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Rückblick auf die Winter Season: Mahou Shoujo Madoka Magica

08 Mai

Mahou Shoujo Madoka Magica war für viele Anime-Gucker die Serie der Winter Season. Wie ich schonmal angedeutet habe, ging es mir aber nicht so.

Zu Beginn der Season war der Anime überhaupt nicht interessant für mich. Magical Girl ist sowieso nicht mein Genre, und auch dass der Anime düsterer sein sollte als gedacht konnte mich nicht reizen. Doch dann habe ich praktisch nur Gutes über Madoka gehört, sowohl auf Blogs, als auch in Foren. Daher habe ich mich dann auch mal an die Serie gemacht. Zu dem Zeitpunkt waren schon etwa 8 Folgen gesubbt, die ich mir alle relativ schnell anschaute. Die ersten 2-3 Folgen fand ich jetzt nicht so berauschend, von daher war ich schon motiviert schnell weiterzugucken, da ich endlich die Genialität der Serie sehen wollte. Aber irgendwie kam die nicht, oder sie ist wie so oft an mir vorbeigegangen. Ist ja nicht der erste gehypte Anime, dem ich so gar nichts abgewinnen konnte. Es war aber nicht so, dass ich die Serie nicht mögen wollte und voreingenommen war. Schließlich habe ich alle 12 Folgen durchgehalten, und bevor die letzten 2 Folgen rauskamen habe ich noch auf ein Ende gehofft, was meine Meinung noch ändern kann. Aber leider wurde ich da enttäuscht.

Bevor jetzt wieder alle meinen Anime-Geschmack kritisieren, führe ich das noch ein bisschen näher aus. Am Charadesign hatte ich erstmal nichts zu meckern – niedliche Magical Girls eben. Das Hintergrunddesign in den Kämpfen mochte ich dagegen so gar nicht. Nur weil etwas anders und experimentell ist, muss man es nicht automatisch mögen. Mir sind da klassische Hintergründe lieber.
Dann die einzelnen Charas. Auch in diesem Anime kamen mMn die üblichen Klischees vor: der Mainchar ist das nette Mädchen von nebenan, was eigentlich nur sein glückliches Leben mit seinen Freunden leben und allen helfen will (Madoka). Die irgendwie coole, aber total nette Freundin des Mainchars (Sayaka). Der coole, stille und unnahbare Chara (Akemi). Wobei mir Akemi vom gesamten Cast noch am besten gefallen hat, allerdings konnte ich ihre Motivation für ihren ganzen Aufwand auch nicht so recht verstehen: warum musste sie bitteschön immer wieder die Zeit zurückdrehen nur um Madoka zu retten? Was hat die beiden verbunden, um das zu rechtfertigen? Das wurde für mich nicht zufriedenstellend geklärt. Ich würde zumindest keine Klassenkameradin so verzweifelt zu retten versuchen. ^^ Am gruseligsten war aber mit Abstand Kyuubey. Ein ewig lächelndes kleines Tierchen, was ohne mit der Wimper zu zucken das Leben von Mädchen zerstört, indem es sie in Magical Girls verwandelt? Creepy….

Und dann das Ende. Nach all den Erwartungen, die die Madoka-Fans in die letzten 2 Folgen hatten kam dann das. Madoka hat letztenendes doch einen Contract mit Kyubey gemacht, und ist damit zu einer Art Göttin geworden, die alle Magical Girls rettet. Sprich, sowas wie ein Happy End, was mMn nicht zum Anime gepasst hat. Ich weiß nicht, aber solche Enden in denen sich jemand für das Schicksal der Welt aufopfert, finde ich immer ein bisschen…kitschig. Irgendwie habe ich ein bisschen das Gefühl, dass alle das Ende nur deshalb so gut fanden, weil es ja das Ende von einer so tollen Serie war. Hätte Anime XY so geendet, wäre das Fazit der Otakus negativer ausgefallen, vermute ich. Kann aber auch nur mein Eindruck sein. Sehr emotional fand ich das ganze auch nicht, obwohl ich nun wirklich kein Eisklotz bin und Animes mich schon oft sehr gerührt haben (beim Ende von Angel Beats musste ich z.B. schon einige Tränen verdrücken). Die einzige Stelle die ich da in Erinnerung habe war, als Akemi am Ende mit Madokas Mutter spricht und diese sagt, dass ihr der Name Madoka bekannt vorkommt und ihr Akemis Haarschleifen (die sie von Madoka bekommen hat) gefallen.

Opening und Ending:

Fazit:
Wieder mal ein Magical Girl-Anime, den ich nur unter ‚ganz nett, aber mehr auch nicht‘ einstufen kann. Auch wenn Madoka nicht viel mit anderen Genrevertretern wie Doremi oder Nanoha gemeinsam hat, sondern deutlich erwachsener daherkommt. Sorry, mein Ding war der Anime einfach nicht.

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Matsu

One hell of a fangirl! Matsu liebt Anime und Manga, hat aber auch eine große Leidenschaft für Bücher, Geschichte, Videogames und vieles mehr....

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Tags: Mahou Shoujo Madoka Magica

  1. Shino-Bakura

    13. Mai 2011 at 17:40

    Madoka war gut, aber längst nicht so gut, wie viele meinen. Der Hype spielt hier halt mal wieder eine große Rolle und die Tatsache, dass wir sowieso immer unterschiedliche Serien gut finden müssen. ^^‘

     
  2. Lucus-FeriaaA

    17. Mai 2011 at 19:44

    Ich stimme deinen Eintrag eigentlich zu, der Plot war verwirrend und die Charaktere wurden nur oberflächlich behandelt. Ich glaub das kommt auch daher, weil Drehbuchautor Gen Urobuchi eher aus dem Gamebereich kommt.

    Aber dennoch hat mir Makoka sehr gefallen ! Warum ? Weil ich ein großer Fan von Shaft/Akiyuki Shinbo bin und an deren filmischen Ästethik einen Narren gefressen habe. Die Musik hat mir des öfteren Gänsehaut eingejagt. Madoka ist für mich durchaus ein Rewatch wert ! Vielleicht ist das ja auch ein Anime, den wir in 5 Jahren nochmal anders wahrnehmen und empfinden werden, wer weiß ?

    PS: Steins:Gate, ebenfalls von Nitroplus, ist sehr empfehlenswert !

     
  3. Hasshin!!

    7. August 2011 at 22:31

    Was Madoka meiner Meinung nach unter anderem so beeindruckend macht ist, was alles aus dem Magical Girl-Genre, welches ja nicht gerade für seine Innovationen bekannt ist, rausgeholt wird. Die Charaktere machen jede/r für sich eine eigene Psychose durch und das Motiv, dass man sich aufopfert und alles gibt um einem anderen zu helfen, wird hier glücklicherweise mal nicht positiv besetzt sondern durchaus kritisiert. Madoka bricht am Ende der Serie ja nicht umsonst aus der ewigen Spirale dieses aufopferns aus, was angesichts dessen, dass in Japan das Kollektiv immer noch vor das Individuum gestellt wird, diskutierenswert ist.

     
 

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