblich, dass Katzen mit blauen Augen die Präsidentenämter der Gondel-Firmen übernehmen). Er ist sowas wie das Maskottchen der Serie und die Szenen, in denen er seine Abenteuer in der Stadt erlebt habe ich geliebt :)

Natürlich gibt es in der Stadt aber nicht nur diese eine Firme mit ihren beiden Undinen. Da ist etwa noch die Firma Himeya, eine deutlich größere Firma als Aria. Aus dieser Firma stammt Akaris erste Freundin auf Aqua: Aika S. Granzchesta. Sie ist die Tochter der Firmenbesitzer, was sie allerdings eher als Fluch denn als Segen wahrnimmt, da oft überzogene Erwartungen an sie gestellt werden. Später kommt zu dem Duo noch eine Auszubildende der größten Gondelfirma, Orange Planet, dazu. Sie heißt Alice Carroll und wirkt auf den ersten Blick etwas unnahbar. Dank Akaris Talent, sich mit den Leuten anzufreunden taut sie aber schon bald auf, und die beiden Mädchen merken dass Alice eigentlich sehr nett ist. Von den drei Mainchars ist Alice übrigens die jüngste, aber auch die am meisten talentierte. Was es ihr zusätzlich schwer macht Freunde zu finden, denn die meisten gleichaltrigen Mädchen himmeln sie eher als Star an, als ihr wirklich nahe zu kommen. Alice ist meine Favoritin von den dreien, in Staffel 3 gab es einige wunderschöne Momente mit ihr die ich persönlich von allen Folgen am besten fand. Auch Aika und Alice haben jeweils eine ältere Vorgesetzte: Akira E.Ferrari (die als wenig talentiert galt, aber durch harte Arbeit die Undinen-Ausbildung bestanden hat) bei Aika und Athena Glory (die als beste Sängerin in Neo Venezia gilt) bei Alice. Auch zwischen den 3 Senpais besteht eine Verbindung, denn genau wie ihre Schülerinnen waren auch Alicia, Akira und Athena in ihrer Ausbildungszeit gut befreundet und haben gemeinsam trainiert. Leider haben sie durch ihre Aufgaben als Undine nur noch wenig Zeit, um sich wie in früheren Tagen zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen. Vor Akari und Co. bleibt das natürlich nicht verborgen und so fragen sich auch diese drei: Wird es bei uns genauso sein, wenn wir unser Ziel erreicht haben? Oder können wir es besser machen?

Aria the Animation ist übrigens der Name der ersten Staffel. Die Sequels Aria the Natural und Aria the Origination sind mindestens genauso toll wie Staffel 1 – was auch nicht jeder Anime schafft, oft gibt es da doch einen Qualitätsabsturz. Was hier nicht der Fall war, man wird durchgehend gut unterhalten. Die letzten ~5 Folgen der letzten Staffel stellen jedoch nochmal ein Highlight dar, wo man auch gut und gerne ein paar Tränen vergießt. Auch weil einem nach rund 50 Folgen die Charaktere und die ganze Welt so ans Herz gewachsen sind, dass man den Abschied gerne noch länger herauszögern würde :´(

Der Manga ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Es gibt kleine Unterschiede zum Anime, so kommt zum Beispiel Ai im Manga wesentlich seltener vor als im Anime (wo Akari ihr ja oft Briefe mit Erzählungen ihrer Abenteuer schickt). Einige wenige Kapitel wurden außerdem im Anime nicht umgesetzt, im Gegensatz dazu gibt es aber auch einige Filler-Folgen, die nicht auf Mangakapiteln basieren. Schon das wären doch genug Gründe, in beides mal reinzuschauen, nicht? ;) Außerdem finde ich persönlich Kozue Amanos Zeichenstil sehr hübsch, und der Manga hat noch mal ein eigenes Flair. Ich habe mit dem Manga angefangen, der übrigens in Deutschland bei Tokyopop in 6 Doppelbänden erschienen ist. Daneben gibt es noch das Prequel Aqua, in dem von Akaris Anfängen als Undine erzählt wird. Auch dieser Doppelband ist bei uns erschienen – also zugreifen!

Fazit:
Nach einem stressigen, hektischen Tag gibt es nichts Besseres, als sich aufs Sofa fallen zu lassen und eine Folge Aria zu schauen. So ging es mir zumindest ;) Aber auch sonst würde ich diesen tollen Anime definitiv weiterempfehlen! Nur wer nichts mit ruhigen Tönen anfangen kann und mehr auf Action und Abenteuer steht, ist hier wohl eher falsch.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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6 Comments

Geschrieben von Matsu in Anime, Anime und Manga, Reviews

 

Tags: Anime, Anime-Reviews, Aria the Animation, Review

  1. alex_roston

    19. Mai 2012 at 10:55

    Also mich hat die Review überzeugt. Ich werde mir den Anime auch mal anschauen. Slice-of-Life steht bei mir ja auch immer hoch im Kurs^^. Und das Setting ist auch mal etwas anderes. Klingt auf jedenfall sehr interesant.
    Wie viele Episoden haben denn die einzelnen Staffeln?

     
  2. MAFRI

    20. Mai 2012 at 14:23

    Jetzt nur nochauf deutsch finden…

     
    • Matsu

      21. Mai 2012 at 12:04

      Cookie-Subs hat die Serie auf deutsch gesubbt: http://cookie-subs.net/
      Leider bisher nur Staffel 1 und 2, aber möglicherweise kommt die 3. noch :)

       
  3. alex_roston

    20. Mai 2012 at 20:59

    Danke. Ich werd mich wohl auch mal bei MAL einloggen, da kann die dann gleich auf die Watchlist packen^^.

     
  4. Warum man ARIA einfach schauen sollte… | Alex' Anime Allerlei

    28. November 2013 at 23:05

    […] Na ja, ihr kennt ja mein “vielleicht” XD. Ihr könnt euch aber solange ein sehr gutes Review von Matsu zu eben dieser Serie durchlesen. Mich hat es als Slice-of-Life-Fag damals überzeugt, den Anime zu […]

     
 

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