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Rückblick auf die Fall Season: Ben-To

06 Mrz

Die Inhaltsangabe von Ben-To reicht eigentlich völlig aus, um auf den Anime neugierig zu werden.

You Sato ist eigentlich ein ganz normaler Junge. Er geht zu High School und liebt SEGA-Spiele. Eines Abends aber geht er in einen Supermarkt um sich fürs Abendbrot etwas zu essen zu holen. Bei dem Versuch ein reduziertes Bento zu kaufen, wird er bewusstlos. Später findet er heraus, dass in den Supermärkten der Stadt ein Krieg stattfindet. Ein Krieg, bei dem es den „Wolves“ genannten Kriegern darum geht die begehrten preisreduzierten Bentos zu ergattern – und das mit allen Mitteln. Eine dieser Kriegerinnen, bekannt unter dem Titel „The Ice Witch“ zwingt Sato dem „Half Price Club“ beizutreten und sich damit am Krieg zu beteiligen.

Klingt das nicht herrlich? Beziehungsweise herrlich blöd. Deswegen habe ich mir den Anime zu Beginn der Season auch gleich ausgeguckt und auf die Watchliste gepackt. Eigentlich hätte ich zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass es sich hier eher um einen Geheimtipp handelt, aber scheinbar haben erstaunlich viele Leute den Anime geschaut.

Schon der Anfang hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Klar, das Prinzip mit den Bento-Prügeleien im Supermarkt gibt vielleicht gute Ansätze für Comedy her…aber irgendwann wurde das dann langweilig. Denn viel mehr ist im Lauf der 12 Folgen nicht passiert. Es sind zwar immer wieder neue Mitstreiter und Rivalen aufgetaucht, aber ansonsten gab es fast jede Folge die übliche Prügelei. Gewürzt mit jeder Menge Fanservice, wie einem Bento in Busen-Form oder natürlich dem Vorbau von einigen weiblichen Charas. Fragt mich nicht WAS ich mir genau erwartet habe, aber jedenfalls etwas spannenderes und interessanteres als das. Wirklich witzig waren die Kämpfe schon nach ein paar Folgen nicht mehr. Ich muss sagen, dass ich diese Ernsthaftigkeit mit der die „Wolves“ an ihre Auseinandersetzungen herangegangen sind ziemlich übertrieben fand. Mag sein, dass es eine Art Parodie ist, aber lustig oder satirisch kam das für mich nicht rüber. Und auch einige Charas waren einfach nur nervig, statt für Lacher zu sorgen.

Und damit kommen wir auch schon zu den Charas. Hier ist wirklich jedes Klischee vorhanden, mal mehr und mal weniger gut auf die Schippe genommen. You Sato, der Male Lead, war mal wieder der typische Losertyp, der zufällig in alles hininschlittert und dann auf einmal zum großen Kämpferhelden wird. Sen Yarizui, die in den Bento-Battles als coole „Ice Witch“ auftritt, aber ansonsten eher tollpatschig und zurückhaltend ist. Ayame Shaga, die blonde großbrüstige Schönheit mit dem Kampfnamen „Beauty by the Lake“, die auch noch You’s Kusine ist und ihn dementsprechend rumschubst (wieso haben diese Losertypen immer irgendeine wunderschöne weibliche Verwandte? Sei es die Schwester, Mutter oder sonstwer. Muss auch so ein Anime-Gesetz sein ^^). Die beiden coolen Bishie-Typen Ren Nikaidou und Yuu Kaneshiro, von denen ersterer der erbittere Rivale vom Mainchar ist. Asebi Inoue, die für die Moe-Elemente sorgt. Yuri-Elemente werden auch geboten, und zwar zum einem vom Zwillingspärchen Kyou Sawagi (ja, die haben exakt den gleichen Namen :O) und von Ume Shiraume, die den Mainchar regelmäßig vor Schulkameraden zur Schnecke macht, weil er angeblich seine Clubkollegin Hana Oshiroi belästigt – auf die Ume wohl ein Auge geworfen hat. Ume fand ich sowas von nervig *rage* Die besagte Hana Oshiroi dagegen war mein Lieblingschara. Eine Fujoshi, die heimlich erotische Yaoi-Storys schreibt – mit realen Vorbildern, denn die holt sie sich bei den Bento-Battles unter den Kriegern. Die Szenen, in denen sie vorm PC sitzt und an ihrer Novel schreibt fand ich als einzige wirklich witzig.

Wird es eine Staffel 2 geben? Ich weiß es nicht und kann es auch schwer einschätzen, da ich das Original nicht kenne. Ich zumindest hätte keine wirkliche Lust darauf. Aber falls die Verkaufszahlen stimmen, warum nicht. Es wird schon Leute geben die sich darüber freuen würden :)

Opening und Ending:

Fazit:
Naja. Ich bin ein großer Fan von Comedy-Serien, wie bekannt sein dürfte. Und da ist mir auch kein noch so verrückter Storyansatz zu blöd – was auch hier nicht das Problem war. Dennoch ist der Funke hier nicht so recht übergesprungen. Es gab besseres in dieser Season.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Ben-To, Review

  1. Bakayaro

    6. März 2012 at 22:41

    Mochte diese Serie komischerweise mehr als alle anderen. Eine Geschichte die zwar in einem Satz erzählt ist und mich trotzdem sehr neugierig gemacht hat. Leider habe ich bisher niemanden über diese Serie reden hören aber freut mich, dass du dein Statement dazu abgibst. Auch ich liebe Comedy-Serien und kann von Schwachsinn nie genug kriegen. Hier trifft aber nicht nur Comedy und Schwachsinn aufeinander, sondern auch eine Menge Action, einen Hauch Ecchi und eine eher zurückhaltende Liebesgeschiche. Für mich eine gute Packung an Unterhaltung. Hätte gerne mehr davon gesehen.

     
  2. Buzu

    7. März 2012 at 15:42

    Werde ich mir mal anschauen :)

    Da ich über die Suche nichts gefunden habe und mich deine Meinung interessiert: Hast du dir bereits Steins;Gate angeschaut? Der liegt ja auf den ganzen Hitlisten ganz vorne mit dabei…

    Grüße

     
    • Matsu

      7. März 2012 at 15:47

      Steins;Gate habe ich noch nicht gesehen, weil mich die Inhaltszusammenfassung nicht so angesprochen hat. Aber weil es ja scheinbar doch sehr gut sein soll, hole ich es vielleicht noch nach :)

       
  3. alex_roston

    13. April 2012 at 21:05

    In den ersten 3-4 Folgen saß ich glaube ich nur mit breit gezogenem Grinsen und tränenden Augen vor dem Monitor. Ich fand die Story einfach zum Brüllen: Leute mit wenig Geld in der Tasche kloppen sich kurz vor Ladenschluss um Bentos zum halben Preis WTF.
    „Warum gibt es sowas nicht bei uns im Supermarkt um die Ecke???“, dachte ich mir. Eine so absurde Idee, dass es schon wieder genial ist.

    Apropos „genial“. So waren auch die klasse animierten Kampfszenen, unterlegt mit dem Soundtrack aus der Schmiede von Pony Canyon (wohl DAS beste Musikstudio für Anime).

    Leider lässt dieser „Überraschungseffekt“ dann im Laufe der Serie nach, weil die Klopperei halt wie selbstverständlich wird. Nichtsdestotrotz, allein schon für die Idee müsste es einen Award geben^^.

     
 

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