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Rückblick auf die Fall Season: UN-GO

07 Feb

UN-GO hat es in meiner Hitliste des Jahres 2011 auf Platz 2 geschafft. Warum eigentlich?

Die meisten Animes basieren heutzutage auf Light Novels, Mangas oder auch Visual Novels, Eroges bzw. anderen Videogames. Ab und zu ist auch mal ein Original-Anime dabei. UN-GO basiert dagegen auf dem Detektivroman „Meiji Kaika Ango Torimonocho“ von Sakaguchi Ango aus den 1950er Jahren. Der Roman spielt in der Meiji-Ära (1868 bis 1912), der Anime dagegen in einer modernen, futuristischen Zeit. Ein Krieg hat große Teile Japans in Schutt und Asche gelegt und auch in der Zeit direkt danach geschehen natürlich Verbrechen. Der Detektiv Yuuki Shinjuro macht sich mit seinem mysteriösen Partner Inga daran, diese Fälle aufzuklären. Sein Gegenspieler dabei – wenn man so will – ist der Vorsitzende von JJ Systems (einer großen Technologiefirma, die die Telekommunikation im zerstörten Tokio kontrolliert), Rinroku Kaishou. Denn während oft Shinjuro einiges zur Lösung des Falles beiträgt, heimst dieser dafür die Lorbeeren ein und wird als Held gefeiert – während Shinjuro als „Defeated Detective“ abgestempelt wird.

Warum habe ich mir den Anime angesehen? Nun, zum einen lief der Anime unter dem Label noitaminA, was in den meisten Fällen eine gewisse Qualität verspricht (auch wenn diese Animes nicht immer automatisch mein Ding sind). Zum anderen bin ich ein großer Fan von Detektivgeschichten und Krimis. Daher war UN-GO wie vorher schon Gosick und Kamisama no Memochou Pflicht für mich. Wirklich vergleichen kann man diese drei Serien aber nicht, weil es bei UN-GO nun wirklich keinen Loli-Detektiv gibt und der Anime auch sonst ernster und realistischer wirkt.

Viele Leute haben sich sofort von der Tatsache abschrecken lassen, dass Inga, Shinjuros Detektivpartner, ein kleiner Junge ist. Hier gibt es absolut KEINE Shonen Ai-Szenen, nicht einmal Andeutungen. Wer den Anime nur deswegen gemieden hat, tut ihm definitiv Unrecht. Schon nach kurzer Zeit bemerkt man sowieso, dass Inga nicht einfach nur ein Sidekick für die Fujoshis ist. Ich will nichts spoilern, aber er sorgt für ein bisschen Mystery in der Story ;) Zwischen ihm und dem Mainchar besteht ein besonderes Verhältnis, was aber im Lauf der 11 Folgen noch nicht vollständig aufgeklärt wurde. Möglicherweise bringt der Film zur Serie da Aufschluss, aber leider gibt es davon bisher noch keine Subs. Es gibt natürlich auch noch weitere Charas, von denen ich jetzt hier aber nur noch Rie Kaishou, die Tochter von Rinroku erwähnen will. Sie wendet sich oft an Shinjuro, wenn es mal wieder einen neuen Fall zu lösen gibt.

Ebenfalls ein bisschen unglücklich war die Tatsache, dass der Anime sehr schwach und langweilig begonnen hat, weswegen wohl so mancher Zuschauer schon nach wenigen Folgen versucht war die Serie zu droppen. Auf den ersten Blick war das Setting nicht besonders interessant, die Charaktere ziemlich durchschnittlich und die Story verwirrend und teilweise sogar langweilig. Aber ich wurde mal wieder in meinem Prinzip bestärkt, grundsätzlich jedem angefangenen Anime noch eine Chance zu geben. UN-GO nach den ersten paar Folgen zu beurteilen wäre ein großer Fehler, denn richtig Fahrt nimmt die Story erst später auf. Schon bei dem Fall, der mit Shinjuros Besuch bei einem mysteriösen Mann der einfach nur „Novelist“ genannt wird, wurde es richtig spannend. Besonders Folge 7 verwirrte den aufmerksamen Zuschauer mit kleinen Details, die man sich einfach nicht erklären konnte – die aber in der Fortsetzung des Falls in Folge 8 brilliant aufgeklärt wurden. Der Fall Bettenou in den letzten Folgen war dann ebenfalls noch einmal sehr spannend und ich hatte zum ersten Mal Probleme beim Mitlesen der englischen Subs . ^^ Weil ich jedes kleine Detail mitbekommen wollte, habe ich da mehr als einmal zurückgespult und diverse Szenen nochmals geschaut – so sehr hat mich das alles fasziniert. Als dann die letzte Folge gelaufen war, war mein erster Gedanke: Hoffentlich bekommt dieser Anime eine Fortsetzung.

Die Möglichkeit dafür wäre jedenfalls noch da, denn ein wirklich entgültiges Ende hat der Anime nicht. Auf jeden Fall freue ich mich schon wahnsinnig auf die Subs für den Kinofilm „Inga-ron“.

Opening und Ending:

Beide Songs finde ich persönlich sehr schön, aber das Ending ist doch noch einen Tick besser. Ich liebe den Piano-Part und es hat auch totale Ohrwurmgarantie :)

Fazit:
Ich weiß nicht, ob es an der schieren Menge von Animes liegt, die ich so konsumiere – aber nur wenige schaffen es mich wirklich zu fesseln und mich am Ende denken zu lassen „Was, das war schon die letzte Folge? Ich will mehr!“ UN-GO hat beides erfüllt. Es mag auch mit meiner Vorliebe für Detektivstorys zu tun haben, aber rate jedem der den Anime frühzeitig gedroppt hat, ihm noch eine Chance zu geben. Vielleicht geht es euch ja wie mir und ihr seid hinterher froh, weitergeschaut zu haben.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Anime, Anime-Reviews, Review, UN-GO

  1. vigi140

    8. Februar 2012 at 17:22

    Ich habe den Anime bis jetzt noch nicht gesehen, um ehrlich zu sein, nicht mal was davon gehört. Aber ich steh auf diese Art Storys. Wenn ich mal Zeite habe folge ich deinem Rat und schau mir die Serie mal an.

     
  2. Shino-Bakura

    9. Februar 2012 at 07:18

    @ vigi140
    Du kennst UN-GO nicht? Les einfach mal öfters meinen Blog, dann passiert dir so etwas auch nicht. UN-GO war diese Serie, die ich aus unmotivation gedropped habe, auch wenn sie wohl gut war. Leider können auch gute Animes manchmal langweilig sein.

     
    • vigi140

      10. Februar 2012 at 17:02

      Ich bin täglich auf deinem Blog :) Sogar auf jedem der in meiner Blogroll ist. DOch konnte ich den Namen nicht zuordnen. Warum droppst man eigentlich Serien aus unmotivation? Bin bis jetzt aber noch nicht dazu gekommen, den Anime zu sehen. Schande über mich und meine Kuh xD

       
      • Shino-Bakura

        13. Februar 2012 at 10:27

        „Warum droppst man eigentlich Serien aus unmotivation?“
        Gegenfrage: Wieso nicht?
        Warum eine Serie gucken, wenn man doch eigentlich gar keine Lust hat?

        „Schande über mich und meine Kuh“
        Du hast ne Kuh?

         
  3. Oyk

    10. Februar 2012 at 18:18

    Kennst du eigentlich Kami-sama no Memo-chou? Ist ja auch so detektiv-mäßig. Was sagst du zu dieser Serie?

     
    • Matsu

      11. Februar 2012 at 11:32

      KamiMemo fand ich ziemlich langweilig…wobei die letzten beiden Folgen dann nochmal richtig gut waren. Sich dafür die ganze Serie anzutun lohnt sich aber mMn nicht :3

       
      • Oyk

        11. Februar 2012 at 15:38

        Danke für deine Antwort :)

         
 

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