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Rückblick auf die Fall Season: Boku wa Tomodachi ga Sukunai

21 Feb

Weiter geht es mit BokuTomo oder Haganai, wie der lange Titel des Animes oft abgekürzt wurde.

Kodaka Hasegawa hat kürzlich die Schule gewechselt und hat es schwer neue Freunde zu finden. Wegen seiner blonden Haare wird er oft für einen Rowdy gehalten. Eines Tages beobachtet er seine ebenfalls ziemlich einsame Klassenkameradin Yozora dabei, wie sie mit ihrer Freundin Tomo spricht. Der Haken an der Sache: Tomo existiert nur in Yozoras Fantasie, und so ist ihr Kodakas Beobachtung ziemlich peinlich. Die beiden bemerken schnell, dass keiner der beiden wirkliche Freunde hat und finden die ideale Lösung für dieses Problem: einen Club gründen! So entsteht der „Neighbours‘ Club“, speziell für Leute mit wenig Freunden. Schon bald treten andere einsame Mitschüler dem Club bei. Zusammen versuchen sie etwas über Freundschaft zu lernen, in dem sie zusammen Videospiele spielen, ins Schwimmbad und zum Karaoke gehen sowie viele andere Freizeitaktivitäten machen. Ob das den ungewöhnlichen Mitgliedern wirklich helfen wird?

Die Storyzusammenfassung hatte ich vor längerer Zeit schon beim Manga gelesen und fand sie schon da sehr interessant. Wie so oft gibt es aber auch von BokuTomo noch kein US-, geschweige denn ein Deutschland-Release. Und da ich sehr ungern Scans lese habe ich das auf unbestimmte Zeit verschoben. Als dann der Anime angekündigt wurde, habe ich mich sehr darüber gefreut und es stand sofort fest dass ich die Serie gucken würde.

Für Ernüchterung sorgte dann die vorher gelaufene OVA „Episode 0“. Warum auch immer wurde hier eine Geschichte scheinbar mitten aus der Story erzählt, ohne die Charas vorzustellen oder sonst etwas. Durch diese Episode 0 war meine Vorfreude deutlich abgekühlt. Aber ich wollte der Serie trotzdem noch eine Chance geben. Die richtige Episode 1 fing dann zwar etwas langweilig an, aber immerhin hat man hier die Story auch vom Anfang an erzählt. Mit dem Mainchar konnte ich mich zuerst nicht so recht anfreunden, dafür mochte ich Yozora aber auf Anhieb. So war ich dann doch wieder besänftigt und habe natürlich weitergeguckt.

Was genau nach meinem Geschmack war, waren die vielen Videogame- und Eroge-Anspielungen (ich sage nur „Yukiko Nagata“ xD) in den ersten paar Folgen. Die Szenen, in denen die ersten Clubmitglieder zusammen Dragon Quest spielen und sich schon mal gegenseitig killen, weil sie im Real Life nicht miteinander auskommen, waren episch :D Oder wie Sena erst eine Abneigung gegen Eroges hatte, dann aber regelrecht süchtig danach war und sich wegen ihrer Lieblingsheroine mit Yozora gezofft hat. Später kamen dann noch weitere Mitglieder dazu, und andere Aktivitäten standen für den Neighbours Club auf dem Programm: zum Beispiel ein Schwimmbadbesuch oder ein Besuch in der Karaokebar. Diese späteren Folgen fand ich nicht mehr ganz so gut, aber jede Menge Stellen zum Lachen gab es trotzdem noch. Was auch oft an den vielen verschiedenen Charas lag.

Der Mainchar Kodaka Hasegawa hat einen japanischen Vater und eine englische Mutter, was auch der Grund für sein blondes Haar ist. Wegen seiner Haarfarbe wird er von den meisten Mitschülern für einen Rowdy gehalten und angstvoll gemieden. In seiner Kindheit ist die Familie oft umgezogen, weswegen er es schon damals schwer hatte Freunde zu finden. An einen Kindheitsfreund kann er sich jedoch noch gut erinnern – doch ob er den jemals wiedersehen wird? Kodaka hat auch eine kleine Schwester, für die er sorgen muss: die Mittelschülerin Kobato, die einen großen Bruderkomplex hat und ständig die Rolle der Reisys VI Felicity Sumeragi aus dem Anime „Full Metal Necromancer“ spielt. Auch sie tritt dem Club bei. Ihre Rivalin dort um die Gunst ihres Bruders ist die 10-jährige Nonne Maria Takayama, die gleichzeitig auch die zuständige Betreuerin für den Neighbours Club ist – trotz ihres jungen Alters. Das erste Mitglied nach dem Mainchar ist aber Yozora Mikazuki, die sich mit Vorliebe mit Sena zofft und Maria öfters seltsame Sachen einredet, welche diese auch sofort glaubt. Die besagte Sena Kashiwazaki ist übrigens die reiche Tochter des Schulleiters, und deshalb extrem eingebildet – weswegen auch sie keine Freunde hat. Sie himmelt Kobato regelrecht an, was der aber überhaupt nicht gefällt. Ein weiteres Clubmitglied ist Yukimura Kusunoki – er wird wegen seines weiblichen Aussehens gehänselt und will daher beim angeblichen Rowdy Kodaka lernen wie man ein richtiger Mann wird. Dummerweise redet ihm Yozora ein, dass man Männlichkeit am besten durch das Tragen von Frauenkleidung beweisen kann und fortan läuft Yukimura meist im Maid-Outfit herum. Als letztes Mitglied stößt Rika Shiguma zur Truppe. Sie ist eine geniale, aber auch verrückte Wissenschaftlerin und gleichzeitig eine Fujoshi. Die meisten Witze mit sexuellem Inhalt gehen in der Serie von ihr aus.

Es wäre sehr schön wenn es eine 2.Staffel geben würde. Auch wenn BokuTomo so seine Schwächen hatte, würde ich gerne mehr von Kodaka, Yozora und den anderen Mitgliedern des Neighbours Club sehen.

Opening und Ending:

Fazit:
Mein Tipp: Schaut euch Episode 0 entweder gar nicht oder nach der Hauptserie an bzw. urteilt nicht von der OVA auf den Anime. Der ist nämlich deutlich besser. Ich will jedenfalls mehr von BokuTomo, zumal das Ende doch sehr dafür spricht.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Boku wa Tomodachi ga Sukunai, Review

  1. Shino-Bakura

    22. Februar 2012 at 08:55

    „Mein Tipp: Schaut euch Episode 0 entweder gar nicht oder nach der Hauptserie an bzw. urteilt nicht von der OVA auf den Anime.“
    Genau das! Die OVA war einfach grausam, die Serie warrdann jedoch ausnahmsweise mal wieder eine wirklich gute Comedy Serie mit gut in Szene gesetztem Fanservice. Wirklich, sowas gab es schon lange nicht mehr. Die Serie nimmt mehr oder weniger alle möglichen Klischees auf die Schippe und schafft somit einfach gute Unterhaltung. Alleine schon das überzogene Tsun verhalten der beiden Main Weiber war einfach unglaublich lustig mit anzusehen. Leider kapieren einige mal wieder nicht, wie gut diese Serie sich eigentlich über Klischees lustig macht und es selbst noch fertig bringt, selbst ein guter Ableger genau dieser Klischees zu sein.

    Am besten waren natürlich die Episoden wo sie zusammen Monster Hunter oder Dragon Quest gespielt haben. Da habe ich mich teilweise schon unter den Tisch gelacht und dazu gab es dann auch noch richtig guten Fanservice. Diese Serie ist eine echte Empfehlung wert, denn solche Serien gibt es nur noch ganz ganz selten.

     
  2. Bakayaro

    22. Februar 2012 at 09:06

    Mir hat der Anime sehr gefallen und ich würde mich auch über eine zweite Staffel freuen. Ich habe mich gefreut als ich die erste Folge sah und einen ähnlichen Stil wie bei Denpa Onna wiederfand. Aber nicht nur das Design sondern auch die Geschichte der unterschiedlichen Charaktere find ich sehr witzig gestaltet. Mit dem Club an sich ist ja nichts neues aber hier wird speziell das Thema Freunde aufgerufen was in anderen Animes ja eher indirekt ist und nie als Hauptargument für einen Club erwähnt wird. Ich kanns mir immer wieder ansehen! :3

     
  3. Oyk

    22. Februar 2012 at 16:44

    Gibt es übrigens komplett in voller Länge und gesubbt auf Youtube zu sehen
    http://www.youtube.com/playlist?list=PLD6876BA85DA85EE2&feature=plcp

     
  4. alex_roston

    17. April 2012 at 23:26

    Wirklich einer der Leckerbissen in der letzten Fall Season gewesen. Sena ist echt die Beste.
    Vor allem die Szene, in der sie aus dem Eroge laut vorlesen soll oder als sie nackt vor Kodaka stolpert in dann mit „Universe!“ schreiend aus dem Haus rennt^^. Echt gold wert XD.

    Eine Tsundere, die nicht nur klasse aussieht, sondern auch noch Eroge-Fan ist – was will man mehr^^.

     
 

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